Heute vor 20 Jahren: Valentino Rossis Debüt in der Motorrad-WM

20-jähriges Jubiläum der legendären Startnummer 46, die von Valentino Rossi zu einem Synonym des Motorrad-Rennsports gemacht wurde.

31. März 1996, Motorrad-Grand-Prix von Malaysia: Im Rennen der 125er-Klasse tritt zum ersten Mal ein gewisser Valentino Rossi an. Weil es den heutigen Sepang International Circuit noch gar nicht gibt, findet der Malaysia-Grand-Prix in Shah Alam statt.

Im Qualifying fährt der 17-jährige Rossi mit seiner Aprilia RS125 auf den 13. Startplatz. Im Rennen kommt er auf einem respektablen sechsten Platz ins Ziel. Auf den Sieger Stefano Perugini, der ebenfalls eine Aprilia fährt, fehlen dem Rookie aus Tavullia nach den ersten 29 Rennrunden seiner WM-Karriere keine acht Sekunden.

Fotos: Die Karriere von Valentino Rossi in der Motorrad-WM

Im weiteren Verlauf der 125er-Saison 1996 fährt Rossi beim Grand Prix von Tschechien in Brno seinen ersten Sieg ein. Im darauffolgenden Jahr wird er Weltmeister und vollzieht zur Saison 1998 den Wechsel in die 250er-Klasse.

Rossis Erfolgsmuster: Im zweiten Jahr Weltmeister

Auch in der 250er-Klasse gewinnt Rossi im zweiten Anlauf den WM-Titel, worauf der Wechsel in die 500er-Klasse folgt. Der ebenso talentierte wie charismatische Italiener bleibt seinem Erfolgsmuster treu und holt im zweiten Jahr erneut die WM-Krone – und das, obwohl er bei Nastro Azzurro Honda nicht über Werksmaterial verfügt.

Zur Saison 2002 wird die 500er-Klasse als Königsdisziplin in der Motorrad-Weltmeisterschaft von der MotoGP-Klasse abgelöst. Dieser drückt Rossi in den ersten vier Jahren des Bestehens in beeindruckender Manier den Stempel auf.

2002 und 2003 sitzt Rossi auf einer Werks-Honda. Ab 2004 greift „The Doctor“ in den Lenker einer Werks-Yamaha, was seinen Erfolgen aber keinen Abbruch tut. Von den 65 Rennen im Zeitraum 2002 bis 2005 gewinnt Rossi deren 40 und krönt sich am Saisonende jeweils zum Weltmeister.

Fotostrecke: Alle MotoGP-Bikes von Valentino Rossi

Nach zwei WM-Niederlagen 2006 und 2007 gegen Nicky Hayden (Honda) und Casey Stoner (Ducati) lässt Rossi in den Jahren 2008 und 2009 zwei weitere MotoGP-Titel mit Yamaha folgen. Dem missglückten zweijährigen Abstecher zu Ducati (2011 und 2012) folgt ab 2013 im Zuge der Rückkehr zu Yamaha die Rückkehr in die Erfolgsspur.

Einen möglichen achten WM-Titel in der Königsklasse – es wäre sein insgesamt zehnter in der Weltmeisterschaft gewesen – verpasst Rossi in der MotoGP-Saison 2015 erst beim Saisonfinale in Valencia, das infolge des berühmt-berüchtigten „Sepang Clashs“ mit Marc Marquez unter diskussionswürdigen Umständen über die Bühne geht.

Die vor wenigen Tagen mit dem Grand Prix von Katar begonnene MotoGP-Saison 2016 läutet Rossi mit Platz vier ein. Unmittelbar zuvor gibt er die Verlängerung seines Yamaha-Vertrags um zwei weitere Jahre bis einschließlich 2018 bekannt.

Neben seinen neun WM-Titeln über alle Klassen gerechnet hat Rossi im Verlauf seiner bisherigen Karriere in der Motorrad-WM unglaubliche 112 Siege, 211 Podestplätze, 92 schnellste Rennrunden und 61 Pole-Positions eingefahren.

Unabhängig davon, ob "The Doctor" weitere WM-Titel gewinnt oder nicht, die gelbe Startnummer 46 hat er längst zur Legende gemacht. Diese Legende nahm vor exakt 20 Jahren ihren Anfang. Übrigens: Heute stehen auf dem Gelände des ehemaligen Shah Alam Circuit in Malaysia statt einer Boxenanlage diverse Luxusvillen...

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Rennserien 125 GP , MotoGP
Fahrer Valentino Rossi
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