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Hans-Joachim Stuck tritt als DMSB-Präsident zurück

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Hans-Joachim Stuck tritt als DMSB-Präsident zurück
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19.02.2020, 15:21

Nach knapp acht Jahren gibt Hans-Joachim Stuck sein Amt als DMSB-Nachfolger ab - Im April soll ein Nachfolger gewählt werden

Hans-Joachim Stuck ist nicht mehr Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB). Die deutsche Motorsportlegende begründet diesen Schritt mit persönlichen Gründen. Der heute 69-Jährige war seit dem 21. April 2012 Präsident des DMSB.

"Mein Ziel war es immer, dem Motorsport nach meiner aktiven Karriere ein bisschen von dem zurückzugeben, was ich über die vielen Jahrzehnte erleben durfte. Das ist mir in vielen Bereichen gelungen. Nun möchte ich das Amt aber in andere Hände legen", sagt er.

Stucks Amtszeit prägte die 2010er-Jahre im deutschen Motorsport, in die zahlreiche Änderungen im Motorsport, aber auch im DMSB fielen. In die Amtszeit Stucks fallen zahlreiche Strukturreformen. Gremien und Ausschüsse wurden neu aufgestellt. Aktive Motorsportler sollten sich mehr beteiligen.

In Stucks Amtszeit fielen auch zahlreiche Änderungen auf der Nürburgring-Nordschleife, unter anderem nach dem tödlichen VLN-Unfall von 2015. Der Druck des Automobil-Weltverbands FIA nahm daraufhin stark zu. Das DMSB-Team setzt sich stark für den Erhalt der Streckenlizenz ein - teils unter Maßnahmen, die unter den Motorsportlern umstritten sind - etwa dem vorübergehenden Tempolimit von 2015.

Kritik gab es in seiner Amtszeit unter anderem daran, dass der DMSB sich beim Verkauf des Nürburgrings im Jahre 2014 "weggeduckt" und in Sicherheitsfragen zu sehr vor der FIA "gekuscht" habe. Der DMSB Permit Nordschleife (DPN) führte zu Lob und Kritik gleichermaßen.

Auch fühlten sich Motorrad- und Rallyesportler zum Teil als Sportler zweiter Klasse behandelt. Höhepunkt dieser Entwicklung war 2018 die Gründung eines unabhängigen Rallyeverbandes (Rallye Supercup e.V.).

Der DMSB reagierte mit Härte und drohte allen Sportlern, die an dieser nicht vom DMSB genehmigten Rallye teilnehmen würden, mit Lizenzentzug. Alle Teilnehmer wurden vom DMSB-Sportgericht zu 2.000 Euro Strafe auf Bewährung verurteilt. RSC und DMSB streiten bis heute vor Gericht.

In den vergangenen Jahren hat der DMSB zumindest versucht, die Situation etwas zu entschärfen. So wurden unter anderem eine Smartphone-App ins Leben gerufen und das Online-angebot ausgebaut.

Nach Stucks Rücktritt werden die übrigen DMSB-Präsidiumsmitglieder die Geschäfte gemeinsam führen und insbesondere die turnusgemäßen Wahlen vorbereiten. Die Jahreshauptversammlung des DMSB ist am 18. April 2020.

Mit Bildmaterial von DMSB.

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Autor Heiko Stritzke