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Nürburgring-Teams drohen mit Nordschleifen-Boykott

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Nürburgring-Teams drohen mit Nordschleifen-Boykott
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30.12.2015, 09:30

Die führenden Rennställe am Nürburgring haben sich zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen und stellen dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) ein Ultimatum.

Start: #2 Black Falcon Mercedes-Benz SLS AMG GT3: Hubert Haupt, Yelmer Buurman, Adam Christodoulou,
#30 Frikadelli Racing Team Porsche GT3 R: Klaus Abbelen, Patrick Huisman, Sabine Schmitz
Rennaction
#55 Farnbacher Racing Lexus RC-F GT3: Dominik Farnbacher, Mario Farnbacher
Rennaction im Karussell
Start der dritten Gruppe

Sollte der Verband seine unlängst verabschiedeten Neuregelungen für den Fahrbetrieb auf der Nürburgring-Nordschleife nicht mehr verändern, wollen die Teams der Interessensgemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) die Rennen an Deutschlands berühmtester Rennstrecke boykottieren.

Knackpunkt sind die Vorschläge der Fahrer-Arbeitsgruppe um Dirk Adorf, Marc Lieb, Arno Klasen, Altfrid Heger und Markus Oestreich, die zuletzt einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Sicherheit auf der Nordschleife vorgelegt hatte, den der DMSB jedoch nicht 1:1 übernommen hat.

Die neu gegründete ILN stärkt der Fahrer-AG nun den Rücken und eröffnet eine breite Front gegen den DMSB. ILN-Sprecher und Nürburgring-Spezialist Olaf Manthey erklärt: „Solange es keine Einigung über die Vorschläge der Fahrer-AG gibt, werden die Teams nicht starten.“

„Die Teams“, das sind einige der bekanntesten Namen aus der Langstrecken-Szene am Nürburgring wie Manthey Racing, Frikadelli Racing, Black Falcon, Car Collection oder Jürgen Alzen Racing. Insgesamt stellen die ILN-Rennställe laut eigener Auskunft „über 100 Rennwagen“ der Starterfelder.

Und diese Teams kündigen schon jetzt an: Sollten die Vorschläge der Fahrer-AG – konkret geht es um eine Überarbeitung der Code-60-Regelung sowie um die Entbürokratisierung der Nordschleifen-Permit (DPN) – nicht umgesetzt werden, bleiben Manthey, Frikadelli und Co. dem 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife sowie den Läufen zur VLN Langstrecken-Meisterschaft an gleicher Stelle fern.

Die Veranstalter am Nürburgring haben sich indes ebenfalls auf die Seite der Teams geschlagen. „ADAC Nordrhein und VLN haben der ILN bereits ihre Unterstützung zugesagt“, heißt es in einer Presseaussendung der neuen Interessensgemeinschaft.

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