Porsche: Müssen Frauen im Motorsport helfen, auf höchstem Level zu fahren

Porsche möchte Frauen im Motorsport die Möglichkeit geben, an der Spitze mitzuhalten - Mit Simona de Silvestro beschäftigt die Marke eine Werksfahrerin

Porsche: Müssen Frauen im Motorsport helfen, auf höchstem Level zu fahren

Viele Marken träumen davon, eines Tages eine Frau an die Spitze des Motorsports bringen zu können, doch dafür braucht es schnelle Rennfahrerinnen, die auch in großen Serien um den Sieg fahren können. Porsche möchte Frauen im Motorsport helfen, "auf höchstem Level" fahren zu können. Die Marke hat mit Simona de Silvestro eine schnelle Schweizerin in den eigenen Reihen.

Auf die Frage, wann es eine Frau an die Spitze des Rennsports schaffen werde, antwortet Carlo Wiggers, Leiter Team-Management und Business-Relations bei Porsche Motorsport: "Das ist eine Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist. Simona de Silvestro gehört zu unseren Fahrern und sie ist wie die anderen Fahrer auch eine perfekte Athletin."

Wiggers stellt klar, dass bei Porsche nicht rein das Geschlecht, sondern die Leistung die entscheidende Rolle spielt: "Wir sollten uns nicht zur Pflicht machen, einfach eine Frau ins Auto zu setzen, sondern wir müssen diesen weiblichen Athleten helfen, sodass sie auf höchsten Level mitfahren können. Das ist das, was wir versuchen, zu tun. Wir wollen die Vielfalt in unserem Werksfahrer-Programm."

Darum engagiert sich Porsche im Motorsport

Deshalb ist es laut dem Porsche-Strippenzieher nur "eine Frage der Zeit", bis eine Frau auf der gleichen Ebene Erfolge feiern wird, wie die Männer im Werksteam. Es sei für die Marke "ein Ziel", eine Frau an die Spitze des Rennsports zu befördern, was auch generell zur Einstellung von Porsche in der Motorsport-Welt passt.

Joos Sportwagentechnik, Porsche 911 GT3 R

Porsche möchte in allen Meisterschaften an der Spitze stehen

Foto: ADAC Motorsport

"Bei uns geht es darum, alles von der Rennstrecke ins Produkt mitzunehmen", so Wiggers über den Grund, warum Porsche im Rennsport sehr aktiv ist. "Das ist, worum es bei uns geht. Wir als Team sind außerdem sehr wettbewerbsfähig. Es geht um den Rennsport, die Leistung und die Gestaltung der Zukunft von Straßenautos. Natürlich geht es aber auch um unser Vermächtnis."

Porsche ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts im Motorsport aktiv und hat im Jahr 1951 erstmals als Werksteam an den 24h von Le Mans teilgenommen. Seitdem hat die Marke zahlreiche Titel nach Stuttgart gebracht. Wiggers stellt klar: "Wenn man in diesem Sport antritt, dann gibt es nur ein Ziel: den Sieg!"

Mission: Titel in der Formel E

"Wir müssen jeden Tag besser werden", fügt er hinzu. "Es geht darum, Titel, Weltmeistertitel zu holen." Mit Pascal Wehrlein und Andre Lotterer hat der Hersteller in der Formel E zwei heiße Eisen im Feuer. Die elektrische Formelserie vergibt in der Saison 2021 erstmals offiziell einen Weltmeistertitel, den sich Porsche gerne schnappen würde.

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein kämpft in der Formel E um den Titel

Foto: Porsche AG

"In der Formel E und im GT-Program geht es um Weltmeistertitel", so Wiggers. "Wir wollen immer unser Bestes geben und die Konkurrenz schlagen." Um das höchste Ziel zu erreichen, muss die Arbeit aber Schritt für Schritt gemacht werden: "In der Formel E wollen wir regelmäßig auf das Podium fahren und ein Rennen gewinnen. Wir wollen mit den besten Fahrern mithalten und um den Titel kämpfen."

Wehrlein hat beim Saisonauftakt in Riad in beiden Rennen gepunktet, Lotterer ging hingegen leer aus. Um noch einmal auf de Silvestro zurückzukommen: Die Schweizerin hat in der Saison 2021 eine große Aufgabe vor sich. Die 32-Jährige wird für das neue IndyCar-Team Paretta am Indy 500 teilnehmen. Für sie wird es bereits die sechste Teilnahme am IndyCar-Klassiker in Indianapolis.

Mit Bildmaterial von IndyCar.

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