Berg-Pokal: Kampf um die Nachfolge von Danny Krieg

In dieser Subwertung der Schweizer Bergmeisterschaft wird es 2017 einen neuen Titelträger geben. Wir nennen den Grund und die theoretischen Favoriten.

Berg-Pokal: Kampf um die Nachfolge von Danny Krieg
Peter Niederer, Patrik Nickel, Daniel Kammer, Berg-Polkal, Podium E1 2000
Lukas Naef, Suzuki Swift, RCU
Jürg Ochsner, Opel Kadett C, RCU
Giuliano Piccinato, Honda Integra, Ecurie Basilisk
Werner Rohr, Toyota Corolla AE86, Equipe Bernoise, Berg-Pokal
Denis Wolf, Renault Clio RS III, Racing Team Zäziwil, Berg-Pokal
Patrik Nickel, Opel Kadett C, Laendleracing, Berg-Pokal
Daniel Kammer, Honda Civic, Rikli Motorsport
Ralf Henggeler, Renault Clio RS III, Equipe Bernoise

Im vergangenen Jahr war der Fall klar: Danny Krieg war mit seinem bestens vorbereiteten und pilotierten Audi A4 STW quattro nicht zu schlagen. Der Schwyzer hat inzwischen in die PS-stärkste IS-Klasse gewechselt und kämpft dort mit einem Porsche GT3 um Podestplätze.

Sein Vorgänger Martin Bürki visiert nur den Slalomtitel an. Der Berner greift mit dem BMW 320i STW erst beim dritten Bergrennen in Anzère in der teilnehmerstärksten Klasse E1-2000 ins Geschehen ein. Zudem misst er sich in Oberhallau im Feld des KW-Berg-Cups mit den besten Deutschen.

In diesem für Tourenwagen bis zwei Liter, Rennsportwagen bis 1,6 Liter und die Historischen vorbehaltenen Berg-Pokal wird es also sicher einen neuen Meister geben.

Sechs Fahrer punkteten in Hemberg voll: Lukas Naef auf dem "Suzaki" (Suzuki Swift mit Kawasaki-Motor) in der E1-1400, Jürg Ochnser (Opel Kadett) in der IS-2000, Giuliano Piccinato (Honda Integra) in der SS-2000, Werner Rohr (Toyota Corolla) in der IS-1600 und Denis Wolf im Renault Clio Classic Cup, der als ebenfalls dazu zählt.

Da der Vorarlberger Patrik Nickel mit seinem Monster-Kadett als ausländischer Lizenznehmer nicht gewertet wird, erhält Peter Niederer als Zweiter in der E1-2000 die vollen 20 Punkte. Für den schnellen Carbon-Spezialisten aus Güttingen ist dies das erste Top-Resultat, seit er seinen Opel Kadett C mit einem sequenziellen Getriebe ausgerüstet hat. 

 

Daniel Kammer überstand im Training einen Dreher nach einem Fahrfehler mit nur leichtem Blechschaden an seinem Honda Civic. Anderntags fuhr er mit nur 15 Hundertstel Rückstand auf Niederer auf den dritten Platz der Klasse.

Die Rückkehr von Giuliano Piccinato und zwei seiner Kunden in die SuperSerie sorgte nach langer Zeit wieder für eine volle Zweiliterklasse. Der Bättwiler Garagist belegte schon 2015 den zweiten Gesamtrang hinter Bürki.

In den anderen Klassen nehmen sich die besten Fahrer wohl wieder gegenseitig die Punkte weg. Etwa in der E1-1400 (Naef, Buchser, Bächler), IS-1600 (Rohr, Burri, Lanz) und IS-2000 (Ochsner, Frey, Santonastaso, Vallat).

Manuel Santonastaso trat im Hemberg erstmals mit dem vom Deutschen Marco Fink erstandenen BMW 320si (ex WTCC) an. Trotz eines Verbremsers mit leichtem Frontschaden wurde er Vierter in der E1-2000. Da der Thurgauer im Slalom mit dem älteren 320i E21 keine Medaillenchance mehr sieht, zog er den Start mit dem neuen Wagen in Hemberg vor.

Auch bei den Clios gab es mit Ralph Henggeler und Daniel Borer bei den vorherigen Rennen auf der Rundstrecke und bei Slaloms bereits zwei weitere Sieger.

So scheint klar: Wenn Giuliano Piccinato die Saison durchzieht, ist er unser Favorit. Nach dem Abgang von Marcel Muzzarelli hat der frühere Serienwagenmeister in der SuperSerie bis 2000 im Moment keinen ebenbürtigen Gegner. Am Ende ist dies auch sein Verdienst. Siehe Martin Bürki in der Slalom-Meisterschaft.

 

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