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Berguerand triumphiert trotz Chaos und Drama

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Berguerand triumphiert trotz Chaos und Drama
Autor:
, Motorsport.com Switzerland
Übersetzung: Michael Bieri, Motorsport.com Switzerland
01.08.2019, 17:14

Eric Berguerand holte sich in Ayent-Anzère den vierten Sieg im vierten Rennen und baute damit seinen Vorsprung in der Meisterschaft weiter aus. Das Rennen war geprägt von Regen und etlichen Unfällen – unter anderem dem von Erics Vater Louis Berguerand, der sich dabei eine Armverletzung zuzog.

Das Rennen im Kanton Wallis versprach im Vorfeld einiges an Spannung, denn mit der Rückkehr von Joël Volluz in die Schweizer Meisterschaft sollte aus dem Duell an der Spitze zwischen Eric Berguerand und Marcel Steiner, das die ersten drei Meisterschaftsläufe geprägt hatte, ein Dreikampf werden.

Die Angelegenheit wurde allerdings durch die Wetterbedingungen deutlich erschwert. Kurz vor dem Beginn der Veranstaltung wütete ein heftiger Sturm über dem Fahrerlager. Am Sonntagmorgen verhinderten starker Regen und vor allem der dichte Nebel, dass die Konkurrent zur geplanten Zeit losfahren konnten. Als das Rennen schlussendlich gestartet wurde, musste es wegen Unfällen mehrfach unterbrochen werden, ehe die Veranstalter den ersten Durchgang abbrachen und annullierten.

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Zu den ersten Opfern in Ayent-Anzère gehörte Thomas Zürcher, der an diesem Wochenende erstmals mit dem neuen, von LMR vorbereiteten Abarth-Turbomotor ausrückte, bei seinem Unfall den Tatuus Formel 4 allerdings massiv beschädigte.

Marcel Steiner (Équipe Bernoise) setzte sich schliesslich nach dem ersten gezeiteten Durchgang mit einer Zeit von 1'43''687 vorübergehend an die Spitze, mit lediglich 16 Hundertsteln Vorsprung auf Berguerand, während Volluz einen starken Einstand lieferte und mit 2,5 Sekunden Rückstand im Rennen um den Sieg blieb.

Louis et Eric Berguerand

Louis et Eric Berguerand

Photo de: RK Photography

Die Atmosphäre war angespannt, als das Spitzentrio den zweiten Durchgang, der entscheidend sein sollte, in Angriff nahm. Die Situation verschärfte sich, als Louis Berguerand – mit 81 Jahren der älteste Teilnehmer im Feld – von der Strecke abkam. Der Vater von Eric zog sich dabei einen offenen Armbruch zu.

Unter diesen Umständen war die Leistung von Eric Berguerand umso bemerkenswerter. Der Walliser brannte eine unfassbare Zeit von 1'38''329 in den Asphalt und holte sich so den Sieg mit einem Vorsprung von fast fünf Sekunden auf Steiner, der seine Zeit aus dem ersten Durchgang lediglich um zwei Zehntel verbessern konnte. Joël Volluz seinerseits verpasste den zweiten Platz nur um etwas mehr als eine Zehntel, kann allerdings mit dem Podestplatz bei seiner Rückkehr in die Meisterschaft durchaus zufrieden sein.

Roger Schnellmann, Mitsubishi Evo 8, RCU

Roger Schnellmann, Mitsubishi Evo 8, RCU

Photo de: Denise Steinmann_myphoto.ch

Der vierte Platz in der Gesamtwertung wurde für einmal nicht von einem F3000-Piloten belegt. Mit einer Gesamtzeit von 3'36''434 verpasste Roger Schnellmann mit seinem Mitsubishi Evo 8 das Podest nur knapp, war aber schnellster Pilot mit Dach über dem Kopf, nachdem sein Konkurrent Ronnie Bratschi (ebenfalls Mitsubishi) aufgeben musste.

Thomas Amweg klassierte sich mit seinem Lola F3000 auf Rang fünf vor Robin Faustini und Simon Hugentobler, zwei weiteren Konkurrenten derselben Kategorie.

Auf der achten Position finden wir mit Frédéric Neff im Porsche 996 GT3 R einen weiteren Rückkehrer in die Schweizer Meisterschaft, während Michel Zemp (Norma M20FC) und Henri Schmidt (Formel Renault 2.0) die Top 10 komplettierten.

Andy Feigenwinter konnte mit seinem Lotus Exige 430 Cup die Tourenwagenkategorie für sich entscheiden, während Henri Schmidt im Tatuus FM die Favoriten der Zwei-Liter-Kategorie überraschte. Martin Bürki setzte sich am Steuer seines traditionellen VW Polo einmal mehr in der Klasse E1-1600 cm3  durch. Philip Egli, der zweite Slalom-Spezialist im Feld, ging nur beim ersten Durchgang an den Start, ehe er aufgrund der Wetterbedingungen für den Rest der Veranstaltung Forfait erklärte.

Rico Thomann schlussendlich gewann die Junioren-Kategorie, während Philipp Krebs den Renault Classic Cup dominierte.

Die Teilnehmer der Schweizer Bergmeisterschaft treffen sich am 17. und 18. August beim Rennen St. Ursanne-Les Rangiers, das den Start der zweiten Saisonhälfte markiert.

 
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