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Es wird spannend im Schweizer Berg-Pokal

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Es wird spannend im Schweizer Berg-Pokal
Autor:
, Motorsport.com Switzerland
03.09.2017, 20:27

Zwei Rennen vor Schluss spitzt sich die Lage an der Tabellenspitze der Meisterschaft für die kleineren Tourenwagen, Rennsportwagen und die Historischen zu. Die Entscheidung wird beim Finale fallen.

Jürg Ochsner, Opel Kadett C, RCU
Jürg Ochsner, Opel Kadett C, RCU
Jürg Ochsner, RCU
Stephan Burri, VW Polo, Autersa Racing
Giuliano Piccinato, Honda Integra, Ecurie Basilisk
Marc Buchser, VW Polo, Equipe Bernoise
Stefan Schöpfer, Audi 50, MST Zentralschweiz
Joel Werthmüller, Peugeot 106 GTi, MB Motorsport
Daniel Wittwer, VW Golf, Autersa Racing
Christoph Mattmüller, VW Scirocco, Equipe Bernoise
Alain Pfefferlé, Porsche 935 Turbo
Alain Pfefferlé, Porsche 935 Turbo
Josef Koch, Opel Kadett C, MST Zentralschweiz
René Tschirky, Opel Kadett C, MB Motorsport
Philip Niederberger, Opel Kadett C City, W.M. Racing Car
Martin Bürki, BMW 318 STW, MB Motorsport
Lukas Naef, Suzuki Swift, RCU
Kai Neu, Ford Focus ST170
Joel Burgermeister, TracKing RC01, RCU
Dani Fauler, TracKing RC01, Autersa Racing Team
Denis Thievent, Citroën Saxo, Rennen, Ecurie des Ordons
Philipp Krebs, Renault Clio RS II, Equipe Bernoise

In dem nach Hubraumklassen abgerechneten Berg-Pokal gibt es mittlerweile ein halbes Dutzend Titelfavoriten. Der neue Meister und Nachfolger von Danny Krieg wird daher bestimmt erst am 17. September in Paccots ermittelt.

Eine gewisse Nervosität ist Jürg Ochsner langsam anzumerken. Der Oberhallauer hielt dem Druck beim Heimrennen allerdings stand und gewann – wenn auch nicht mit Superzeiten – die Klasse InterSwiss (IS) bis 2000. Diesmal vor dem erstarkten René Tschirky in einem weiteren Opel Kadett C GT/E und Philip Niederberger im Kadett C City. 

Nach dem dritten vollen Klassensieg führt Ochsner nun den Berg-Pokal und die interne IS-Trophy an. Wie von uns prophezeit, verlor der in der SuperSerie bis 2000 noch ungeschlagene Giuliano Piccinato nach dem Bergrennen Oberhallau die Tabellenführung, weil er wie schon in St-Ursanne einen Gegner zu wenig hatte und daher nur 10 statt 20 Punkte erhielt.

Auch den Vormarsch der schnellsten Clio-Piloten aus dem Renault Classic Cup haben wir vorausgesagt. Sie belegen nach fünf der sieben Bergrennen die Ränge 2 (der nun dreifache Saisonsieger Philip Krebs), 3 (Cupleader Denis Wolf) und 6 (Ralf Henggeler). 

 

Stephan Burri liegt ex-aequo mit Wolf an dritter Stelle. Der Polo-Pilot musste in der IS-1600 die zweite Niederlage gegen den im optimierten VW Scirocco stark auftretenden Christoph Mattmüller einstecken. Beide waren sogar schneller als Zweilitersieger Ochsner.

Am Gurnigel werden Burri und Mattmüller von Streckenrekordhalter Martin Bürki geprüft – das wird hart und kann dem Sieger aus der Renault-Klasse in die Hände spielen. Ochsner, Krebs und Burri/Wolf trennen brutto und nach Abzug des Streichresultats bloss 5 Punkte. Da Mattmüller trotz der Absenz in Hemberg schon Siebter ist, kann auch er noch Meister werden. 

Manuel Santonastaso kehrte nach dem Sieg in St-Ursanne im alten BMW 320 E21 in den neueren E46 WTCC zurück. Dessen Elektronikprobleme traten aber wieder auf und liessen in der IS-2000 (nur P6) keine Topzeiten zu. Schnellster Schweizer Zweiliterpilot war Martin Bürki, der mit dem BMW 320 STW im KW-Berg-Cup der Deutschen fuhr.

Nur Björn Wiebe war mit einem Renault Laguna BTCC in der Addition noch um neun Hundertstel schneller als der erste Berg-Pokalsieger von 2014 und 2015. Der Deutsche bezahlte diesen Sieg unter dem Druck von Bürki und Dirk Preisser (alle in 0,18 Sekunden!) mit einem Unfall im dritten Lauf. Kurz danach verunglückte Martin Wittwer im E1-Peugeot an dieser Passage tödlich... 

 

In der IS-1400 gewann Stefan Schöpfer (Audi 50) das Duell mit Hansueli Mathys (Fiat Uno) erneut klar. Quasi zwei Sieger gab es in der E1-1400. In neuer Klassenrekordzeit schien Marc Buchser (VW Polo) den Führenden Lukas Naef (Suzuki Swift mit Kawasaki-Motor) nach dem dritten Lauf von der Spitze verdrängt zu haben. Nach dem Rennabbruch kamen aber nur die zwei ersten Zeiten aller E1-Konkurrenten in die Wertung – und so blieb Naef vorne...

Bei den E1-1600ern war der Deutsche Florian Arlt im VW Lupo klar der Schnellste. In Abwesenheit der bisherigen Sieger Beat Oertig (Hemberg und Reitnau), Olivier Jeanneret (Anzère) und Sylvain Chariatte (St-Ursanne) gewann Joël Werthmüller im Peugeor 106 erstmals die Schweizer Wertung.

Bei den E1-Zweilitern lag Daniel Wittwer vor dem Start zu dem wegen des Unfalls seines Bruders abgebrochenen dritten Lauf an der Spitze. Dahinter folgten Peter Niederer im Opel Kadett und Reto Steiner im Ford Escort RS2000 mit Mondeo-V6-Motor. 

Nachdem Joel Burgermeister zuletzt im Jura drei ebenbürtige Gegner in der Klasse der TracKing-Prototypen (E2-Silhouette) bezwungen hatte, liess er seinem einzigen Konkurrenten Dani Fauler nicht den Hauch einer Chance. Schade, dass die Topleistungen des jungen Thurgauers so selten mit vollen Punkten belohnt werden.

Dafür gab es diese, zum zweiten Mal nach Anzère, für die Gruppe mit sechs historischen Fahrzeugen. Mit seinen Zeiten im 40-jährigen Porsche 935 Turbo hätte Alain Pfefferlé in der Gruppe IS (wo er bis 2016 startete) den zweiten Platz belegt. Mit dem je nach Ladedruck über 750 PS starken Boliden war der Walliser dreimal Bergcupsieger von 1999 bis 2001...

InterSwiss Trophy - standings after 9 rounds

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