Reitnau: Es wird wohl einen neuen Meister geben

Schon nach zwei Schweizer Bergrennen steht so gut wie fest, dass Reto Meisel seinen Titel aus eigener Kraft nicht mehr erfolgreich verteidigen kann. Favorit ist Frédéric Neff, Romeo Nüssli siegte erstmals in der E1.

Reitnau: Es wird wohl einen neuen Meister geben
Frédéric Neff, Porsche 996 Cup, All-In Racing Team
Frédéric Neff, Porsche 996 Cup, All-In Racing Team
Bruno Sawatzki, Porsche 911 GT3, ACFL
Romeo Nüssli, Ford Escort Cosworth, ACS
Romeo Nüssli, ACS, Sieger Gruppe E1
Reto Meisel, Mercedes SLK340, Meisel Motorsport
Roger Schnellmann, Mitsubishi Lancer Evo VIII J-SPEC, Schnellmann Racing
Roger Schnellmann, Mitsubishi Lancer Evo VIII J-SPEC, Schnellmann Racing
Robert Wicki, Mitsubishi Lancer Evo VI RS2, Equipe Bernoise
Chris Steiner, Porsche 911 Turbo, ACS
Chris Steiner, Porsche 911 Turbo, ACS, crash
Bruno Ianniello, Lancia Delta S4, Ecurie Basilisk

Der schwere Unfall von Chris Steiner mit seinem Porsche 911 Turbo zu Beginn des zweiten Rennlaufs überschattete das Renngeschehen in Reitnau. Der 33-jährige Fahrer aus der Gruppe SuperSerie Competition wurde mit Brüchen an beiden Beinen ins Spital geflogen und noch am Abend eines erstes Mal operiert.

Steiner lag nach dem Gruppensieg in Hemberg an zweiter Stelle der Schweizer Bergmeisterschaft der Tourenwagen. Der Garagier (Conceptcars) und KTM-Importeur aus Altendorf SZ wollte im trockenen zweiten Lauf den geringen Rückstand auf Robert Wicki, der mit dem Allrad-Mitsubishi im feuchten ersten Lauf um 0,24 s vor ihm lag, wettmachen. 

Aus Zeitgründen musste das 52. ACS-Bergrennen von Reitnau danach abgebrochen worden. So zählt für alle Teilnehmer nur der erste Rennlauf, bei dem nicht alle Tourenwagenfahrer die gleichen Bedingungen vorfanden. Nur die als letzte vor den Rennsportwagen gestartete Gruppe InterSwiss konnte nach dem Regen vom Vormittag auf absolut trockener Strecke fahren.

Daher kam der Gesamtsieger der Tourenwagen aus der Gruppe IS, wo sich wie in Hemberg vier Porsche-Piloten einen tollen Kampf lieferten. Und wiederum hiess der Sieger Frédéric Neff vor Bruno Sawatzki und Danny Krieg. Der SM-Zweite von 2016 verbesserte abermals den IS-Rekord und ist nun auf gutem Weg zum ersten Meistertitel. 

 

Dieser ist für Reto Meisel in praktisch unerreichbare Ferne gerückt. Wie in Hemberg spielte das komplexe elektronische Gaspedal in seinem Mercedes SLK340 verrückt. Der Judd-V8-Rennmotor lief kurz im Notprogramm und musste per Re-Set neu gestartet werden. Bei nur einem Rennlauf ergab dies Platz 132 im Gesamtklassement und wiederum keine zählbaren Punkte.

Somit war der Weg frei für einen neuen Sieger. Nach dem Tagessieg bei ähnlichen Wetterverhältnissen 2016 in Mickhausen (D) und dem Tourenwagensieg im Mai 2017 in Eschdorf (L) gewann Romeo Nüssli mit seinem Ford Escort Cosworth endlich auch in der Schweiz einmal nicht nur seine Klasse, sondern die komplette Gruppe E1. 

Sein Vorsprung betrug nur eine Hundertstelsekunde auf Hemberg-Sieger Roger Schnellmann im Mitsubishi Evo. Beide starteten mit Regenreifen. Dass es mit Slicks schneller gegangen wäre, bewies Bruno Ianniello. Der fünffache Bergmeister realisierte im Lancia Delta S4 mit 0,11 s Rückstand auf Nüssli die drittschnellste Zeit und gewann die E1-Klasse bis 3500.

Egal ob es halbe oder volle Punkte geben wird: In der Meisterschaft führt Frédéric Neff vor den punktgleichen Nüssli und Schnellmann. Auch Chris Steiner wäre noch Zweiter, der nun jedoch andere Sorgen hat. Motorsport.com Schweiz wünscht ihm gute Genesung! 

Bergrennen Reitnau - Scratch (Gesamtklassement) 

Swill Hillclimb Championship (Touring Cars) - standings after 2 rounds

geteilte inhalte
kommentare
Bergrennen Reitnau: Eric Berguerand zeigt sich in alter Stärke

Vorheriger Artikel

Bergrennen Reitnau: Eric Berguerand zeigt sich in alter Stärke

Nächster Artikel

Nur halbe Punkte für die Bergmeisterschaft

Nur halbe Punkte für die Bergmeisterschaft
Kommentare laden