Robin Faustini: “Eine Frechheit, wie die Jury gehandelt hat“

Der junge Formel-3000-Pilot verzichtete beim Bergrennen in Les Paccots aus Sicherheitsgründen auf den ersten Rennlauf. Daraufhin haben ihn die Sportkommissare disqualifiziert. "Wir verstehen das nicht...“

Robin Faustini: “Eine Frechheit, wie die Jury gehandelt hat“
Robin Faustini, ACS
Robin Faustini, Reynard 92D-Cosworth, ACS
Robin Faustini, Reynard 92D-Cosworth, ACS
Robin Faustini, Reynard 92D-Cosworth, ACS, Cockpit
Robin Faustini, Reynard 92D-Cosworth, ACS
Robin Faustini, Reynard 92D-Cosworth, ACS
Robin Faustini, Reynard 92D-Cosworth, ACS
Robin Faustini, Reynard 92D-Cosworth, ACS
Robin Faustini, Reynard 92D Cosworth
Robin Faustini, Reynard 92D-Cosworth, ACS
Robin Faustini, Reynard 92D Cosworth
Robin Faustini, Reynard 92D Cosworth
Robin Faustini, Reynard 92D-Cosworth, ACS
Simon Hugentobler und Robin Faustini
Simon Hugentobler, Reynard 97D-Mugen, ACS
Simon Hugentobler, Reynard 97D-Mugen, ACS
Joël Grand, Tatuus-Honda FM, Bossy Racing
Joël Grand, Tatuus-Honda FM, Bossy Racing
Joël Grand, Tatuus-Honda FM, Bossy Racing

Offenbar haben einige Leute nichts aus den schlimmen Vorfällen bei der diesjährigen Schweizer Bergmeisterschaft gelernt...

Als im Feld der Rennsportwagen leichter Regen einsetzte, standen vier der fünf Formel-3000-Piloten mit Regenreifen in Châtel-St-Denis am Start. Zeit zum Reifenwechsel gab es keine mehr. Simon Hugentobler schien diese Situation für seinen talentierten, aber bei solchen Verhältnissen noch unerfahrenen Sohn Robin Faustini zu riskant. 

Der Junior gehorchte und liess den Reynard 92D vom Startplatz wegschieben. Sein Vater rutschte wie Eric Berguerand und Joel Roussel mit profillosen Reifen im Regen den Berg hoch. Alle kamen mit teilweise grossem Abstand auf die Spitze unversehrt ins Ziel. 

"Klar, wir haben den Reifenpoker verloren. Der Start hätte mir wirklich nichts gebracht“, fand sich der 19-Jährige mit dem Verzicht auf den ersten Rennlauf ab. Kein Verständnis hatten Hugentobler und Faustini aber, dass man ihn später deswegen disqualifizierte, weil laut Reglement alle Läufe bestritten werden müssen. 

 

"Es ist eine Frechheit. Warum tut man einem jungen Fahrer wie mir so etwas zuleide? Wir gaben uns alle Mühe, den Sportkommissaren beizubringen, wie gefährlich es mit einem fast 500 PS starken Rennwagen im Regen sei. Schade, dass sie nicht den gesunden Menschenverstand walten liessen“, bedauert der Betroffene. 

Hätte Faustini gleich in der ersten Kurve aufgegeben (und damit einen Stopp des Rennens provoziert), wäre es für die Jury offenbar in Ordnung gewesen. "Mein Vater hat dafür gesorgt, dass bei einigen Bergrennen bis zu drei Reynard F3000 am Start stehen. Schade, dass man uns dann so behandelt.“ Das Familienteam zog die Konsequenzen und reiste vor dem zweiten Rennlauf nach Hause. 

 

Faustini bedauert nicht nur das sture Verhalten der Jury, sondern auch seine verpasste Chance. "Ich war im Training mit Regenreifen super unterwegs. Ich bin nun parat, so ein Auto immer schnell zu bewegen, was meine Zeiten bewiesen. Ich war sehr motiviert.“ 

Diese Motivation bewahrt er nun für seinen letzten diesjährigen Einsatz. Beim Int. ADAC-Bergrennen Mickhausen (südlich von Augsburg) wird Robin am Wochenende vom 1. Oktober mit dem Tatuus-Honda von Bossy Racing starten – also mit dem Siegerauto vom Schweizer Saisonfinale in Händen von Joël Grand!

Bei Testfahrten auf dem Anneau du Rhin überzeugte er Roland Bossy auf Anhieb. Daher gibt ihm der Jurassier nun diese Chance, die Faustini zum Saisonschluss nutzen will. 

"Dieser Rennwagen taugt mir, damit kann man im Vergleich zum Formel 3000 spielerisch umgehen. Ich freue mich auf diesen Start unter der Betreuung von Roland Bossy, der immense Erfahrung hat. Ich rechne mir durchaus Chancen auf einen Podestplatz in der Zweiliterklasse aus.“

Bei schwierigen Verhältnissen aufgrund der Jahreszeit liegt trotz der Konkurrenz durch einige grosse Rennsportwagen auch im Gesamtklassement eine Top-Platzierung drin. Als Tagessieger von Les Paccots hat dies Joël Grand ja bewiesen...

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