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St-Ursanne: Die Karten im Berg-Pokal werden neu gemischt

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St-Ursanne: Die Karten im Berg-Pokal werden neu gemischt
Autor:
, Motorsport.com Switzerland
24.08.2017, 20:08

Leader Giuliano Piccinato hatte bereits einen Gegner zu wenig, was auch in Oberhallau der Fall sein wird. Nun rücken ihm die besten Fahrer aus der Interswiss und dem Renault Cup auf die Pelle.

Manuel Santonastaso und Ruedi Fuhrer
Manuel Santonastaso, BMW 320 E21, RCU
Vanessa Zenklusen, Subaru Impreza Type R JM, RCU
Josef Koch und Roman Marty
Josef Koch, Opel Kadett C, MST Zentralschweiz
Christoph Mattmüller, VW Scirocco, Equipe Bernoise
Sylvain Chariatte, VW Golf 1600, Ecurie des Ordons
Ruedi Fuhrer, Honda CRX F20, MB Motorsport, Equipe Bernoise
Joel Burgermeister, TracKing RC01, RCU
Sergio Pinto, Honda Civic Type R, Chablais Racing Team
Werner Rohr, Toyota Corolla AE86, Equipe Bernoise
Thomas Frei, Opel Kadett C, ACFL
Stephan Burri, VW Polo, Autersa Racing
Philip Niederberger, Opel Kadett C City, W.M. Racing Team
Patrick Vallat, VW Golf 16V, Ecurie des Ordons, Berg-Pokal
Olivier Jeanneret, VW Golf 1600, ACS
Jürg Ochsner, Opel Kadett C, RCU
Jeremy Noirat, TracKing RC01, Ecurie des Ordons
Giuliano Piccinato, Honda Integra, Ecurie Basilisk
Daniel Wittwer, VW Golf, Autersa Racing
Roman Marty, Opel Kadett C, W.M. Racing Car

Weil Oski Kuhn aus gesundheitlichen Gründen eine Pause einlegen muss, hatte Giuliano Piccinato beim Bergrennen St-Ursanne–Les Rangiers in der SuperSerie bis zwei Liter plötzlich einen Gegner zu wenig. So wurde sein klarer Klassensieg im Honda Integra, zum vierten Mal vor seinem Markenkollegen Andy Krähenbühl, nur mit halben Punkten belohnt.

Der Garagier aus Bättwil SO bleibt zwar an der Tabellenspitze, wird diese aber schon am nächsten Sonntag nach dem Bergrennen Oberhallau abgeben müssen. Mit nur 2,5 Punkten Rückstand liegt das Trio Stephan Burri (VW Polo), Jürg Ochsner (Opel Kadett) und Denis Wolf (Renault Clio) an zweiter Stelle des Zwischenklassements. 

 

Weitere drei Punkte zurück lauert Philip Krebs (Clio), und mit Ralf Henggeler folgt bereits der dritte Pilot aus dem Renault Classic Cup an sechster Position. Einer oder zwei aus diesem Quintett wird in Oberhallau voll punkten und die Meisterschaftsführung übernehmen. 

Stephan Burri belegte in der Gruppe Interswiss (IS) bis 1600 den zweiten Platz hinter dem erstaunlichen Christoph Mattmüller mit dem für 2017 optimierten VW Scirocco. Nach dem ersten Lauf führte noch der in St-Ursanne immer starke Werner Rohr mit nur 16 Hundertsteln Vorsprung auf Mattmüller.

Ein spannendes Duell mit Folgen, denn im zweiten Durchgang flog Rohr mit seinem Toyota Corolla AE86 in der Waldpartie über die Leitplanken. Der Aargauer zog sich zum Glück nur Prellungen zu, die Saison ist für den Klassensieger von Hemberg und Reitnau jedoch beendet.

Dasselbe gilt für Jonas Magnin, der seinen Honda Civic FD2000 kurz nach dem ersten Start an der Leitplanke rund um die Garage zerstörte. Seit Montag steht das frühere ETCC-Super-2000-Auto, mit dem der Freiburger in Anzère den zweiten Rang 1 in der E1 bis 2000 belegte, bei Rikli Motorsport in Wangen an der Aare zur Reparatur. Vielleicht reicht die Zeit, damit Magnin beim Heimrennen am 16./17. September in Châtel-St-Denis wieder starten kann. 

Den Klassensieg in der E1-2000 eroberte der Luxemburger Canio Marchione auf einem infernalischen und optimal pilotierten VW Scirocco. Als Zweiter war, wie zuletzt 2014 mit derselben Startnummer, der Brienzer Ruedi Fuhrer mit seinem Honda CRX F20 (fast originaler Serienmotor aus dem Honda S2000) der schnellste Schweizer mit einem Zweiliter-Tourenwagen.

Trotz seiner bekannt spektakulären Fahrweise war Daniel Wittwer mit dem auf dieser Strecke aerodynamisch benachteiligten VW Golf 1 16V gegen Fuhrer chancenlos. Ein ähnliches Handikap hatte Lokalmatador Patrick Vallat mit dem VW Golf 2 16V bei den IS-Zweilitern. So musste sich der Jurassier mit P2 hinter dem überragenden Manuel Santonastaso begnügen.

"Santi“ verblüffte bei seinem ersten Start in St-Ursanne, wo er wegen eines Elektronikproblems am neueren BMW 320 E46 WTCC auf den alten 320 E21 zurückgriff. "Ich bin selbst überrascht. Die erste Zeit bei der Laufwiederholung ist der Hammer. Ich habe mich jedoch auch sehr gut auf diese ultraschnelle Strecke vorbereitet.“ 

Neuland war der 5,18 km lange Parcours von St-Ursanne nach Les Rangiers auch für Jürg Ochsner aus Oberhallau, der mit seinem Opel Kadett C GT/E 16V den vierten Platz hinter dem ebenfalls erstaunlich starken Philip Niederberger im raren Kadett C City belegte.

"Ich fuhr noch nie auf einer solch schnellen Strecke und greife erst beim meinem Heimrennen am nächsten Wochenende wieder an“, gab sich Ochsner damit zufrieden. Der Schaffhauser hat sowohl im Berg-Pokal wie in der Interswiss-Trophy, die er knapp vor Burri anführt, Chancen auf den Titel oder zumindest eine Platzierung auf dem Schlusspodium.

Für Thomas Frei, der mit seinem Kadett C GT/E 8V beim Slalom Frauenfeld und in Hemberg siegte, ist die Saison nach einem kapitalen Motorschaden im dritten Trainingslauf wie für seinen IS-Kollegen Werner Rohr vorbei. 

 

In der E1-1600 gewann Sylvain Chariatte das Prestigeduell mit Olivier Jeanneret (beide VW Golf 1 16V) dank eines starken zweiten Laufs klar. Bei den 1400ern hatten Stefan Schöpfer (IS) und Christoph Rohr (E1) mit ihren Audi 50 nur je einen deutlich schwächeren Gegner.

Die in einer eigenen Klasse E2-Silhouette ebenfalls zum Berg-Pokal zählenden TracKing mit 1000er-Motorradmotoren hatten erstmals eine volle Klasse. Wie in Hemberg und Reitnau siegte Joel Burgermeister, diesmal vor drei Gegnern. Mit Zeiten von 2:07,5 und 2:08 – und dies mit nur 160 PS (aber nur 500 kg Fahrzeuggewicht) – liess der Thurgauer dem Einheimischen Jeremy Noirat (zwei Zeiten in 2:10) keine Chance. Respektabel... 

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