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St-Ursanne: Reto Meisel ist noch lange nicht am Limit

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St-Ursanne: Reto Meisel ist noch lange nicht am Limit
Autor:
, Motorsport.com Switzerland
23.08.2017, 15:05

Beim EM- und SM-Lauf im Jura war der Schweizer Meister mit seinen zwei Rekordfahrten der hervorragende Mann bei den Tourenwagen. Frédéric Neff machte einen weiteren Schritt Richtung Titel.

Reto Meisel, Mercedes SLK 340, Meisel Motorsport
Reto Meisel, Mercedes SLK 340, Meisel Motorsport
Reto Meisel, Meisel Motorsport
Roger Schnellmann, Mitsubishi Lancer Evo VIII J-SPEC, Schnellmann Racing
Roger Schnellmann, Mitsubishi Lancer Evo VIII J-SPEC, Schnellmann Racing
Roger Schnellmann, Mitsubishi Lancer Evo VIII J-SPEC, Schnellmann Racing
Roger Schnellmann, Mitsubishi Lancer Evo VIII J-SPEC, Schnellmann Racing
Nicolas Werver, Porsche 997 GT2, Werver Competition
Vanessa Zenklusen, Subaru Impreza Type R JM, RCU
Simon Wüthrich, VW Golf, Equipe Bernoise
Sergio Pinto, Honda Civic Type R, Chablais Racing Team
Romeo Nüssli, Ford Escort Cosworth, ACS
Roman Marty, Opel Kadett C, W.M. Racing Car
Michel Zemp, Seat Leon TCR, Equipe Bernoise
Martin Oliver Bürki, BMW M3 E33, Autersa Racing
Liridon Kalenderi, Mitsubishi Evo IX, Ak Prizreni Dg-Fask
Josef Koch, Opel Kadett C, MST Zentralschweiz
Joe Halter, Mitsubishi Lancer Evo VII, Racing Club Airbag

Endlich erlebte Reto Meisel in diesem Jahr ein ziemlich problemfreies Rennen. So konnte der Aargauer das Potenzial des Mercedes SLK 340 mit Judd-LMP2-Motor ausspielen.

"Es geht noch schneller", meinte der nach drei Ausfällen in der Meisterschaft chancenlos gewordene Titelverteidiger nach seiner Rekordfahrt im ersten Lauf. Die Uhr stoppte zwar bei fantastischen 1:57,875, was aber nur 2,2 Sekunden schneller war als 2016.

"Im Wald traute ich mich noch nicht so schnell zu fahren, wie es das Auto zuliesse. Es liegt wie auf Schienen, aber ich habe den Grenzbereich noch nicht im Griff. Zudem habe ich vier Rennen alte Reifen verwendet." 

Geschichte schrieb Meisel nicht nur, indem er auf der 5,18 km langen Strecke als erster Tourenwagenpilot Zeiten unter zwei Minuten realisierte. Im Gesamtklassement hievte er sich mit seinem Eigenbau auf den zehnten Gesamtrang inmitten der Rennsportwagen. In der Schweizer Wertung ergab dies sogar den dritten Rang hinter Marcel Steiner und Simon Hugentobler!

Zweitschnellster Pilot mit einem Fahrzeug mit Dach war der schnelle Tscheche Dan Michl im Lotus Elise, einem in der Gruppe E2-Silhouette eingeteilten Sportwagen mit einem aus zwei Hayabusa-Motorradmotoren gekoppelten Triebwerk. Mit 2:00,548 blieb Michl nur knapp über zwei Minuten.
Zweitbester in der Gruppe E1 hinter Reto Meisel war Roger Schnellmann im Mitsubishi Evo VIII.

Sein Ziel, den ebenfalls schnellen Franzosen Nicolas Werver im neuen Porsche 997 GT2 hinter sich zu lassen, hat er damit erreicht. Zudem wahrt er seine Chancen auf einen Podestplatz in der Schweizer Meisterschaft 2017. 

 

Erster Titelanwärter bleibt Frédéric Neff aus Moutier. Bei seinem Heimrennen feierte Neff den vierten Saisonsieg in der Gruppe Interswiss, wobei er mit seinem 500-PS-Porsche diesmal keinen ebenbürtigen Gegner wie bei den bisherigen Rennen (Krieg, Sawatzki und Jenni waren mit ihren GT3 nicht am Start) zu bekämpfen hatte.

Allerdings kam ihm Josef Koch im Opel Kadett 16V aus der Klasse IS-3000 mit nur 1,3 Sekunden Rückstand in der Addition der beiden Laufzeiten ziemlich nahe. Nachdem Koch bisher nicht sehr motiviert war, zeigte der Luzerner auf dieser schnellen Strecke seine altbekannten Qualitäten. Sein Markenkollege Roman Marty, der die ersten drei Rennen gewonnen hat, fehlte hier nach sieben Jahren Abwesenheit die Routine und blieb im schnelleren ersten Lauf trotzdem nur um sieben Zehntel hinter Kochs Bestzeit zurück. 

 

In der E1-3000 war Martin Oliver Bürki im BMW M3 wie schon in Anzère der Schnellste. Wie im Wallis, wo er nach dem Ausfall von Meisel den Klassensieg in der E1-3500 eroberte, bot auch Michel Zemp im originalen Seat Leon TCR eine Topleistung. Immerhin liess er als Zweiter den stärker motorisierten VW Golf Turbo 4x4 von Simon Wüthrich hinter sich. 

In der IS-3500 feierte Vanessa Zenklusen in ihrem Subaru Impreza Type R einen schönen Klassensieg. Andi Würgler brachte es hier fertig, seinen Mitsubishi Lancer im Training (Einschlag in die Leitplanken mit Slicks) und im Rennen (Überschlag mit Strassenreifen) schwer zu beschädigen! 

Dritter in der Meisterschaft bleibt Joe Halter, der mit seinem Mitsubishi die volle Gruppe ISN gewann. Von den beiden Piloten aus der separaten Gruppe N war nur der Kosovare Liridon Kalendri schneller und der Tscheche Tomas Varvrinec ­(beide im neueren Evo IX) klar langsamer.

Nach dem Ausfall von Lukas Vojaceks Subaru Impreza WRX war Sergio Pinto im Honda Civic Type R der Schnellste in der schwach besetzten Gruppe A. Dank der acht Teilnehmern in der Schweizer Gruppe ISA mit nicht mehr FIA-homologierten Fahrzeugen erhält Pinto wie in Anzère die vollen 25 SM-Punkte und rückt damit auf den vierten Zwischenrang vor. 

 

Da Romeo Nüssli sein Streichresultat wegen der Abwesenheit in Anzère schon bezogen hat, wird er bald wieder vorrücken. In St-Ursanne blieb Nüssli mit dem 700 PS Starken Ford Escort Cosworth aus der Gruppe E1 von den Laufzeiten her weit hinter seinen Fähigkeiten zurück. Eine Rolle hat dies aber nicht gespielt: "Nach so vielen Zwischenfällen hat mir einfach der Mumm etwas gefehlt. Werver hätte ich eh nicht schlagen können und nach hinten hatte ich genügend Luft." 

Bergrennen Sainte Ursanne-Les Rangiers - Klassen (Gesamtklassement)

Bergrennen Sainte Ursanne-Les Rangiers - FIA Klassen (Gesamtklassement)

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