Kris Richard muss auf 24 Stunden von Spa verzichten

Der Thuner kann beim Langstreckenklassiker in den belgischen Ardennen verletzungsbedingt nicht an den Start gehen, nachdem er bereits bei den Testfahrten vor drei Wochen über Rücken- und Kopfschmerzen geklagt hatte.

Kris Richard muss auf 24 Stunden von Spa verzichten

Vermutlich gehen die Verletzungen auf den Unfall im ersten freien Training beim Saisonauftakt in Monza zurück.

Das Pech von Kris Richard findet kein Ende. Beim Saisonauftakt der Blancpain GT Series in Monza Mitte April kam der 24-Jährige im ersten freien Training ausgangs der schnellen Ascari-Schikane auf die noch leicht feuchten Randsteine, verlor die Kontrolle über seinen Lamborghini Huracan GT3 EVO von Daiko Lazarus Racing und schlug mit hoher Geschwindigkeit rückwärts in die Reifenstapel ein.

Dabei wirkten fast 9G auf den Thuner ein. Obwohl Richard im Anschluss auf das Rennen verzichten musste, stand er bei den nächsten beiden Veranstaltungen in Silverstone und Le Castellet bereits wieder am Start.

Doch nun scheinen sich die Verletzungen, die er sich bei dem Unfall zugezogen hat, wieder zu melden – gerade rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt, den 24h von Spa-Francorchamps. Nachdem er bereits die Testfahrten in Belgien zu Beginn des Monats nach gerade mal zwölf Runden aufgrund von Kopf- und Rückenschmerzen abbrechen musste, hat er nun auch auf für das Rennen vom kommenden Wochenende Forfait gegeben. Eine Untersuchung bei Spezialisten in seiner Heimat hat nun ergeben, dass der Schweizer an einem verzögerten Schleudertrauma leidet, kombiniert mit einer einseitigen Verspannung der Nackenmuskulatur, die zu einer leichten Verschiebung der Halswirbelsäule geführt hat.

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Durch ein gezieltes Nackentraining sowie Chiropraktik soll nun die Muskulatur wieder gestärkt und die Wirbelsäule stabilisiert werden. "Das ist natürlich ein Drama, aber die Gesundheit geht jetzt vor“, erklärte der Thuner. "Es war wichtig, dass ich mich komplett durchchecken liess, damit das Problem genau lokalisiert werden konnte. Ich hatte bereits in England und Frankreich Probleme, doch jetzt weiss ich wenigstens, warum.“

Natürlich wäre er am liebsten auch beim Klassiker in Spa gefahren, doch er wollte das Risiko nicht eingehen – nicht für sich und vor allem nicht für das Team. "Hätten im Rennen wieder Rückenschmerzen und Kopfweh eingesetzt, wäre das sehr unangenehm und schwierig geworden, vor allem während eines 2-Stunden-Stints in der Nacht. Schliesslich verzeiht die Strecke in Spa keinerlei Fehler!“, ist sich Richard bewusst.

Das Hauptziel ist nun, dass der Thuner, der in diesem Jahr seine erste volle GT3-Saison bestreitet, wenigstens beim Finale am 28./29. September auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona wieder im Auto sitzen kann. 

 
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