Brand im Shakedown: Dumas tritt Auto ab und erhält eins von Al-Attiyah

Weil der Rebellion von Alexandre Pesci beim Shakedown abgebrannt ist, tritt Romain Dumas sein Auto ab - Kurzfristig stellt Al-Attiyah Dumas einen Toyota zur Verfügung

Brand im Shakedown: Dumas tritt Auto ab und erhält eins von Al-Attiyah

Bereits vor dem Startschuss zur Rallye Dakar 2022 in Saudi-Arabien spielten sich beim Shakedown erste Dramen ab. Am 28. und 29. Dezember konnten die Teilnehmer ihre Fahrzeuge auf einer rund zehn Kilometer langen Strecke in der Nähe des König-Abdullah-Stadions in Dschidda noch einmal im Fahrbetrieb durchchecken.

Dabei brannte am Mittwoch der DXX RD Limited Prototyp von Rebellion Racing ab. Es handelte sich dabei um das Fahrzeug von Rebellion-Präsident Alexandre Pesci. Die Schweizer Firma Rebellion ist übrigens der offizielle Zeitnehmer der Rallye Dakar.

Pesci und sein Beifahrer Stephan Kuhni (beide sind Schweizer) konnten sich rechtzeitig aus dem brennenden Auto retten. Als Ursache für den Brand wird ein Ölleck bei einem Dämpfer nahe des Motors vermutet.

Die automatischen Feuerlöscher funktionierten, aber der DXX wurde ein Raub der Flammen. So stand Pesci noch vor dem eigentlichen Start vor dem Dakar-Aus. Aber es kam anders. Rebellion wollte ursprünglich zwei DXX an den Start bringen. Der zweite war für Romain Dumas vorbereitet.

 

Der Franzose trat sein Auto schließlich an Pesci ab, wodurch der Rebellion-Präsident doch an der Rallye teilnehmen kann. "Ich kann meine Dankbarkeit und meinen größten Respekt vor Romains Initiative gar nicht ausdrücken", bedankt sich Pesci.

"Er hat mir sofort sein Auto angeboten, damit ich meinen Dakar-Traum weiterverfolgen kann." Zu diesem Zeitpunkt war eigentlich klar, dass Dumas, der auch zweimal die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat, nicht an der Dakar teilnehmen wird.

Wie Romain Dumas die ganze Geschichte erlebt hat

Dumas begründet seinen Schritt: "Alexandre ist im Vorjahr nicht ins Ziel gekommen, das Jahr davor hat er das geschafft. Für ihn war es sehr wichtig, es noch einmal zu probieren und zu versuchen ins Ziel zu kommen."

"Schlussendlich ist es Rebellion, das ist die Marke. Also habe ich gesagt: 'Okay, ich gebe dir mein Auto.' So war es", seufzt Dumas. "Was mit seinem Auto passiert ist, war natürlich sehr traurig. Ich hatte mich entschieden nicht zu fahren."

Aber auch Dumas steht am Start. Der Allrounder hat in kürzester Zeit einen Toyota Hilux von Nasser Al-Attiyah zur Verfügung gestellt bekommen. "Ich habe mit Nasser gefrühstückt und er hat mir gesagt, dass er ein Auto hat", schildert der Franzose diese Wendung der Geschichte.

"Er hat sich ein Auto für sein Museum gekauft. Dieses Auto stand elf Stunden entfernt. Also haben wir jemanden hingeschickt, um es abzuholen. Was Nasser und sein Team gemacht haben, ist absolut unglaublich. Das Toyota-Team versucht uns auch zu helfen, weil wir das Auto nicht kennen."

Im Prinzip wurden für Dumas und seinen Beifahrer Remy Boulanger die Sitzpositionen angepasst. Natürlich wurden auch die passenden Sticker aufgeklebt. Viel mehr konnte in der Kürze der Zeit nicht gemacht werden. Ohne einen Testkilometer startete Dumas in den Prolog und belegte Rang 61.

Mit Bildmaterial von Sergio Lillo.

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