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Carlos Sainz kritisiert Navigation: "Das ist nicht die Rallye Dakar!"

Carlos Sainz kritisiert die Navigation bei der Rallye Dakar 2021 - Auch Matthias Walkner hatte Probleme mit der Orientierung

Carlos Sainz kritisiert Navigation: "Das ist nicht die Rallye Dakar!"

"Gymkhana statt Rallye", poltert Titelverteidiger Carlos Sainz nach der fünften Etappe der Rallye Dakar 2021 in Saudi-Arabien. Der Spanier kritisiert die Navigation scharf und macht seinen Ärger nach vielen verlorenen Minuten Luft. Auch Motorradfahrer Matthias Walkner hat auf der Spezialen die Orientierung verloren und viel Zeit liegen lassen.

"Ich bin demotiviert und verärgert", so die klaren Worte von Sainz, der aktuell mit rund 48 Minuten Rückstand auf die Spitze auf Platz drei der Autowertung liegt. "Die Rallye sieht mehr wie Gymkhana aus und nicht wie ein Rallye-Raid. Ich habe 14 Dakars bestritten und habe mich in niemals in zwei Tagen so sehr verfahren wie in diesem Jahr. Ich habe jeweils eine halbe Stunde verloren. Ich habe auch noch nie so viele orientierungslose Fahrer gesehen. Das ist nicht die Rallye Dakar!"

"Das ist keine Rallye", fügt die Dakar-Legende hinzu. "Ich mag das einfach nicht. Es ist eine Lotterie." Eine Schnitzeljagd, auf der sich die Fahrer regelmäßig verfahren, so beschreibt der dreimalige Dakar-Sieger die diesjährige Ausgabe des Klassikers. "Sowas haben wir noch nie erlebt. Jeder verfährt sich und versucht, die Punkte zu finden. Das ist zumindest etwas, was ich nicht leiden kann."

Auch die Motorradfahrer haben im Jahr 2021 regelmäßig mit dem Finden der richtigen Route zu knabbern. Matthias Walkner aus Österreich hatte auf der fünften Etappe ebenfalls mit Problemen zu kämpfen.

Walkner sagt: "Der Tag hat katastrophal begonnen. In den ersten 65 Kilometern habe ich mich an die vier bis fünfmal verfahren. Das extrem hohe Tempo von gestern war noch in mir drin und einfach nur den Spuren ein bisschen nachfahren, das hat heute auf dieser Strecke nicht funktioniert. Ich habe gleich versucht, mit Toby [Price] gemeinsam zu pushen, aber wir haben uns beide echt oft verfahren."

"Es war wieder extrem schwierig, zu navigieren und ich habe mich ziemlich schwer getan", so der Österreicher weiter. "Viele andere Fahrer hatten mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Ich habe bis zum zweiten Checkpoint an die 20 bis 25 Minuten verloren. Katastrophal!" Auch bei Walkner zehrt die schwierige Navigation bei der Rallye Dakar 2021 an der Motivation. Der KTM-Pilot spricht von "Wut im Bauch" nach der fünften von zwölf Etappen.

Matthias Walkner

Auch Matthias Walkner ist mit der Navigation unzufrieden

Foto: KTM

Der Führende, Stephane Peterhansel, schwärmt hingegen von einer "vernünftigen Dakar-Etappe". Auch er fand die Navigation und das Befahren der Dünen sowie der steinigen Passagen nicht einfach, er beschwert sich aber nicht über die Route: "Sie war nicht schön zu fahren, um ehrlich zu sein", so der Franzose und sechsmalige Dakar-Sieger: "Sie war eine Herausforderung, also genau das, was eine Etappe bei der Dakar ausmacht."

Mit Bildmaterial von X-Raid.

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Artikel-Info

Rennserie Rallye Dakar
Autor André Wiegold