Dakar 2017: Peugeot auf dem Vormarsch, Drama um Toyota

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Dakar 2017: Peugeot auf dem Vormarsch, Drama um Toyota
Stefan Ehlen
Autor: Stefan Ehlen
05.01.2017, 06:58

Auf der 3. Etappe der Rallye Dakar 2017 in Südamerika erwischte Toyota einen rabenschwarzen Tag, Peugeot wiederum profitierte.

#300 Peugeot Sport, Peugeot 3008 DKR: Stéphane Peterhansel, Jean-Paul Cottret
#300 Peugeot Sport, Peugeot 3008 DKR: Stéphane Peterhansel, Jean-Paul Cottret
Stéphane Peterhansel, Peugeot Sport
#309 Peugeot Sport, Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb, Daniel Elena
#301 Toyota Gazoo Racing, Toyota: Nasser Al-Attiyah, Matthieu Baumel
Nasser Al-Attiyah, Toyota Gazoo Racing
#304 Peugeot Sport, Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
#303 X-Raid Team, Mini: Mikko Hirvonen, Michel Périn
#303 X-Raid Team, Mini: Mikko Hirvonen, Michel Périn
#11 Monster Energy Honda Team: Joan Barreda
#11 Monster Energy Honda Team: Joan Barreda
#16 Red Bull KTM Factory Team: Matthias Walkner
#16 Red Bull KTM Factory Racing: Matthias Walkner
#16 Red Bull KTM Factory Team: Matthias Walkner
#505 Team Kamaz Master: Eduard Nikolaev, Evgeny Yakovlev, Vladimir Rybakov
Eduard Nikolaev, Team Kamaz Master
#502 Team De Rooy, Iveco: Federico Villagra, Adrian Yacopini, Ricardo Torlaschi
#502 Team De Rooy, Iveco: Federico Villagra, Adrian Yacopini, Ricardo Torlaschi
#504 MAN: Hans Stacey, Jan Van Der Vaet, Hugo Kuppen
#251 Yamaha: Ignacio Casale
#275 E-ATV: Jose Luis Espinosa
#347 Suzuki: Tim Coronel

Denn am Ende des 757 Kilometer langen Abschnitts von Tucuman nach Jujuy hatte Dakar-Titelverteidiger Stephane Peterhansel (Peugeot) die Nase vorn und bescherte seiner Marke den 2. Tagessieg bei der diesjährigen Ausgabe der Langstrecken-Rallye.

Carlos Sainz und Sebastien Loeb machten daraus sogar einen Dreifacherfolg für Peugeot, Loeb verteidigte den Spitzenplatz in der Gesamtwertung.

Danach hatte es zu Beginn der Etappe allerdings nicht ausgesehen: Loeb hatte seine Führung nämlich bereits früh in der zweigeteilten, 364 Kilometer langen Wertungsprüfung verloren, weil Nasser Al-Attiyah (Toyota) ein überlegenes Tempo an den Tag legte. In den frühen Offroad-Sektionen nahm er Loeb satte 4 Minuten ab.

Doch trotz eines Vorsprungs von gut 2 Minuten auf Peterhansel zu Beginn des 2. Abschnitts der Wertungsprüfung reichte es nicht für Al-Attiyah: Er beschädigte sich ein Rad und hing für rund 1 Stunde an Ort und Stelle fest, womit er sich erst einmal aus der Riege der Sieganwärter verabschiedete.

Auch Al-Attiyahs Toyota-Markenkollegen Nani Roma und Giniel de Villiers gerieten im 2. Teil der Prüfung in Schwierigkeiten und verloren viel Zeit, sodass sich Mikko Hirvonen (Mini) in Szene setzen konnte. Er belegt nun den 4. Gesamtrang hinter Loeb, Sainz und Peterhansel und vor Roma.

Die Top 10 der Auto-Wertung nach 3 Etappen:

Pos.Fahrer/CopilotAutoZeit/Rückstand
1

 Sebastien Loeb

 Daniel Elena

Peugeot 6:54:56 Stunden
2

 Carlos Sainz

 Lucas Cruz

Peugeot +42 Sekunden
3

 Stephane Peterhansel

 Jean-Paul Cottret

Peugeot +4:18 Minuten
4

 Mikko Hirvonen

 Michel Perin

Mini +9:38
5

 Nani Roma

 Alex Haro

Toyota +13:04
6

 Yazeed Al-Rajhi

 Timo Gottschalk

Mini +15:17
7

 Cyril Despres

 David Castera

Peugeot +15:25
8

 Orlando Terranova

 Andreas Schulz

Mini +21:29
9

 Kuba Przygonski

 Tom Colsoul

Mini +27:37
10

 Martin Prokop

 Ilka Minor

Ford +33:54

In der Motorrad-Wertung gelang Joan Barreda (Honda) ein Husarenritt. Der Spanier nahm dem bisherigen Spitzenreiter Toby Price (KTM) schon beim ersten Messpunkt 19 Minuten (!) ab und hatte am Ende der 3. Etappe fast eine Viertelstunde Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger Sam Sunderland (KTM).

Barreda übernahm mit dem Etappensieg auch die Führung in der Gesamtwertung. Sunderland ist neuer 2., liegt aber bereits 11:20 Minuten zurück. Auf Rang 3 folgt Paulo Goncalves (Honda) vor Pablo Quintanilla (Husqvarna) und Dakar-Titelverteidiger Price, der nun einen Rückstand von 17:19 Minuten aufweist.

Der österreichische KTM-Fahrer Mathias Walkner, mit einer 5-Minuten-Strafe in die 3. Etappe gestartet, büßte ebenfalls an Boden ein und wird inzwischen an 11. Stelle geführt.

Die Top 10 der Motorrad-Wertung nach 3 Etappen:

Pos.FahrerBikeZeit/Rückstand
1  Joan Barreda Honda 7:35:30 Stunden
2  Sam Sunderland KTM +11:20
3  Paulo Goncalves Honda +14:42
4  Pablo Quintanilla Husqvarna +15:56
5  Toby Price KTM +17:19
6  Adrian van Beveren Yamaha +23:00
7  Gerard Farres KTM +23:00
8  Pela Renet Husqvarna +24:07
9  Ricky Brabec Honda +24:13
10  Stefan Svitko KTM +26:54

In der Truck-Wertung gewann Eduard Nikolaev (Kamaz) die 3. Etappe, doch die Führung im Klassement übernahm Martin Kolomy (Tatra). Auch, weil einige Favoriten strauchelten: Dakar-Titelverteidiger Gerard de Rooy (Iveco) etwa erlitt gleich 2 Reifenschäden und fiel um mehr als eine halbe Stunde zurück.

De Rooys Markenkollege Federico Villagra belegt nun den 3. Platz hinter Kolomy und Nikolaev, aber vor Siarhei Viazovich (MAZ) und Peter Versluis (MAN). Damit liegen weiter 5 Marken auf den Spitzenplätzen der Gesamtwertung.

Die Top 10 der Truck-Wertung nach 3 Etappen:

Pos.FahrerTruckZeit/Rückstand
1

 Martin Kolomy

Tatra 5:57:23 Stunden
2

 Eduard Nikolaev

Kamaz +0:33 Minuten
3

 Federico Villagra

Iveco +4:40
4

 Siarhei Viazovich

MAZ +5:40
5

 Peter Versluis

MAN +11:20
6

 Dmitry Sotnikov

Kamaz +11:45
7

 Hans Stacey

MAN +11:54
8

 Ton Van Genugten

Iveco +12:51
9

 Maurik Van den Heuvel

Scania +17:22
10

 Pascal De Beer

Renault +17:50

Bei den Quads ging der Tagessieg an Gaston Gonzalez (Yamaha), der dem neuen Spitzenreiter Ignacio Casale (Yamaha) auf der 3. Etappe zwar mehr als 4 Minuten abnahm, aber trotzdem noch 4:37 Minuten hinter ihm zurückliegt. Der bis dato Führende Pablo Copetti (Yamaha) belegt 18 Minuten hinter der Spitze den 3. Platz.

So geht's weiter

Auf der insgesamt 521 Kilometer langen 4. Etappe der Rallye Dakar 2017 wartet eine lange Wertungsprüfung von 416 Kilometern auf die Teilnehmer. Die Route führt von Jujuy nach Tupiza. Zu meistern sind auf 3.500 Metern Höhe unter anderem zahlreiche Dünen sowie schwieriges Terrain mit einigen Flussüberquerungen.

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