Dakar 2017: Peugeot dominiert mit Loeb, Führung wechselt erneut

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Dakar 2017: Peugeot dominiert mit Loeb, Führung wechselt erneut
Stefan Ehlen
Autor: Stefan Ehlen
06.01.2017, 19:08

Peugeot-Fahrer Sebastien Loeb hat die 5. Etappe zur Rallye Dakar 2017 in Südamerika gewonnen, neuer Spitzenreiter aber ist sein Teamkollege Stephane Peterhansel.

#3 Husqvarna Factory Racing: Pablo Quintanilla
#31 Husqvarna Factory Racing: Pela Renet
#525 Team De Rooy, IVECO: Wuf Van Ginkel, Bert Van Donkelaar, Erik Kofman
#504 MAN: Hans Stacey, Jan Van Der Vaet, Hugo Kuppen
#16 Red Bull KTM Factory Racing: Matthias Walkner
#354 Suzuki: Tom Coronel
#267 Barren Racer: Kees Koolen
#25 Himoinsa Racing Team, KTM: Ivan Cervantes
#16 Red Bull KTM Factory Team: Matthias Walkner
#259 Yamaha: Camelia Liparoti
#300 Peugeot, Sport Peugeot 3008 DKR: Stéphane Peterhansel, Jean-Paul Cottret
#310 Toyota: Erik van Loon, Wouter Rosegaar
#304 Peugeot Sport, Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
#300 Peugeot, Sport Peugeot 3008 DKR: Stéphane Peterhansel, Jean-Paul Cottret
#6 Yamaha Official Rally Team: Adrien van Beveren
#306 X-Raid Team, Mini: Yazeed Al-Rajhi, Timo Gottschalk
#303 X-Raid Team, Mini: Mikko Hirvonen, Michel Périn
#307 Peugeot Sport, Peugeot 3008 DKR: Cyril Despres, David Castera

Peterhansel, der Dakar-Titelverteidiger, hat nun einen Vorsprung von 1:09 Minuten auf Loeb, der seinerseits fast 4 Minuten Abstand zum 3. Peugeot-Piloten Cyril Despres hat. Bester Verfolger der Peugeot-Fahrer ist Nani Roma (Toyota) als 4. vor Mikko Hirvonen (Mini). Letzterer hat jedoch bereits einen Rückstand von über 40 Minuten.

Die eigentlich 447 Kilometer lange Prüfung auf der 692 Kilometer langen Etappe zwischen Tupiza und Oruro, auf der ausgedehnte Dünenlandschaften zu durchqueren waren, war wegen schlechten Wetters auf etwa die Hälfte der Distanz verkürzt worden.

Loeb sicherte sich trotz eines Navigationsfehlers zum Ende der Prüfung die Bestzeit vor Roma und Peterhansel. Es war bereits Loebs 2. Etappensieg bei der Dakar 2017. Despres wiederum, der als Spitzenreiter an den Start gegangen war, hatte bereits am 3. Messpunkt mehr als 10 Minuten auf seine Teamkollegen eingebüßt.

Auch Hirvonen verlor viel Zeit: Weil er keine ideale Route erwischte, lief seine Stoppuhr rund eine halbe Stunde länger als die der Spitze.

Die Top 10 der Auto-Wertung nach 5 Etappen:

Pos.Fahrer/CopilotAutoZeit/Rückstand
1

 Stephane Peterhansel

 Jean-Paul Cottret

Peugeot 14:02:58 Stunden
2

 Sebastien Loeb

 Daniel Elena

Peugeot +1:09 Minuten
3

 Cyril Despres

 David Castera

Peugeot +4:54
4

 Nani Roma

 Alex Haro

Toyota +5:35
5

 Mikko Hirvonen

 Michel Perin

Mini +42:21
6

 Kuba Przygonski

 Tom Colsoul

Mini +59:55
7

 Orlando Terranova

 Andreas Schulz

Mini +1:04:49 Stunden
8

 Giniel de Villiers

 Dirk von Zitzewitz

Toyota +1:08:11
9

 Boris Garafulic

 Filipe Palmeiro

Mini +1h57m40s
10

 Romain Dumas

 Alain Guehennec

Peugeot +2h22m17s

Navigationsschwierigkeiten hatten auch zahlreiche Motorrad-Piloten. Joan Barreda (Honda), der mit einer 1-Stunden-Zeitstrafe in die 5. Etappe gegangen war, diente unfreiwillig als Vorbild für mehrere Favoriten, die sich prompt kollektiv verfuhren und so den Weg frei machten für Sam Sunderland (KTM). Er holte sich 7:19 Minuten vor Adrian van Beveren (Yamaha) den Tagessieg.

Sunderland übernahm damit auch die Führung im Gesamtklassement und hat ein Polster von 11:50 Minuten auf Pablo Quintanilla (Husqvarna) sowie 15:57 Minuten auf van Beveren. Der Österreicher Matthias Walkner (KTM), ebenfalls unter den Piloten mit falscher Route, belegt aktuell den 5. Platz bei einem Rückstand von 36:26 Minuten. Barreda wiederum liegt 1:17 Stunden zurück und ist 12.

Die Top 10 der Motorrad-Wertung nach 5 Etappen:

Pos.FahrerBikeZeit/Rückstand
1  Sam Sunderland KTM 15:22:08 Stunden
2  Pablo Quintanilla Husqvarna +11:50 Minuten
3  Adrian van Beveren Yamaha +15:57
4  Gerard Farres KTM +20:47
5  Matthias Walkner KTM +36:26
6  Xavier de Soultrait Yamaha +39:18
7  Stefan Svitko KTM +48:33
8  Pela Renet Husqvarna +58:09
9  Diego Duplessis KTM +1:07:50 Stunden
10  Paulo Goncalves Honda +1:11:09

Bei den Trucks hat Gerard de Rooy (Iveco) das Kommando übernommen. Er dominierte die 5. Etappe, nachdem zunächst Martin Kolomy (Tatra) vorneweg gefahren war. Am Ende aber setzte sich de Rooy um rund 12 Minuten von seinen Verfolgern ab und ist nun der 5. Spitzenreiter in 5 Tagen.

De Rooy führt mit einem Vorsprung von 2:23 Minuten auf Eduard Nikolaev (Kamaz) und vor dessen Teamkollegen Dmitry Sotnikov und Ayrat Mardeev. Pascal de Baar ist als 5. bester Renault-Verteter, mit Federico Villagra folgt der 2. Iveco-Pilot auf Rang 6. Hans Stacey (MAN) liegt auf Rang 8.

Die Top 10 der Truck-Wertung nach 5 Etappen:

Pos.FahrerTruckZeit/Rückstand
1

 Gerard De Rooy

Iveco

14:06:07 Stunden
2

 Eduard Nikolaev

Kamaz +2:23 Minuten
3

 Dmitry Sotnikov

Kamaz +6:36
4

 Ayrat Mardeev

Kamaz +16:32
5

 Pascal De Baar

Renault +32:25
6

 Federico Villagra

Iveco +34:30
7

 Anton Shibalov

Kamaz +42:39
8

 Hans Stacey

MAN +43:30
9

 Peter Versluis

MAN +45:16
10

 Maurik Van den Heuvel

Scania +1:05:44 Stunden

So geht's weiter

Die 6. Etappe der Rallye Dakar 2017 führt die Teilnehmer von Oruro in die Hauptstadt von Bolivien, La Paz. Mit 786 Kilometern Länge (527 Kilometer auf Zeit) ist es eine der längeren Tagesrouten. Sie gilt als echter Härtetest vor dem Ruhetag der Veranstaltung.

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Artikel-Info

Rennserie Rallye Dakar
Event Dakar 2017
Autor Stefan Ehlen
Artikelsorte Etappenbericht