Dakar: Die gefährlichste Rallye der Welt im Rückspiegel

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Dakar: Die gefährlichste Rallye der Welt im Rückspiegel
Nick DeGroot
Autor: Nick DeGroot
Übersetzung: Petra Wiesmayer
01.01.2017, 12:47

Die Rallye Dakar wird allgemein als die gefährlichste, schwierigste und aufreibendste der Welt angesehen. Und das hat gute Gründe.

#305 Toyota: Yazeed Al-Rajhi, Timo Gottschalk
#311 Toyota: Bernhard Ten Brinke, Tom Colsoul
#347 Suzuki: Tim Coronel
Vladimir Vasilyev, Konstantin Zhiltsov
#325 Mini: Adam Malysz, Xavier Panseri
Acciona Eco Powered ohne Schadstoffausstoß
Atmosphäre vor Ort
#321 Peugeot: Cyril Despres, David Castera
#532 DAF: Frank Tilburgs, Gijsbert van Uden, Hans van Limpt
#5 KTM: Stefan Svitko
#2 Honda: Paulo Goncalves

Bei der Rallye Dakar bekommt die Motorsport-Weisheit "um als 1. ins Ziel zu kommen, musst du erst mal ins Ziel kommen" eine ganz eigene Bedeutung.

Es geht aber nicht nur darum, dass es die Autos bis ins Ziel schaffen, sondern auch die Fahrer: Seit den Ursprüngen der Rallye gab es 28 Todesfälle und Dutzende weitere Teilnehmer entkamen diesem Schicksal nur knapp.

Seit 1978 wird die Rallye (fast) jährlich ausgetragen. Ins Leben gerufen hat sie der französische Rennfahrer Thierry Sabine. Die Idee dazu hatte er 1977, als er sich bei bei einem Rennen in der Tenere-Wüste in Lybien verfahren hatte und dachte, dass dies der perfekte Ort für einen Test für Rennfahrer aus der ganzen Welt wäre.

Und so wurde die Rallye Dakar geboren.

Bei der ersten Rallye starteten 182 Teilnehmer von Paris aus. 10.000 Kilometer später endete das Rennen in Dakar, der Hauptstadt des Senegal in Westafrika.

74 Fahrzeuge schafften es bis ins Ziel, der Sieger hieß Cyril Neveu auf einem Yamaha-Motorrad.

Die Rallye gewann schnell an Popularität und wurde als ultimativer Test für Mensch und Maschine weltweit bekannt. Nach 5 Jahren waren schon 400 Teilnehmer am Start, 2005 war sie mit 688 Meldungen auf dem Höhepunkt ihrer Beliebtheit.

Das hat Dakar-Begründer Sabine nicht mehr erlebt: Er verlor sein Leben während der Dakar-Rallye 1986 bei einem Hubschrauberabsturz in Mali, als er in einen plötzlichen Sandsturm geraten war.

Ein anderer Kontinent

Tausende Fahrer haben an der prestigeträchtigen Rallye teilgenommen, einige kamen dabei ums Leben. Die Gefahr, die mit der Rallye verbunden war, ergab sich aus dem Gelände und Mutter Natur, 2008 änderte sich aber alles.

Eine neue Gefahr, die den Veranstaltern zu riskant erschien, war dazugekommen: die Gefahr von Terroranschlägen. Zum 1. Mal in der Geschichte wurde die Dakar aus Sicherheitsgründen abgesagt.

2009 wurde sie zum 30. Mal ausgetragen, aber auf einem anderen Kontinent. Die "neue" Rallye Dakar findet in Südamerika statt, auch in diesem Jahr.

2017 starten die Teilnehmen von Asuncion in Paraguay aus in die 38. Rallye Dakar, fahren nach Norden bis Bolivien und dann zurück nach Süden. Das Ziel ist Buenos Aires, die Hauptstadt von Argentinien.

Die Rallye führt zwar nicht mehr nach Dakar, der Name blieb aber unverändert. Er geht über einen Punkt auf der Landkarte hinaus. Er hat mit Gefühlen zu tun.

Der Ort hat sich geändert, die Herausforderung ist aber geblieben: Die Dakar ist immer noch genauso brutal und unerbittlich für alle, die sich in diesem Januar der Herausforderung stellen. Hier zu siegen, ist eine Leistung, der nichts im Rennsport gleichkommt.

Denn man gewinnt die Dakar nicht nur, man überlebt sie.

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Autor Nick DeGroot
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