Peugeot droht mit Ausstieg aus der Rallye Dakar

Peugeot hat angedroht, sein Engagement bei der Rallye Dakar einzustellen, wenn die angekündigten Regeländerungen wirklich durchgesetzt werden.

Bei der nächsten Sitzung des Motorsportweltrats der FIA im Juni sollen die Regeln für Cross-Country-Rallyes geändert werden und auch Dakar-Organisator ASO plant, zwei-Rad-angetriebene Buggy-Fahrzeuge wie den 3008 DKR mit einem Handicap zu belegen.

Sollte das tatsächlich passieren, hat Peugeot-Teamchef Bruno Famin bereits angekündigt, dass sein Unternehmen aussteigen würde. In den letzten beiden Jahren hat Peugeot die Rallye mit Stephane Peterhansel gewonnen.

"Wenn das Konzept, das von der Cross-Country-Kommission vorgestellt wurde, vom Weltrat und von Dakar übernommen wird, sind wir raus", sagte Famin. "Wir starten bei der Dakar nur, wenn wir eine Chance haben zu gewinnen."

Peugeot-Fahrer Carlos Sainz meinte ebenfalls, die Änderung des Reglements ginge einen Schritt zu weit.

"Als wir mit einem Auto anfingen, das pro Kilometer rund 1 Sekunde verlor, sagte niemand, dass mit den Regeln etwas nicht stimmte. Da hat sich keiner beschwert", sagte Sainz gegenüber Motorsport.com.

"Jetzt hat Peugeot aber einen sehr guten Job mit dem Auto gemacht und alle beschweren sich."

"Ich sehe ein, dass der Abstand vielleicht etwas zu groß ist und etwas getan werden muss, ich glaube aber trotzdem, dass ein Allradauto teilweise schneller sein kann als wir."

Hauptnutznießer eines langsameren Peugeot wären die werksunterstützten X-raid-Minis, die von 2012 bis 2015 4 Mal in Folge gewannen.

Sven Quandt von X-raid sagte: "Die Stärkeren sollten etwas aufgeben, besonders, wenn sie so dominant sind, wie Peugeot es in letzter Zeit war."

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