Dakar-Sieg adieu: Sebastien Loeb plant keine weiteren Starts

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Dakar-Sieg adieu: Sebastien Loeb plant keine weiteren Starts
Autor: Gerald Dirnbeck
11.01.2018, 00:02

Sebastien Loeb erzählt vom Unfall in den Dünen, der zum Ausfall bei der Rallye Dakar 2018 führte - Weitere Anläufe hat er derzeit nicht geplant.

#306 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb, Daniel Elena
#306 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb
#306 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb, Daniel Elena
#306 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb, Daniel Elena
#306 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb, Daniel Elena
#306 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb, Daniel Elena
Sébastien Loeb, Peugeot Sport
#306 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb, Daniel Elena
#306 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb, Daniel Elena
#306 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb, Daniel Elena
Sébastien Loeb, Peugeot Sport
#306 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Sébastien Loeb, Daniel Elena
Sébastien Loeb, Peugeot Sport

"Normalerweise gebe ich nicht auf", sagt Daniel Elena, der langjährige Co-Pilot von Sebastien Loeb. "Aber ich kann nicht auf einem Terrain weitermachen, bei dem es so viele Kompressionen gibt." Die fünfte Etappe der Rallye Dakar 2018 forderte mit dem Peugeot Startnummer 306 den nächsten prominenten Ausfall. Loeb/Elena galten als Geheimfavoriten für den Gesamtsieg, doch dieser Traum ist für die Rallye-Rekordweltmeister schon in der ersten Dakar-Woche geplatzt.

Tags zuvor holte Loeb seinen ersten Tagessieg in diesem Jahr und schob sich damit auf die zweite Stelle. Doch seine anschließende Fahrt von Pisco nach Arequipa (beides in Peru) war nur von kurzer Dauer. Schon nach fünf Kilometern steckte der Peugeot in einem Sandloch fest. Loeb hatte versucht, einem gestrandeten Konkurrenten auszuweichen. "Es war ein komplizierter Start", sagt der Franzose. "Der Sand war sehr locker und das Auto wollte die Dünen nicht hochklettern."

Bildergalerie: Rallye Dakar 2018

Die Dünen der peruanischen Ica-Wüste stellte schon die Tage zuvor alle Teilnehmer auf eine harte Probe. Am Mittwoch blieb auch Loeb gleich kurz nach dem Start für ungefähr 20 Minuten stecken. "Als wir wieder fuhren, konnten wir den Spuren der anderen Fahrer folgen. Das war eine große Hilfe", berichtet der Franzose weiter. "Dann kamen wir zu einer Stelle, an der ein anderer Teilnehmer auf einer Kuppe feststeckte. Da ich beim hochfahren der Düne nicht anhalten wollte, lenkte ich nach rechts, um ihm auszuweichen."

Loch war für beide unmöglich zu sehen

Nach der Kuppe befand sich allerdings ein Loch, dass Loeb und Elena unmöglich sehen hätten können. "Wir haben dieses Loch sehr hart getroffen. Wir konnten nicht mehr tun, als auf den Truck warten, der uns hinauszog. Vom Aufprall hatte Daniel starke Schmerzen." Loeb fuhr die Prüfung noch in langsamer Fahrt zu Ende und hätte die Rallye theoretisch mit großem Rückstand fortsetzen können. Da Elena aber starke Schmerzen hatte und nicht richtig im Auto sitzen konnte, war die Aufgabe besiegelt.

"Ich hatte sofort starke Schmerzen im Brust- und Steißbein", sagt Elena. "Ich hatte so starke Schmerzen, dass wir die Prüfung sehr langsam zu Ende gefahren sind. Im Auto musste ich mich strecken, um nicht die Schmerzen im Sitzen zu haben." Somit blieb Loeb/Elena der Dakar-Sieg auch beim dritten Versuch verwehrt. Es könnte Loebs letzte Chance gewesen sein. "Möglicherweise, weil ich momentan nicht vorhabe zurückzukommen, weil ich mit Peugeot in der Rallycross-WM fahre. Für den Moment habe ich meine Siegchance verloren."

Auch wenn Peugeot mit Loeb und Cyril Despres schon zwei Kandidaten für den Gesamtsieg eingebüßt hat, sieht es für die Franzosen gut aus. Stephane Peterhansel führt mit 31 Minuten Vorsprung vor Teamkollege Carlos Sainz. Die Toyota-Konkurrenz hat schon mehr als eine Stunde Rückstand. "Momentan sieht es für Stephane gut aus, aber jeder Tag ist anders", sagt Loeb. "Gestern war es Nasser, heute hat es mich erwischt. Jeden Tag passiert etwas und es bleibt schwierig."

Für Loeb ist besonders bitter, dass die kommenden Etappen in Bolivien seinem WRC-Fahrstil deutlich entgegengekommen wären. "Für mich wäre es wichtig gewesen, diesen Tag zu beenden. Aber so ist eben das Spiel. Trotzdem war es eine gute Erfahrung, die Dakar mit Peugeot zu bestreiten. Wir hatten gute und schlechte Momente, aber es war schön, diese Erfahrungen zu sammeln." Loebs nächster Renneinsatz wird sein WRC-Comeback bei der Rallye Mexiko Anfang März sein. "Aber im Moment will ich gar nichts tun. Ich bin immer noch enttäuscht", merkt Loeb abschließend an.

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Artikel-Info

Rennserie Rallye Dakar
Event Rallye Dakar
Fahrer Sébastien Loeb
Teams Peugeot Sport
Autor Gerald Dirnbeck
Artikelsorte News