Dakar-Sieger Stephane Peterhansel: "Der beste Fahrer hat gewonnen"

Stephane Peterhansel berichtet, wie er das Duell gegen Peugeot-Teamkollege Sebastien Loeb bei der Rallye Dakar erlebt hat und er lobt die Teamführung für Verzicht auf Stallorder.

Stephane Peterhansel hat am Samstag einmal mehr die Rallye Dakar gewonnen. Für den 51-jährigen Franzosen ist es nach 6 Siegen in der Motorrad-Wertung nun bereits der 7. Sieg in der Auto-Wertung, womit er seine Rekordmarke an Dakar-Siegen nun bereits auf 13 geschraubt hat.

Bildergalerie: Stephane Peterhansel bei der Rallye Dakar 2017

"Zu Beginn des Rennens war ich mir nicht sicher, ob es mit dem Sieg klappen würde", gesteht Peterhansel und berichtet: "Anfangs war es ein enger Kampf zwischen 6 oder 7 Fahrern. Dann waren es noch 4, bis schließlich in der letzten Woche nur wir beide, Seb und ich, übrigblieben."

Spaß am Zweikampf mit Sebastien Loeb

Den Zweikampf mit dem neunmaligen Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb, der seine 2. Rallye Dakar bestritt, hat der nun 13-malige Dakar-Sieger Peterhansel genossen. "Wir haben hart gekämpft. Jetzt bin ich der Sieger, aber es waren kleine Details, die den Ausschlag gegeben haben. Ich habe die Dakar wahrscheinlich gestern gewonnen, als Seb einen Reifenschaden hatte", offenbart Peterhansel mit Blick auf Etappe 11 am Freitag.

Was Peterhansel auf dem Weg zu seinem insgesamt 13. Dakar-Sieg auch maßgeblich in die Karten spielte, war die Zeitgutschrift auf Etappe 10. Dank dieser, die er für das Warten nach seiner Kollision mit dem Motorradfahrer Simon Marcic erhalten hat, zog "Mister Dakar" in der Gesamtwertung an Spitzenreiter und Teamkollege Loeb vorbei. Auf den beiden abschließenden Etappen verwaltete Peterhansel seinen Vorsprung mit all seiner Routine.

So schreibt Peterhansel seinen nun bereits 7. Dakar-Sieg in der Auto-Wertung allen voran seiner Erfahrung zu: "Manchmal wusste ich, dass ich das Tempo von Seb nicht halten kann. Da habe ich ihn einfach fahren lassen und dann gewartet, was er macht. Das war der Plan und der hat gestern, als ich ihm direkt folgte, gut funktioniert."

Lob an Peugeot für freies Fahren

Mit Blick auf die gesamte Rallye lobt Peterhansel die Tatsache, dass Peugeot-Sportchef Bruno Famin keine Stallorder ausgegeben hat: "Der Teamgeist war richtig gut. Dass Bruno Famin sich entschieden hat, nicht einzugreifen, war das Beste überhaupt. Es war einfach ein Kampf der Fahrer mit dem gleichen Auto und der beste Fahrer hat gewonnen."

Zwar holte Loeb auf den letztlich nur 10 gewerteten Etappen 5 Siege, wohingegen es Peterhansel "nur" auf 3 Etappensiege brachte. Doch der Routinier hatte am Ende die Nase vorn. Dass es ein freies Rennen ohne Eingriff der Teamführung gab, war laut Peterhansel "sehr gut für das Team, für das Rennen, für den Sport, für die Medien – einfach für alle".

Denkt der Dakar-Rekordsieger nun sogar schon an einen weiteren Sieg beim größten Wüstenabenteuer der Welt? "14 Siege? Warum nicht? Ich denke aber zunächst mal daran, dass die nächstjährige Dakar das 40-jährige Jubiläum markiert. Das wird sicherlich etwas ganz Besonderes werden", meint Peterhansel.

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Über diesen Artikel
Rennserien Dakar
Veranstaltung Dakar 2017
Fahrer Stéphane Peterhansel
Teams Peugeot Sport
Artikelsorte News
Tags dakar, fazit, peterhansel, peugeot, rallye