Die Route und die Neuerungen der Rallye Dakar 2019

geteilte inhalte
kommentare
Die Route und die Neuerungen der Rallye Dakar 2019
Autor: Gerald Dirnbeck
03.01.2019, 08:15

Zehn Etappen stehen bei der 41. Rallye Dakar in Peru auf dem Programm. Um für mehr Abwechslung zu sorgen, hat sich der Veranstalter einiges einfallen lassen.

Die 41. Ausgabe der Rallye Dakar findet vom 7. bis 17. Januar 2019 statt. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Marathon-Klassikers wird nur in einem einzigen Land gefahren. Trotzdem werden in Peru insgesamt rund 5.000 Kilometer zurückgelegt, circa 3.000 davon sind Wettbewerbskilometer. Mit nur zehn Etappen ist es die kürzeste Dakar der Geschichte. Um es dennoch spannend und abwechslungsreich zu gestalten, haben sich die Veranstalter einige Neuerungen einfallen lassen.

"Die Etappen werden kurz, aber intensiv sein", betont Renndirektor Etienne Lavigne. "Man muss körperlich in guter Verfassung sein, um ohne Probleme durchzukommen." Rund 70 Prozent der Strecke führt durch die Wüste. Schon 2018 waren diese ersten Tage in Peru die schwersten für die Teilnehmer. Die Navigation wird auch eine entscheidende Rolle spielen. Außerdem erwarten die Starter ein taktisches Rennen.

Gemischte Starts und Marathonetappe

Damit nicht jede Etappe von der Taktik geprägt wird, hat der Veranstalter spezielle Formate vorgesehen. In der Regel wird anhand des Ergebnisses vom Vortag im Abstand von drei Minuten gestartet. Der Tagessieger fährt als Erster los. Aber das wird nicht immer der Fall sein. Bei den Etappen fünf und neun gibt es Massenstarts für die Topfahrer, die wie die Starts beim Motocross angelegt sind. Die zweite Etappe wird nicht von den Motorrädern, sondern von den Autos eröffnet, die somit die Navigation übernehmen müssen und Spuren legen.

"Finde ich gut", bewertet Motorrad-Titelverteidiger Matthias Walkner gegenüber 'Motorsport.com' diese besonderen Startformate. "Warum sollen immer die Motorradfahrer vorne fahren? Ich sage jetzt arrogant, dass wir den schwierigsten Job haben. Wir müssen die Verbindungsetappen alleine fahren, sind allen äußeren Begebenheiten ausgesetzt. Wenn du bei der Navigation einen Stein übersiehst, dann kannst du schnell am Boden liegen."

 

"Das Navigieren ist viel intensiver, weil es keine Spuren gibt. Deswegen finde ich es gut, wenn mal die Autos diesen Teil übernehmen", findet Walkner, der glaubt: "Wenn es durchgemischt wird, ist das Rennen auch schwieriger zu kalkulieren." Etappe acht wird "Super Ica" genannt. Die zehn schnellsten Motorräder, die zehn schnellsten Autos und die fünf schnellsten Trucks vom Vortag werden jeweils gemeinsam starten.

Außerdem wird es eine Marathonetappe geben, die sich über die beiden Tage vor dem Ruhetag (12. Januar) erstreckt. Am Ende der vierten Etappe werden die Fahrzeuge in zwei verschiedene Biwaks geleitet. Die Motorräder und Quads fahren nach Moquegua, während der Rest nach Tacna geleitet wird. Während einer Marathonetappe sind die Fahrer auf sich alleine gestellt und dürfen auf keine Hilfe ihrer Mechaniker zurückgreifen. Untereinander dürfen sich die Fahrer aber helfen, um Defekte oder Sturzschäden zu reparieren.

Nach dem Ruhetag werden die Motorräder und Quads in einem eigenen Biwak übernachten, damit sie nicht die ganze Nacht zur sechsten Etappe fahren müssen.

Erstmals gibt es eine zweite Chance

Wenn die Dakar für einen Teilnehmer schon nach einigen hundert Kilometern vorbei ist, dann ist die Enttäuschung in der Regel sehr groß. Deshalb gibt es für Autos, SxS und Trucks eine zweite Chance, falls es schon im ersten Teil der Rallye einen Ausfall gibt. Kann nach einer Reparatur weitergefahren werden, dann dürfen diese Teilnehmer nach dem Ruhetag wieder weiterfahren. Allerdings werden sie in einer eigenen Wertung geführt (orange Plakette) und dürfen nie eine Etappe in den Top 25 starten, um den Wettbewerb an der Spitze nicht zu verfälschen.

Nächster Artikel
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Rallye Dakar
Autor Gerald Dirnbeck