"Ein Rookie-Fehler": Peterhansel bleibt in Wüstendüne stecken

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08.01.2019, 21:27

Dakar-Rekordsieger Stephane Peterhansel hat im Laufe der zweiten Etappe mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen. Auch Carlos Sainz müht sich mit der Technik des Mini-Buggy.

Die zweite Etappe der Rallye Dakar gestaltete sich für die drei Mini-Buggys von X-raid schwierig. Carlos Sainz und Stephane Peterhansel hatten einerseits mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen, andererseits blieb Peterhansel auch noch im Sand stecken. Cyril Despres eilte "Mister Dakar" zu Hilfe. Trotzdem ist das Buggy-Trio weiterhin in Schlagdistanz zur Spitze. Trotz aller Probleme hält Sainz im Gesamtklassement den sechsten Platz und hat nur zweieinhalb Minuten Rückstand.

"Das war ein sehr intensiver Tag", sagt der Vorjahressieger. "Zu Beginn habe ich mir bei einer Landung einen Reifenschaden zugezogen. Dann funktionierte einer der Kompressoren für das Reifensystem nicht." Die Buggys dürfen laut Reglement im Cockpit den Reifendruck steuern. Das ist bei Fahrten durch die Wüste und über Dünen extrem wichtig. Die Fahrer von allradgetriebenen Autos müssen händisch den Reifendruck regulieren.

Bei seinen Teamkollegen funktionierte das System. Deshalb hofft Sainz, dass es kein fundamentales Problem gibt. "Dann habe ich Nasser (Al-Attiyah; Anm. d. Red.) erreicht, der ebenfalls einen Reifenschaden hatte", berichtet der Spanier weiter. "Ab diesem Moment war ich in seinem Staub und entschied mich dazu, ihm zu folgen. Das passierte ungefähr in der Mitte der Stage. Wer vorne fährt, ist langsamer. Deswegen entschied ich mich dazu, dahinter zu bleiben."

Elektrikprobleme sorgen für Unachtsamkeit

Deutlich mehr Zeit verlor Peterhansel. Nach etwa 109 Kilometern steckte der Rekordsieger rund 20 Minuten lang in einer Düne fest. "Wir waren abgelenkt, weil es Elektrikprobleme bei den Helmen und der Klimaanlage gab. Einige Dinge haben im Auto nicht mehr funktioniert", schildert der Franzose. "Vielleicht bin ich deshalb nicht so konzentriert gefahren, weil wir versuchten diese Probleme zu beheben." Schließlich blieb der Buggy bei der Abfahrt einer Düne im weichen Sand stecken.

Diese Unachtsamkeit ärgert den 53-Jährigen: "Es war ein Rookie-Fehler. Wir steckten sehr, sehr tief in dieser Düne fest. Wenn uns Cyril nicht geholfen hätte, dann würden wir dort immer noch stecken." Despres hielt an und zog seinen Landsmann aus dem Schlamassel. "Das ist normal für mich, denn im Team gibt es seit Jahren einen guten Spirit." Schon im Vorjahr, als sie noch Teamkollegen bei Peugeot waren, half Despres Peterhansel bei einer umfangreichen Reparatur des Autos.

 

Die aktuelle Hilfestellung kostete Despres kaum Zeit. Als Neunter beträgt sein Rückstand dreieinhalb Minuten. Peterhansel fiel auf Platz 13 zurück. Knapp 14 Minuten fehlen ihm auf den neuen Gesamtführenden Giniel de Villiers im Toyota. Am Mittwoch bietet sich eine Chance für eine Aufholjagd, denn alle drei X-raid Buggys starten weiter hinten und haben somit eine optimale Ausgangsposition, um Zeit gutzumachen.

Trotz der technischen Schwierigkeiten bewerten alle drei die Performance des Autos als sehr gut. "Ich bin zufrieden mit dem Motor und dem Chassis, aber leider bin ich steckengeblieben", sagt Peterhansel. "Als wir wieder losfuhren, war Sebastien (Loeb; Anm. d. Red.) fünf oder sechs Minuten vor uns. Am Ende haben wir ihn eingeholt, also ist der Speed vorhanden." Die dritte Speziale am Mittwoch hat mit 321 Kilometern eine vergleichbare Länge.

Mit zusätzlichen Informationen von Sergio Lillo.

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