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"Es ist ein Desaster": Fahrer kritisieren Fehler im Dakar-Roadbook

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"Es ist ein Desaster": Fahrer kritisieren Fehler im Dakar-Roadbook
Autor:
Co-Autor: Sergio Lillo
10.01.2019, 22:18

Matthias Walkner und Joan Barreda weisen auf Fehler im Roadbook hin – Carlos Sainz macht seinen Crash dafür verantwortlich. Zusätzliche Notizen wurden verboten.

Nach den ersten Etappen der Rallye Dakar 2019 gibt es viele Diskussionen über das Roadbook der Veranstalter. Einige Fahrer ärgern sich über eklatante Fehler, die bisher nicht nur Zeitverlust bedeuteten, sondern auch schon zu Unfällen und Ausfällen geführt haben. Vor der dritten Etappe gab es eine Anweisung der Rennleitung, dass zusätzliche Notizen der Fahrer und Teams im Roadbook verboten sind. Das erste Vergehen führt zu einer Zeitstrafe von drei Stunden, ein zweites Vergehen bedeutet die Disqualifikation.

Schon vor dem Start der Rallye wurden die Teams darauf hingewiesen, dass man diese Regel verschärft hat. Nach der zweiten Etappe wurden die Roadbooks von 15 Motorrädern und zehn Autos eingesammelt und überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass alle Roadbooks zusätzliche Anmerkungen aufwiesen. Deswegen gab es noch einmal die Anweisung, dass die Rennleitung ab der dritten Etappe hart durchgreifen wird.

Walkner: "Note 177 hat auf einige hundert Meter nicht gestimmt"

In der Regel wird am späten Nachmittag das Roadbook für den nächsten Tag verteilt. Vor allem die großen Teams arbeiten seit vielen Jahren mit Spezialisten zusammen, die bis spät in die Nacht mit zusätzlichem Kartenmaterial die kommende Route analysieren. Bei kniffligen Stellen werden Notizen hinzugefügt, die dem Fahrer bei einer kniffligen Stelle im Gelände helfen sollen, schneller den richtigen Weg zu finden. Das ist nun verboten. Alle Teilnehmer müssen mit dem zur Verfügung gestellten Roadbook navigieren.

 

Mehrere Fahrer kritisieren aber die Fehler im Roadbook der Veranstalter: "Kurz vor dem Nachtanken war für mich ein eindeutiger Fehler im Roadbook, dort haben sich die meisten verfahren", ärgert sich Matthias Walkner nach der dritten Etappe. "Es gab einen Roadbook-Fehler und die Note 177 hat auf einige hundert Meter nicht gestimmt. Dadurch habe ich einiges an Zeit verloren. Ich bin gespannt, was hier noch rauskommt und hoffe echt, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist."

Zeitgutschrift erhielt der KTM-Fahrer allerdings keine. Schlimmer erwischte es Joan Barreda, der während der dritten Etappe einen steinigen Abhang hinunterfuhr und aus dem Loch nicht mehr herauskam. Für den Honda-Fahrer war die Rallye damit vorbei. "Nach einem Checkpunkt waren 255° vermerkt, aber in der Realität waren es 225°", schließt sich Barreda der Kritik an. "Sie sagen, dass Profis das Roadbook gemacht haben und es überprüft wurde, aber es gibt Fehler."

Sainz: "Es ist ein Desaster"

Neben Barreda musste auch Carlos Sainz am dritten Tag seine Hoffnungen auf den Sieg begraben. Der Spanier landete in einer Senke, die er nicht sehen konnte. Dabei brach die Vorderradaufhängung seines Mini-Buggy. "Wir fuhren eine gute Pace, attackierten aber nicht zu hart. Dann landeten wir in einer Senke, die im Roadbook vermerkt hätte sein müssen", ärgert sich der zweimalige Dakar-Sieger.

 

Laut Sainz führte das fehlerhafte Roadbook zu seinem Unfall: "Wenn ich morgen zur gleichen Stelle komme, hätte ich den gleichen Unfall wieder. Das Roadbook ist in diesem Jahr ein Desaster, aber so ist es eben." Nachdem sich Ex-Rennfahrer Marc Coma Anfang 2018 von der Dakar-Organisation verabschiedet hat, wurde seine Rolle nicht nachbesetzt. Die Route und das Roadbook wurden von einem Team erstellt, das von Xavier Colome geleitet wird.

Mehr zur Rallye Dakar:

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