Kampf um den Dakar-Sieg: Kann Loeb in Woche zwei Al-Attiyah noch einholen?

In der ersten Dakar-Woche hat Sebastien Loeb fast eine Stunde auf Nasser Al-Attiyah verloren - Ist die Entscheidung um den Sieg bereits gefallen? Was beide dazu meinen

Kampf um den Dakar-Sieg: Kann Loeb in Woche zwei Al-Attiyah noch einholen?

Nasser Al-Attiyah hat die Halbzeit der Rallye Dakar 2022 mit einem großen Vorsprung erreicht. Der Toyota-Fahrer hat nach sechs von zwölf Etappen ein Polster von 50 Minuten auf Yazeed Al-Rajhi (Toyota) und Sebastien Loeb (BRX).

Seit dem ersten Tag hält Al-Attiyah die Führung in der Gesamtwertung. Härtester Verfolger war von Beginn an Loeb, doch der Rallye-Rekordweltmeister hatte zwei schwierige Tage. In Etappe 3 verlor Loeb wegen Reifenschäden und gebrochener Kraftübertragung viel Zeit.

Und auch im Laufe der sechsten Etappe hatte Loeb mit schwieriger Navigation zu kämpfen und fiel in der Gesamtwertung hinter Al-Rajhi zurück. "Nach 100 Kilometern haben wir uns verfahren", berichtet Loeb seinen Freitag.

"Wir haben viel Zeit verloren und haben anschließend attackiert, um die vorderen Jungs wieder einzuholen. Mein Rhythmus war gut, aber wir haben zu viel Zeit verloren. Auf Nasser haben wir erneut 15 Minuten eingebüßt."

Aufgrund des großen Rückstands war es Loeb nicht mehr möglich, Druck auf Al-Attiyah auszuüben. Rechnet sich der Franzose noch Chancen auf seinen ersten Dakar-Sieg aus? "Der Rückstand ist groß, fast eine Stunde", seufzt Loeb.

Sebastien Loeb

Sebastien Loeb jagt noch seinen ersten Sieg bei der Rallye Dakar

Foto: Red Bull Contentpool

"Aber wir werden es sehen, es ist noch ein weiter Weg. Wir werden weiter attackieren und versuchen, einige gute Etappen zu haben. Ich habe kein Ziel. Ich werde mein Bestes geben und dann sehen wir, welches Resultat dabei herauskommt."

Al-Attiyah könnte seinen vierten Gesamtsieg feiern. In Südamerika gewann er 2011 mit Volkswagen, 2015 mit Mini und 2019 mit Toyota. Es war damals der erste und bisher einzige Triumph für Toyota. Bei Halbzeit ist der Hilux auf den ersten beiden Plätzen zu finden.

"Wir sind glücklich, dass wir die erste Dakar-Woche mit einem guten Vorsprung beendet haben", sagt Al-Attiyah zufrieden. "Wir haben in dieser Woche sehr gut gearbeitet und haben keine Fehler gemacht. Das Auto läuft auch sehr gut."

Der Sportstar aus Katar will aber noch nicht vom Sieg sprechen: "Wir versuchen die nächste Woche ohne Risiko zu managen. Die Dakar ist die Dakar. Wir müssen vorsichtig sein und brauchen eine gute Pace. Wenn man relaxt, dann macht man Fehler. Ja, wir müssen mit hohem Speed fahren."

Gesamtwertung nach 6 von 12 Etappen (Top 10):

Pos.

Fahrer

Auto Zeit
1

Qatar Nasser Al-Attiyah

France Mattieu Baumel

Toyota

20:37:24 Stunden Stunden

2

Saudi Arabia Yazeed Al-Rajhi

United Kingdom Michael Orr

Toyota +48:54 Minuten
3

France Sebastien Loeb

Belgium Fabian Lurquin

BRX +50:25
4

South Africa Giniel de Villiers

South Africa Fabian Murphy

Toyota +51:56
           5

Argentina Lucio Alvarez

Spain Armand Monleon

Toyota

+1:06:58 Stunden

6

Poland Jakub Przygonski

Germany Timo Gottschalk

Mini Buggy +1:16:25
7

Argentina Orlando Terranova

Spain Daniel Oliveras

BRX +1:24:00
8

Russian Federation Wladimir Wasiljew

Latvia Oleg Uperenko 

BMW +1:27:08
9

Czech Republic Martin Prokop

Czech Republic Viktor Chytka

Ford +1:30:30
10

Argentina Sebastian Halpern

Argentina Bernardo Graue

Mini Buggy +1:42:25

Mit Bildmaterial von Red Bull Contentpool.

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