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KTM peilt den 19. Sieg bei der Rallye Dakar an

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KTM peilt den 19. Sieg bei der Rallye Dakar an
Autor:
03.01.2020, 09:01

Toby Price, Matthias Walkner und Sam Sunderland sind auch in Saudi-Arabien die Speerspitzen von KTM - Die österreichische Marke will die Erfolgsserie ausbauen

18 Mal hat KTM die Rallye Dakar hintereinander gewonnen. Seit dem Jahr 2001 ist die österreichische Marke ungeschlagen. Auch nach Saudi-Arabien schickt man die drei Speerspitzen Toby Price, Matthias Walkner und Sam Sunderland ins Rennen. Alle drei haben die Rallye in Südamerika schon gewonnen. Price in den Jahren 2016 und 2019, Walkner 2018 und Sunderland 2017.

Der Österreicher Walkner konnte im Vorjahr seinen Titel nicht verteidigen und belegte den zweiten Platz. "Vor dem Start dachte ich, dass eine andere Marke gewinnen würde", blickt Walkner zurück. "Aber das war nicht der Fall und KTM hat wieder gewonnen. Bei uns herrscht ein richtiger Teamspirit und das Team ist extrem professionell."

Bei der vergangenen Dakar hatte sich Walkner schon im Laufe der vierten Etappe einen Knöchel gebrochen. Trotzdem hatte er sich durchgebissen. Im Anschluss an die Rallye gab es eine Knöcheloperation und auch noch eine Operation bei einem Knie. Deswegen bestritt der Salzburger im Laufe des Jahres nur zwei Rallyes in der Weltmeisterschaft.

Sunderland nach WM-Titel topmotiviert

Deutlich erfolgreicher verlief die Saison für Sunderland, der die FIM Cross-Country-Weltmeisterschaft gewonnen hat. "Zweimal war ich Vizeweltmeister, was ziemlich frustrierend war", sagt der Brite. "Es ist immer schwierig, eine komplette Saison ohne Fehler hinzubekommen. Glücklicherweise hatte ich nie technische Probleme."

Sam Sunderland

Sam Sunderland hat 2019 die Weltmeisterschaft gewonnen

Foto: KTM

"Eine Dakar in der Tasche, eine Weltmeisterschaft in der Tasche - das fühlt sich gut an. Ich möchte natürlich eine weitere Dakar gewinnen. Matthias, Toby und ich werden angreifen. Ich fühle mich gut und zuversichtlich. Man muss perfekt sein, um eine Dakar zu gewinnen. Alles muss gut laufen, die Vorbereitung, das Training, das Motorrad, die Mechaniker, das Team."

Price als Titelverteidiger der Gejagte

Als Titelverteidiger trägt Price die Startnummer 1. Der Australier gewann im Vorjahr mit einer angeschlagenen Hand und besiegte nicht zum ersten Mal die Schmerzen. Im Laufe des Jahres war Price auch auf vier Rädern im Einsatz. Er fuhr das Finke-Desert-Race in Australien und die Baja 1000, wo er sich den Truck mit Nasser Al-Attiyah teilte.

Eine Karriere im Automobil ist für Price nicht ausgeschlossen. Momentan liegt sein Fokus aber auf dem Motorrad. "Honda und Yamaha arbeiten hart, um zu gewinnen. Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, dann wirkt es, als würden wir die Dinge etwas anders machen", sagt Price über den Wettbewerb. "Aber wir entwickeln nur ein starkes, schnelles und zuverlässiges Motorrad."

Toby Price

Als Dakar-Titelverteidiger trägt Toby Price die Startnummer 1

Foto: KTM

Dazu kommt die erfahrene Mannschaft rund um Ex-Rennfahrer Jordi Viladoms als Teamchef. KTM hat aber nicht nur Honda und Yamaha als Gegner, sondern auch interne Konkurrenz. Die Marke Husqvarna gehört ebenfalls zum Konzern und setzt das gleiche Motorrad ein. Mit Pablo Quintanilla und Andrew Short gibt es zwei Fahrer, die Chancen auf Spitzenergebnisse haben.

Im vergangenen Jahr verlor Quintanilla durch einen Sturz auf der letzten Etappe den zweiten Platz. Bei dem Crash hatte er sich einen komplizierten Knöchelbruch zugezogen. Nach einer Operation war der Chilene sieben Monate außer Gefecht. Dann meldete sich Quintanilla mit einem Sieg bei der Atacama-Rallye und Platz zwei in Marokko zurück.

Und dann gibt es noch die spanische Motorradfirma GasGas. Vor wenigen Monaten übernahm KTM die Mehrheitsanteile von 60 Prozent. Laia Sanz wurde vom KTM-Team zu GasGas transferiert. Technisch gibt es keine Unterschiede. Die Spanierin Sanz wird zum zehnten Mal die Rallye Dakar in Angriff nehmen. Neunmal gewann sie die Frauenwertung.

Mit Bildmaterial von KTM.

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Artikel-Info

Rennserie Rallye Dakar
Event Rallye Dakar
Autor Gerald Dirnbeck