Positive Coronatests: Dakar-Start von de Villiers offen, Privatfahrerin fährt nicht

Update: Nach einem negativen Coronatest ist Giniel de Villiers auf dem Weg nach Saudi-Arabien - Für eine Motorradfahrerin ist der Traum geplatzt

Positive Coronatests: Dakar-Start von de Villiers offen, Privatfahrerin fährt nicht

Anfang der Woche machten sich weltweit die Teilnehmer der 44. Rallye Dakar auf den Weg nach Saudi-Arabien. Beispielsweise flog Matthias Walkner am Montag (27. Dezember) von Österreich aus ab. Für die Reise nach Dschidda wird ein negativer PCR-Test benötigt. Und es gibt bereits die ersten Teilnehmer, die positiv getestet worden sind.

Die ersten schlechten Nachrichten kamen aus Südafrika. Mit Giniel de Villiers hat es einen Topfahrer in der Automobilkategorie erwischt. Der Gesamtsieger von 2009 ist Teil des Toyota-Teams, das mit einem runderneuerten Hilux nach dem Sieg greifen will.

De Villiers war in den vergangenen Monaten die treibende Kraft hinter der Entwicklung und den Tests des neuen GR DKR Hilux T1+ gewesen. Das Toyota-Team Südafrika war am Sonntag mit einem Charterflug nach Dschidda geflogen.

Nicht an Board war de Villiers, weil sein Coronatest positiv gewesen ist. Laut Informationen der spanischen Edition von 'Motorsport.com' hat der 49-Jährige seither weitere Tests gemacht und hofft auf ein negatives Ergebnis, um doch noch nach Saudi-Arabien fliegen zu können.

Diesen Montag soll er seinen bereits siebten Test gemacht haben. Spätester Abflugtermin nach Dschidda wäre der 29. Dezember. Das Toyota-Team arbeitet bereits an einem Plan B, sollte de Villiers nicht an der Rallye teilnehmen dürfen.

Update 28.12.2021, 14:15 Uhr: Laut Informationen der spanischen Ausgabe von 'Motorsport.com' wurde de Villiers mittlerweile negativ gestetet und hat die Reise nach Saudi-Arabien angetreten.

Ein möglicher Ersatzfahrer wäre Kris Meeke. Der ehemalige WRC-Pilot hat 2021 seine erste Dakar in einem Side-by-Side bestritten. Eine andere Option wäre Bernhard ten Brinke, der die Rallye schon mehrmals für Overdrive-Toyota gefahren ist. Beide sind schon nach Dschidda gereist.

Traum vom Dakar-Abenteuer für Südafrikanerin geplatzt

Für Kirsten Landman ist der Traum von der Rallye Dakar bereits geplatzt. Die Südafrikanerin wäre das zweite Mal als Privatfahrerin bei den Motorrädern dabei gewesen. 2020 hat sie im Endergebnis Platz 55 sowie Rang drei in der Damenwertung belegt.

 

Diesmal wäre Landman in der Original-Klasse, in der die Motorradfahrer ohne Mechaniker auf sich alleine gestellt sind, an den Start gegangen. Auch sie wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Im Gegensatz zu de Villiers steht bei ihr schon fest, dass sie die Rallye nicht fahren wird.

"In der vergangenen Woche habe ich leider mehrere positive Tests abgegeben", sagt Landman auf ihrem Instagram-Kanal. Aus ihrer Sicht wäre das Risiko zu groß, um auf einen negativen Test zu hoffen oder mit körperlicher Beeinträchtigung so eine Marathon-Rallye zu starten.

Deshalb will Landman mit ihren Betreuern versuchen, ihren Startplatz und ihr Sponsorengeld auf das Jahr 2023 zu übertragen: "Es ist herzzerreißend, weil ich mich das ganze Jahr darauf vorbereitet habe. Ich finde keine Worte, aber es ist wie es ist. Jetzt müssen wir die Tage bis 2023 zählen."

Die Rallye Dakar findet vom 1. bis 14. Januar statt.

Mit Bildmaterial von Red Bull Contentpool.

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