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Rallye-Chef Castera: Keiner muss bei der Dakar 2020 zu Hause bleiben

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Rallye-Chef Castera: Keiner muss bei der Dakar 2020 zu Hause bleiben
Autor:
Co-Autor: André Wiegold
12.07.2019, 08:38

Nach wie vor gibt es Zweifel, ob Saudi-Arabien in der Lage ist, ein Event wie die Rallye Dakar abzuhalten - David Castera beruhigt: Alle werden mitfahren

Der Wechsel der Rallye Dakar ab 2020 nach Saudi-Arabien warf einige kritische Fragen auf, ob das Land in der Lage sei, ein derartiges Großereignis zu handeln. Touristenvisa gibt es erst seit nicht einmal einem Jahr und in Sachen Frauen- und Presserechten (beide Parteien gehören bei der "Dakar" dazu) gilt die Monarchie nicht gerade als Musterknabe.

David Castera, der erst seit März Direktor der Rallye Dakar ist, beruhigt: "Keiner der Fahrer wird bei der 'Dakar' zuschauen müssen, sonst wären wir nicht hier. So viel steht fest. Jeder, einschließlich Al-Attiyah, wird an der Rallye teilnehmen können."

Nasser Al-Attiyah hat als Katari zwar die kürzeste Anreise von allen, seit Verhängung einer Blockade durch eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition im Jahre 2017 dürfte für ihn jedoch die Anreise am schwierigsten werden. Castera wischt alle Zweifel beiseite: "Wir haben Teilnehmer aus 50 Ländern und alle werden dabei sein, wie üblich."

Bei der Präsentation der Rallye im April hat das alles noch nicht geklappt. Sowohl von den anwesenden Fahrern als auch Journalisten hatten manche Probleme mit ihrem Visum. "Mit mehr Zeit werden wir das hinkriegen", beschwichtigt der ehemalige Motorradpilot und Auto-Beifahrer. "Für die Präsentation mussten wir alles überstürzt hinkriegen und das war kompliziert."

Kleidervorschriften für Frauen

"Sie haben das schon bei anderen Events bewiesen wie der Formel E, er europäischen Golf-Tour, Red Bull Air Race oder dem italienischen Fußball-Supercup. Es stimmt, dass die 'Dakar' eine Nummer größer ist, aber wir koordinieren alles mit ihnen so, dass es gut gehen wird."

"Was das Thema Frauen angeht, so hat man uns gebeten, dass sie lange Hosen und ein normales T-Shirt tragen sollen. Mehr hätten sie nicht. Mehr Probleme als das wird es nicht geben und ich denke, das ist keine allzu große Sache."

Und das Thema Pressefreiheit? Hier antwortet der langjährige Rennfahrer Prinz Abdulaziz Bin Turki Al Faisal Al Saud auf die Frage, ob Journalisten sich frei in ihren Presseautos bewegen können: "Ich denke, das ist möglich. Allerdings müsste ich das prüfen, weil die Rallye noch in der frühen Planungsphase steckt. Ich denke nicht, dass es ein Problem ist, aber wir müssen darüber mit der A.S.O. reden. Ich freue mich darauf, eine Lösung dafür zu finden."

Aus sportlicher Sicht bietet Saudi-Arabien einige interessante Möglichkeiten, wie Castera darlegt: "Wir haben großartiges Potenzial gesehen. Hier gibt es viel Wüste, Berge, Steine, Straßen ... Wir freuen uns über das, was wir gesehen haben." Er hat bereits angekündigt, dass 2020 die "afrikanischste" Dakar seit dem Wegzug vom afrikanischen Kontinent sein werde.

Weitere Co-Autoren: Sergio Lillo. Mit Bildmaterial von Red Bull Content Pool.

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Artikel-Info

Rennserie Rallye Dakar
Autor Heiko Stritzke