Rallye Dakar 2019: Präsentation der Route verzögert sich weiter

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Rallye Dakar 2019: Präsentation der Route verzögert sich weiter
Autor: Gerald Dirnbeck
Co-Autor: Sergio Lillo
15.05.2018, 19:06

Dakar-Veranstalter ASO muss die Präsentation der Route 2019 verschieben, denn Chile sagt ab. Bisher ist für die 41. Ausgabe nur Peru als Austragungsland bestätigt.

1. #303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
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#19 Red Bull KTM Factory Racing KTM: Antoine Meo
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#8 Red Bull KTM Factory Racing KTM: Toby Price
#312 X-Raid Team Mini: Jakub Przygonski, Tom Colsoul
Crashed car of #310 X-Raid Team Mini: Bryce Menzies, Peter Mortensen
Crashed car of #310 X-Raid Team Mini: Bryce Menzies, Peter Mortensen
#502 Team Kamaz Master: Dmitry Sotnikov, Ruslan Akhmadeev, Ilnur Mustafin
#509 Team De Rooy Iveco: Ton van Genugten, Bernard Der Kinderen, Peter Willemsen
#387 Polaris: Claude Fournier, Hervé Lavergne
#307 X-Raid Team Mini: Orlando Terranova, Bernardo Graue

Die Route für die Rallye Dakar 2019 lässt weiter auf sich warten. Eine für Anfang der Woche angesetzte Präsentation musste kurzfristig abgesagt werden, da Chile dem Veranstalter ASO mitgeteilt hat, dass man im kommenden Januar nicht Teil der Rallye sein wird. Bisher ist mit Peru nur ein einziges Land bestätigt. Außerdem ist die ASO weiter auf der Suche nach einem neuen Sportdirektor, nachdem sich Marc Coma Anfang Februar zurückgezogen hat.

Seit die Dakar in Südamerika gastiert, gab es Mitte Mai normalerweise immer eine ungefähre Route. Meistens standen die Rahmenbedingungen bis Ende April fest. Im Vorjahr waren die Austragungsländer Peru, Bolivien und Argentinien bereits im März bekannt. Nur 2008, als die Rallye von Afrika nach Südamerika übersiedelte, gab es aus im Juni die erste Route, die damals in kürzester Zeit zusammengestellt werden musste.

Die ursprünglichen Pläne für die 41. Ausgabe des Marathonklassikers im Januar 2019 sah eine Route vor, die den Pazifik mit dem Atlantik verbindet. Das ist eine der Visionen von ASO-Direktor Etienne Lavigne. Schon im Januar war zu hören, dass es Gespräche mit Ecuador gibt, das sich nördlich von Peru befindet. Erste Kontakte sollen schon im vergangenen Jahr geknüpft worden sein, aber seit Ende Januar gab es keine definitive Zusage.

Chile sagt kurzfristig für 2019 ab

Am 2. März wurde Peru als bislang einziges Gastgeberland bestätigt. Allerdings verzögern sich auch die Gespräche mit der Regierung in Lima, wo die Dakar 2018 begann. Ende März trat Präsident Pedro Pablo Kuczynski nach Korruptionsvorwürfen zurück. Auch die Gespräche mit der Regierung Chiles verzögerten sich, denn nach Wahlen im November trat die neue Regierung erst Mitte März ins Amt. Die ASO rechnete mit Chile, denn Vertreter der neuen Regierung hatten die Dakar 2018 besucht.

Es waren damals auch Vertreter von Ecuador eingeladen. "Wir haben Verträge mit der neuen chilenischen Regierung", bestätigt Lavigne vor wenigen Wochen gegenüber 'Motorsport.com'. "Wenn wir Peru und Chile haben, können wir mit der Geschichte für 2019 beginnen." Ersten Ideen zufolge sollte die Rallye in Santiago de Chile (Zielort 2013) beginnen und dann Richtung Norden durch Peru, Bolivien und Ecuador führen. Doch aus diesen Plänen wird nichts.

 

Aus "ökonomischen Gründen" gab Chile vor wenigen Tagen bekannt, dass man nicht Teil der Dakar sein wird. Chiles Sportminister Pauline Kantor bekräftigte, dass man 2020 wieder dabei sein möchte. Zum bisher letzten Mal führte die Rallye 2015 durch Chile. Besser sieht es bezüglich Bolivien aus, denn Tourismus-Ministerin Wilma Alanoca bestätigt, dass die Dakar wirtschaftlich positive Auswirkungen hat. Allerdings müsste die Rallye auch durch andere Gebiete des Landes führen. 2018 waren La Paz, Uyuni und Tupiza Etappenorte.

All diese Umstände verzögern für den ASO die Planungen der neuen Route. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Rallye neben Peru und Bolivien auch durch Argentinien und Ecuador führen wird. Allerdings sind die letzten beiden Länder derzeit ungewiss. Seit die Rallye in Südamerika fährt, war Argentinien immer ein Teil davon. Bolivien kam 2014 hinzu und Peru kehrte 2018 wieder in die Route zurück und bot an den ersten Tagen sportlich eine große Herausforderung.

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