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Rallye Dakar 2020: Titelverteidiger Toby Price gewinnt Auftaktetappe

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Rallye Dakar 2020: Titelverteidiger Toby Price gewinnt Auftaktetappe
Autor:
05.01.2020, 09:15

KTM-Fahrer Toby Price jagt Ricky Brabec (Honda) den Sieg auf der ersten Dakar-Etappe in Saudi-Arabien ab - Matthias Walkner (KTM) beendet den Auftakt als Dritter

Der Startschuss für die 42. Ausgabe der Rallye Dakar, die erstmals in Saudi-Arabien stattfindet, ist gefallen. KTM-Fahrer Toby Price, der im Vorjahr seinen zweiten Gesamtsieg gefeiert hat, startete fulminant und sicherte sich den ersten Etappensieg. Im Spitzenfeld dominierten zum Auftakt KTM und Honda. Ricky Brabec (Honda) und Matthias Walkner (KTM) folgten als Zweiter und Dritter.

Die erste Etappe führte die Teilnehmer von Dschidda in nördlicher Richtung nach Al-Wadschh. Insgesamt mussten gleich zum Auftakt 752 Kilometer entlang des Roten Meeres zurückgelegt werden. Der gewertete Abschnitt umfasste 319 Kilometer und fand auf Sand, Erde und teilweise steinigem Boden statt. 144 Motorräder brachen zum großen Abenteuer auf.

Bei Price klemmt die Rolle beim Roadbook

In der Anfangsphase setzte sich Honda-Fahrer Brabec an die Spitze des virtuellen Klassements. Bei Halbzeit war es dann Titelverteidiger Price, der die Wertung anführte. Der Australier war in guter Form, denn bei Kilometer 254 hatte er schon etwas mehr als eineinhalb Minuten Vorsprung auf Brabec.

#15 Monster Energy Honda Team Honda: Ricky Brabec

#15 Monster Energy Honda Team Honda: Ricky Brabec

Foto: Honda Racing

Brabec war einer der ersten Fahrer, die das Ziel erreichten, während die KTM-Fraktion etwas später eintraf. Als Price über die Linie kam, hatte er die Bestzeit aufgestellt. Der Australier benötigte für den gewerteten Abschnitt drei Stunden und 19 Minuten. Damit war Price um zwei Minuten schneller als Brabec.

Allerdings könnte Price eine Strafe drohen, denn er hatte ein Problem mit dem Roadbook. "Nach ungefähr 15 Kilometern hat etwas beim Roadbook blockiert, es drehte nicht weiter. Das war seltsam. Ich hatte aber Glück, denn ich konnte im Staub folgen und mithalten", berichtet der Australier. "Ohne Roadbook fährt man praktisch blind. Auf dem Papier sieht es zwar gut aus, aber ich glaube, es kommt noch eine Strafe."

Walkner findet langsam ein besseres Gefühl

Hinter dem Honda-Fahrer folgte Walkner mit 2:40 Minuten Rückstand auf dem dritten Platz. "Ich war heute ziemlich nervös vor dem Start", sagt der Österreicher. "Die ersten 80 Kilometer fühlten sich nicht wirklich gut an, es waren relativ schnelle Abschnitte dabei und dann wieder ganz langsame Passagen mit großen Steinen, beinahe wie beim Hard-Enduro fahren."

#2 Red Bull KTM Factory Racing: Matthias Walkner

#2 Red Bull KTM Factory Racing: Matthias Walkner

Foto: KTM Images

"Nach und nach bin ich besser reingekommen und habe mich auf dem Motorrad immer wohler gefühlt. Bei Kilometer 150 ist mir ein kleiner Roadbook-Fehler unterlaufen - das hat mich dann etwas Zeit gekostet. Gegen Ende hin wurde aber das Gefühl immer besser. Mit Platz drei bin ich zwar zufrieden, aber ich weiß auch, dass ich mich bei der Navigation noch besser konzentrieren muss."

KTM und Honda dominierten zum Auftakt die Spitzenwertung. Kevin Benavides (Honda) und Sam Sunderland (KTM) rundeten die Top 5 ab. Pablo Quintanilla belegte mit der Husqvarna Platz sechs. Keinen guten Tag erwischte Joan Barreda (Honda), der am Sonntag fast acht Minuten einbüßte.

Am Montag geht es weiter nach Neom. 400 Kilometer müssen bewältigt werden.

Update: Price erhielt nachträglich zwei Strafminuten. An den Positionen änderte sich nichts.

Ergebnis der 1. Etappe (Top 10):

Pos. Fahrer Motorrad Zeit
1 Australia Toby Price KTM 3:21:33 Stunden
2 United States Ricky Brabec Honda +00:05 Minuten
3 Austria Matthias Walkner KTM +00:40
4 Argentina Kevin Benavides Honda +02:31
5 United Kingdom Sam Sunderland KTM +03:15
6 Chile Pablo Quintanilla Husqvarna +03:36
7 Spain Joan Barreda Honda +05:51
8 Argentina Luciano Benavides KTM +06:56
9 United States Andrew Short Husqvarna +07:03
10 France Adrien van Beveren Yamaha +07:52

Mit Bildmaterial von KTM.

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Artikel-Info

Rennserie Rallye Dakar
Event Rallye Dakar
Autor Gerald Dirnbeck