"Verdiene diesen Sieg": Carlos Sainz nach Dakar 2018 auf Wolke sieben

geteilte inhalte
kommentare
Autor: Gerald Dirnbeck
Co-Autor: Sergio Lillo
20.01.2018, 17:18

Nach seinem zweiten Dakar-Sieg spricht Carlos Sainz über die sehr schwierige Rallye – Fährt "El Matador" auch nach dem Peugeot-Ausstieg weiter?

#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
1. Carlos Sainz, Peugeot Sport
#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz
#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz
#303 Peugeot Sport Peugeot 3008 DKR: Carlos Sainz, Lucas Cruz

Am Ruhetag in La Paz lag Carlos Sainz fast eine halbe Stunde hinter seinem Peugeot-Teamkollegen Stephane Peterhansel zurück auf dem zweiten Platz. Die Reihenfolge auf dem Podium der Rallye-Dakar 2018 schien einzementiert zu sein. Doch dann fuhr der Defekt-Teufel bei Peterhansel mit. Sainz hatte in der zweiten Woche auch technische Probleme, aber kleinere. "Man muss bei diesem Rennen auch Glück haben", sagt der Sieger aus Spanien. "Man muss Glück haben, um so ein schwieriges Rennen, das zwei Wochen dauert, zu gewinnen."

Fotos: Carlos Sainz bei der Rallye Dakar 2018

In den vergangenen Tagen musste Sainz noch zittern, als er beispielsweise in der zwölften Etappe wegen Getriebeproblemen 18 Minuten einbüßte. "Aber wenn man mit diesem Vorsprung gewinnt, dann hat man gute Arbeit geleistet", sagt der 55-Jährige unmittelbar nach der Zieldurchfahrt. "Nach der harten Arbeit mit diesem Auto in den vergangenen vier Jahren, ist es nur fair, dass ich jetzt auch gewonnen habe. Wir haben gesehen, dass jeden Tag etwas passieren kann. Jeden Tag gab es Überraschungen. Wir haben es am Ende gut gemanagt. Ich bin sehr glücklich."

"Ich habe Gas gegeben, als ich Gas geben musste, und ich habe verwaltet, als es notwendig war", so Sainz weiter. "Es ist nicht einfach, wenn man einen großen Vorsprung hat. Wenn man langsamer fährt, dann können rascher Fehler passieren. Es ist schwierig, konzentriert zu bleiben, weil man nicht so aufmerksam ist. Wir haben vor vier Jahren begonnen, den Zweiradantrieb siegfähig zu machen. Ich denke, ich verdiene diesen Sieg." Im Jahr 2004 gewann Sainz außerdem in Argentinien seinen letzten WRC-Lauf.

Sein zweiter Dakar-Sieg nach 2010 (mit Volkswagen) könnte Sainz' letzter großer Triumph gewesen sein. Peugeot beendet das Dakar-Programm und schon im Vorfeld hatte der Spanier angekündigt, dass er nicht weiß, ob er weitermachen wird. "Wir werden es sehen", meint Sainz in der Stunde seines großen Sieges. "Wir haben jetzt genug Zeit, um darüber nachzudenken. Peugeot hört auf und wir werden sehen, was wir tun werden." Kontakte zu X-raid Mini soll es bisher nicht gegeben haben.

Der Name Sainz bleibt auf alle Fälle im internationalen Motorsport, denn Sohn Carlos steht vor seiner ersten kompletten Saison als Renault-Werksfahrer in der Formel 1. "Ich habe mit ihm jeden Tag vor und nach der Etappe gesprochen", schildert Vater Sainz den familiären Austausch. "Ich glaube, er hat Rache dafür genommen, dass ich ihm immer Ratschläge erteilt habe. Er hat das jetzt zwei Wochen lang mit mir gemacht. Jeden Tag hat er nach der Taktik gefragt und sie kommentiert."

 

Nun steht Samstagabend in Cordoba die große Siegerparade im Stadtzentrum auf dem Programm. Sainz kostet seinen vielleicht letzten großen Triumph aus: "Dieser Sieg ist sehr wichtig, weil die Rallye sehr schwierig war. Das hat jeder gesehen. Es gab viel Wüstengelände, wo ich mich nicht so komfortabel fühle. Wir haben es aber gut gemeistert und ich bin sehr glücklich." Bei seinen bisher elf Dakar-Teilnahmen sah Sainz fünfmal die Zielflagge. Neben seinen beiden Siegen (2010, 2018) stand er einmal als Dritter (2011) auf dem Podest.

 
Nächster Rallye Dakar Artikel
Dakar-Sieger Matthias Walkner: "Es ist extrem geil und lässig!"

Previous article

Dakar-Sieger Matthias Walkner: "Es ist extrem geil und lässig!"

Next article

Rallye Dakar 2018: Carlos Sainz triumphiert bei Peugeot-Abschied

Rallye Dakar 2018: Carlos Sainz triumphiert bei Peugeot-Abschied

Artikel-Info

Rennserie Rallye Dakar
Event Rallye Dakar
Fahrer Carlos Sainz
Teams Peugeot Sport
Autor Gerald Dirnbeck
Artikelsorte Reaktion