X-raid mit fünf Mini bei der Dakar: Co-Pilot Timo Gottschalk im starken Buggy

Mit dem Siegerauto der vergangenen Jahre hat der deutsche Co-Pilot Timo Gottschalk Chancen auf ein Topresultat - Laia Sanz debütiert mit einem älteren Mini im Auto

X-raid mit fünf Mini bei der Dakar: Co-Pilot Timo Gottschalk im starken Buggy

Das erfolgreiche X-raid-Team aus Deutschland wird auch bei der Rallye Dakar 2022 in Saudi-Arabien mit einem Großaufgebot an den Start gehen. Eingesetzt werden drei unterschiedliche Fahrzeuge. Die Speerspitze stellen drei Mini John Cooper Works Buggy dar. Es ist das Siegerauto der vergangenen beiden Jahre.

Stephane Peterhansel und Carlos Sainz treten diesmal für Audi an. Das neue Projekt des deutschen Automobilherstellers wird auch von X-raid-Chef Sven Quandt über die neue Q Motorsport GmbH unterstützt. X-raid setzt deshalb auf bewährtes Material.

In einem der drei Buggies sitzt Jakub Przygonski mit Beifahrer Timo Gottschalk. Der Pole und der Deutsche arbeiten seit drei Jahren zusammen und belegten im Vorjahr mit einem Toyota Hilux den vierten Platz.

Für die kommende Dakar haben sie sich bewusst für den bewährten und konkurrenzfähigen Mini Buggy entschieden. Allerdings wurde laut Reglement der Luftmengenbegrenzer etwas beschnitten, wodurch dem Dieselmotor, der nur die Hinterräder antreibt, etwas Leistung fehlt.

Anfang Dezember belegten Przygonski/Gottschalk bei der Rallye Ha'il in Saudi-Arabien Rang sechs. Sie feierten einen Etappensieg und belegten einen zweiten und einen dritten Platz im Tagesergebnis. Einziger Rückschlag war eine gebrochene Antriebswelle.

Jakub Przygonski

Jakub Przygonski hat die Chance, im Spitzenfeld mitzumischen

Foto: X-raid

"Ich denke, dass wir bei der gesamten Rallye ein gutes Tempo gezeigt haben, dazu haben wir viel mit dem Auto gearbeitet und gute Ideen für die Rallye Dakar entwickelt", sagt Przygonski. "Der X-raid-Mini-Buggy ist grundsätzlich ein schnelles, leicht zu fahrendes Auto."

Im zweiten Buggy sitzen die beiden Argentinier Sebastian Halpern und Bernardo Graue. Und der dritte Buggy liegt in den Händen von Denis Krotow und Konstantin Schiltsow. Bei der Abu Dhabi Desert Challenge belegten die beiden Russen den dritten Platz.

Neben den drei Buggies sind bei der Dakar zwei allradgetriebene Mini JCW Rally am Start. Das sind Yasir Seaidan und sein russischer Co-Pilot Alexey Kuzmich. Vaidotas Zala setzt ebenfalls auf dieses Fahrzeug und tritt mit seinem eigenen Team an. Sein Co-Pilot ist Paulo Fiuza.

Laia Sainz wechselt vom Motorrad ins Auto

Das fünfte von X-raid betreute Auto ist ein älteres Modell, nämlich der allradgetriebene Mini All4-Racing. Am Steuer sitzt Laia Sanz. Die Spanierin steigt vom Motorrad auf das Automobil um und steht vor ihrem Debüt auf vier Rädern.

Sanz war elfmal die beste Motorradfahrerin. Im Jahr 2015 hatte sie die Rallye auf dem neunten Platz beendet. "Ich glaube, ich habe Dinge erreicht, die ich mir vor meiner ersten Dakar gar nicht vorstellen hätte können", sagt Sanz.

Laia Sanz

Laia Sanz setzt beim Debüt auf den bewährten Mini All4-Racing

Foto: X-raid

"Es gab tolle Ergebnisse, sehr gute Erfahrungen, aber es war auch hart. Vor allem in den vergangenen Jahren, weil ich gesundheitliche Probleme hatte. Ich denke, aus mehreren Gründen war es Zeit für eine Veränderung."

Die Spanierin geht davon aus, dass der bewährte Mini All4Racing keine Probleme machen wird und es für sie deshalb das ideale Fahrzeug für das Debüt im Auto darstellt: "Ich versuche die Ziellinie zu erreichen. Das ist das Hauptziel. Ich will so viel wie möglich lernen und mein Bestes geben."

Als Beifahrer von Sanz fungiert Maurizio Gerini, der in den vergangenen Jahren ebenfalls mit dem Motorrad am Start war und auch vor seinem Debüt mit einem Automobil steht. Laut Sanz ist der Italiener "ein sehr guter Navigator".

Mit Bildmaterial von X-raid.

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