Zwei Motorradfahrer gerammt: Saftige Strafe für Giniel de Villiers

Für zwei Situationen mit Motorradfahrern wird Giniel de Villiers bestraft - Einmal fährt er über ein Motorrad, wofür fünf Strafstunden fällig werden

Zwei Motorradfahrer gerammt: Saftige Strafe für Giniel de Villiers

Giniel de Villiers wurde für zwei Zwischenfälle mit Motorrädern bestraft und spielt deshalb im Spitzenfeld der Rallye Dakar keine Rolle mehr. Der Toyota-Fahrer hat eine Zeitstrafe von fünf Minuten erhalten und eine zweite von fünf Stunden. Dadurch fiel er auf Platz 38 zurück.

Die erste Situation hat sich bereits während der ersten Etappe abgespielt. An einer Engstelle zwischen Felsen berührte de Villiers von hinten das Motorrad des Chilenen Cesar Zumuran. Dieser kam zu Sturz. De Villiers fuhr weiter.

Er musste vor den Rennkommissaren vorsprechen. Der Sieger von 2009 entschuldigte sich und gab an, dass ihm der Motorradfahrer signalisiert hat, dass er in Ordnung sei. Trotzdem sprach die FIA bereits am Montag eine Strafe von fünf Minuten aus.

Die zweite Situation passierte im Laufe der zweiten Etappe. Auf dem Abhang einer Düne konnte de Villiers zwar Mohamedsaid Aoluad Ali ausweichen, aber er fuhr mit seinem Toyota über die KTM, die dabei stark beschädigt wurde.

Am Mittwoch musste de Villiers bei den Rennkommissaren vorsprechen. "Wir haben kein Alarmsignal vom Sentinel gehört", lautet seine Erklärung. "Wir zweifeln nicht daran, dass wir ein Signal erhalten haben."

"Das Problem ist, dass sich der Knopf für das Sentinel auf dem Boden auf der Beifahrerseite befindet. Während der Fahrt werden die Füße des Beifahrers herumgewirbelt, wodurch versehentlich der Knopf gedrückt werden kann."

"Als wir über die Düne kamen, sahen wir den Motorradfahrer und ich wich ihm aus, um ihn nicht zu verletzen. Am Fuß der Düne drehten wir uns um, um sicherzugehen, dass der Fahrer nicht verletzt war. Als wir landeten, spürten wir nicht, dass das Motorrad getroffen wurde."

"Dann setzten wir den Abschnitt fort. Es ist uns sehr peinlich, dass so etwas passiert ist. Wir entschuldigen uns vielmals für diesen Vorfall. Wir sind auch bereit, die Kosten für den Wiederaufbau des Motorrads zu erstatten."

De Villiers übernimmt Kosten für kaputtes Motorrad

De Villiers hat sich auch mit Aoulad Ali geeinigt. Er kommt für die Reparaturkosten und die Registrierung für die Dakar 2023 auf. Der Motorradfahrer aus Marokko nahm das auch an und zeigte sich zufrieden.

Aber die FIA war gnadenlos. De Villiers hat die Sicherheit nicht beachtet. Laut Artikel 12.2.1.h des Sportlichen Reglements wurden ihm fünf Strafstunden aufgebrummt. Nach der vierten Etappe war er Vierter. Mit der Strafe beläuft sich sein Rückstand nun auf 5 Stunden und 49 Minuten.

Giniel de Villiers

Im Spitzenfeld spielt der Südafrikaner keine Rolle mehr

Foto: Red Bull Contentpool

"Das Sentinel ist für die Sicherheit des Fahrers und aller anderen Teilnehmer der Rallye Dakar unerlässlich", heißt es in dem FIA-Dokument. "Die Sicherheit ist eines der Hauptanliegen der FIA. Die Sicherheit bleibt eine zentrale Herausforderung."

"Die FIA ist verpflichtet, alles zu tun, um unter anderem die Fahrer zu schützen. Es ist die Pflicht der Besatzung, auf das Signal des Sentinel-Systems zu reagieren, um Gefahren für sich selbst und andere zu vermeiden"

"Die Rennkommissare betrachten das Verhalten der Besatzung als einen Verstoß gegen das Reglement, der Konsequenzen haben muss. Da Herr de Villiers sich freiwillig mit dem Fahrer in Verbindung gesetzt hat, sich entschuldigt hat und für den entstandenen Schaden aufkommen wird, halten die Stewards eine Zeitstrafe für notwendig, aber auch für angemessen".

Gesamtwertung nach 4 von 12 Etappen (Top 10):

Pos.

Fahrer

Auto Zeit
1

Qatar Nasser Al-Attiyah

France Mattieu Baumel

Toyota

13:26:02 Stunden Stunden

2

France Sebastien Loeb

Belgium Fabian Lurquin

BRX +38:05 Minuten
3

Saudi Arabia Yazeed Al-Rajhi

United Kingdom Michael Orr

Toyota +49:15
4

Argentina Lucio Alvarez

Spain Armand Monleon

Toyota +53:58
           5

Russian Federation Wladimir Wasiljew

Latvia Oleg Uperenko 

BMW

+1:03:52 Stunden

6

Poland Jakub Przygonski

Germany Timo Gottschalk  

Mini Buggy +1:11:57
7

Argentina Sebastian Halpern

Argentina Bernardo Graue 

Mini Buggy +1:17:23
8

Czech Republic Martin Prokop

Czech Republic Viktor Chytka

Ford +1:20:26
9

Argentina Orlando Terranova

Spain Daniel Oliveras

BRX +1:23:42
10

Saudi Arabia Yasir Seaidan

Russian Federation Alexej Kuzmich

Mini 4x4 +1:30:18

Mit Bildmaterial von Red Bull Contentpool.

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