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Aston Martin ändert Plan: Warum man gleich beide offenen Testtage nachholt

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Aston Martin ändert Plan: Warum man gleich beide offenen Testtage nachholt
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18.06.2019, 12:25

Wieso Aston Martin entgegen der ursprünglichen Planung gleich beide noch offenen Testtage in Vallelunga durchführt und die Konkurrenz den Neuling nicht abschreibt

R-Motorsport disponiert um: Nach der Bekanntgabe von vergangener Woche, dass man am 19. Juni einen von zwei noch offenen Testtagen in Vallelunga nachholen wird, hat das Aston-Martin-Team nun kurzfristig entschieden, schon heute zu testen. Das bedeutet, dass man beide Testtage in Italien durchführt und somit das offene Kontingent aufbrauchen wird.

Während heute Rookie Jake Dennis testet, wird am Mittwoch wie geplant Paul di Resta am Steuer des Vantage sitzen, der trotz Punkten an den ersten zwei DTM-Wochenenden noch Entwicklungsrückstand auf die Konkurrenz von Audi und BMW hat.

Das hat damit zu tun, dass der in 90 Tagen gebaute Bolide der Neueinsteiger erst Anfang März erstmals auf die Strecke ging, während die deutsche Konkurrenz bereits im November 2018 erste Testfahrten durchgeführt hatte. Die verlorene Testzeit durfte man nun durch die Zustimmung der in der ITR-Kommission vertretenen Rivalen nachholen.

Änderung aus "logistischen Gründen"

Doch warum hat man sich nun dazu entschlossen, gleich beide Testtage am Stück durchzuführen? Das hat "logistische Gründe", wie ein Sprecher des Teams auf Anfrage von 'Motorsport.com' klarstellt. Zwei Tage am Stück sind kostengünstiger als wenn man diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten an unterschiedlichen Orten durchführen wurde. Das liegt vor allem an den Reisekosten.

 

"Ein Testtag kostet einiges an Geld, und ich werde nicht müde, auf die Kostensituation in der DTM hinzuweisen", sagt R-Motorsport-Teamchef Florian Kamelger auf die Frage, wovon die Testplanung abhängt. "Das ist natürlich schon ein großer Kostenfaktor."

Dass man nun beide Tage am Stück durchführt, deutet auch darauf hin, dass man die technischen Probleme der vergangenen Rennen so weit im Griff hat und nun ordentlich Kilometer sammeln kann.

Konkurrenz schreibt Aston Martin nicht ab

Fakt ist, dass die Konkurrenz Aston Martin trotz des Rückstands und der anfänglichen Probleme nicht abgeschrieben hat. "Die werden wir nicht unterschätzen, denn die kommen noch im Laufe der Saison", ist Rosberg-Audi-Teamchef Arno Zensen im Gespräch mit 'Motorsport.com' überzeugt.

"Für sie bedeutet es jetzt einfach 'learing by doing'", denn abgesehen von den Testtagen, die das Team nun nachholen darf, gibt es während der Saison ein Testverbot. "Man darf auch nicht vergessen, dass da gute Leute am Werk sind", spielt Zensen darauf an, dass mit HWA der Vorjahresmeister hinter dem Projekt steht. "Was die Aston-Martin-Jungs in der kurzen Zeit geleistet haben, kann man gar nicht hoch genug anerkennen."

Mit Bildmaterial von R-Motorsport.

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Rennserie DTM
Autor Sven Haidinger