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Audi will Testauto einsetzen: Wer erhält Cockpit?

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Audi will Testauto einsetzen: Wer erhält Cockpit?
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Co-Autor: Jamie Klein

Nach dem DTM-Aus für R-Motorsport plant nach BMW auch Audi den Einsatz des Testautos: Wie brisant die Fahrerwahl ist und welcher Ex-Formel-1-Pilot Chancen hat

Nach dem R-Motorsport-Ausstieg und dem Verlust der vier Aston-Martin-Boliden ist die DTM unter Zugzwang, doch noch ein ordentliches Feld für die Saison 2020 auf die Beine zu stellen. Audi und BMW verfügen neben den acht beziehungsweise sechs Einsatzautos noch über je einen Testträger.

"Diese beiden Testautos standen im vergangenen Jahr für Gaststarter bereit. Jetzt versuchen wir, sie in die Startaufstellung zu bringen", stellt DTM-Boss Gerhard Berger im Gespräch mit 'Motorsport.com' klar.

BMW hat das bereits getan: Bei Robert Kubicas Kundenauto, das von ART eingesetzt wird, handelt es sich um den Testboliden der Münchner, wodurch die Anzahl der Teilnehmer auf 15 gestiegen ist. Aber wie sieht es bei Audi aus? Obwohl die Ingolstädter durch das Kundenteam WRT bereits jetzt acht Autos stellen, arbeitet man hinter den Kulissen ebenfalls am Einsatz des Testträgers.

Habsburg bemüht sich um DTM-Verbleib

Wer das Auto fahren soll? Eigentlich würde mit Ex-Le-Mans-Sieger Benoit Treluyer, der sich beim Dream-Race in Fuji für weitere Dienste empfohlen hat, ein starker Ersatzfahrer bereitstehen. Das Problem ist aber, dass Audi dieses Jahr weniger Budget zur Verfügung hat als im Vorjahr. Wie BMW mit Kubica ist also auch der amtierende Meister auf einen Piloten angewiesen, der mit der nötigen finanziellen Unterstützung den Einsatz des zusätzlichen Autos ermöglicht.

Ferdinand Habsburg

Doch noch nicht raus aus der DTM? Habsburg könnte bei Audi landen

Foto: R-Motorsport

Aber wer könnte dieser Pilot sein, der bereits beim ITR-Test in Hockenheim in genau zwei Wochen im Auto sitzen soll? Ein Kandidat ist Ferdinand Habsburg. Der Österreicher steht nach dem R-Motorsport-Ausstieg derzeit ohne DTM-Sitz da, würde aber gerne in der Traditionsrennserie bleiben.

R-Motorsport-Teamchef Florian Kamelger hatte zwar angedeutet, dass man auch nach dem DTM-Ausstieg - abgesehen von Paul di Resta - mit den Piloten weitermachen will, Habsburg ist aber nicht Teil der Planungen im GT-Masters.

Zusammenarbeit trotz Streit vor einem Jahr?

Laut Informationen von 'Motorsport.com' will R-Motorsport dort in der kommenden Saison einen Aston Martin Vantage GT3 an den Start bringen, der von Daniel Juncadella und Jake Dennis pilotiert werden soll.

Wenn Habsburg wirklich zu Audi geht, dann hätte das durchaus Brisanz: Denn der 22-Jährige hatte sich im Vorjahr vor seiner Einigung mit R-Motorsport bereits an das Audi-Kundenteam WRT gebunden - es gab sogar eine von beiden Seiten unterzeichnete Absichtserklärung für die Saison 2019. WRT-Audi-Teamchef Vincent Vosse erfuhr laut eigenen Angaben drei Tage vor dem Young-Driver-Test in Jerez im Dezember 2018, dass sein Fahrer für die Saison 2019 doch nicht zur Verfügung stehen würde.

WRT-Audi hätte Kapazitäten frei für drittes Auto

Der Fall ging an die Anwälte, WRT drohte mit rechtlichen Konsequenzen. Am Ende einigte man sich außergerichtlich. Noch ist unklar, von welchem Audi-Rennstall der neunte RS 5 eingesetzt werden soll: WRT gilt neben Abt-Audi aber als mögliches Einsatzteam.

Das wird von WRT-Audi-Teamchef Vosse auch nicht dementiert. "Ich glaube an die DTM und finde, dass sie aus technischer Sicht eines der besten Reglements hat", sagt der Belgier auf Anfrage von 'Motorsport.com'.

"Wir investieren als Privatteam in die DTM und tun das in unserer Macht stehende, um der Serie dabei zu helfen, das aus ihrer Sicht Notwendige zu schaffen." Ins Detail will Vosse nicht gehen, generell hätte WRT-Audi aber Kapazitäten frei für den Einsatz eines dritten Kundenautos.

Ex-Formel-1-Pilot Sirotkin ebenfalls im Rennen

Sergei Sirotkin

Sergei Sirotkin saß schon im Dezember 2018 beim Young-Driver-Test im Audi

Foto: Audi

Neben Habsburg gibt es noch einen weiteren Kandidaten für das Cockpit: Dabei handelt es sich um den russischen Ex-Formel-1-Piloten Sergei Sirotkin. Der Williams-Einsatzpilot des Jahres 2018 war im Vorjahr Ersatzmann bei Renault und McLaren und fuhr drei Rennen für das ehemalige russische LMP1-Team SMP in der WEC. Seitdem wartet er auf Renneinsätze.

Er verfügt aber über DTM-Erfahrung, schließlich absolvierte er Ende 2018 den Young-Driver-Test für Audi. Schon 2019 sei die DTM "eine Option" gewesen, gab er danach zu.

Dass die DTM 2020 nach drei Jahren Pause mit dem Rennen auf dem Igora-Drive-Kurs nach Russland zurückkehrt, könnte sich für den 24-Jährigen aus Moskau als Audi-Ticket erweisen.

Denn die Veranstalter des Rennens vor den Toren St. Petersburgs wünschen sich einen Lokalmatador, und Sirotkin hat mit der SMP-Bank einen potenten russischen Geldgeber im Rücken, der finanziell nachhelfen könnte. Am Ende könnte die Mitgift entscheiden, wer den Platz bei Audi bekommt.

Mit Bildmaterial von Audi AG.

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Rennserie DTM
Autor Sven Haidinger