Chaos-Nachtrennen in Misano: Ein teures DTM-Wochenende für die Teams

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Chaos-Nachtrennen in Misano: Ein teures DTM-Wochenende für die Teams
Autor: Julia Spacek
31.08.2018, 12:09

Der Badeort Misano war ein teures Pflaster für die DTM-Teams und für die Mechaniker gab es viel zu Reparieren: "Unsere Autos waren alle zum Runderneuern über Nacht"

In Misano flogen sprichwörtlich die Fetzen: Dreher, Kollisionen und Ausrutscher auf regennasser Fahrbahn. Es gab kaum ein Fahrzeug, dass ohne Blessuren ins Ziel gekommen ist. Auch die Teamkollegen untereinander kamen sich ins Gehege: Edoardo Mortara schoss den bis dahin Meisterschaftsführenden Gary Paffett ab. Bei Audi kamen sich die Rosberg-Fahrer Jamie Green und Rene Rast zu nahe und beide mussten ihre Autos vorzeitig abstellen.

​"Es gab ziemlich viel Kontakt. Es war ein actionreiches Rennen und es herrschten schwierige Bedingungen​", schildert BMW-Mann Marco Wittmann, der in Italien ebenfalls Opfer der Bedingungen wurde.

​"Es war dunkel, wir sind auf Regenreifen gestartet und die Strecke hat relativ schnell abgetrocknet. Dann sind wir auf Slicks, aber die Strecke war noch nicht komplett trocken. Es gab noch nasse Stellen, bist mit dem Slick ins Nasse gefahren und dann fährst du weit. Dann kann es zu einer Berührung oder Lackaustausch mit dem Konkurrenten kommen​" erklärt er. ​"Mein Auto wurde dabei etwas in Mitleidenschaft gezogen."

Seine BMW-Mechaniker arbeiteten bis 5:30 Uhr am Sonntagsmorgen, um dem BMW #11 für das zweite Nachtrennen in Misano wieder flott zu bekommen. Und auch im Audi-Lager wurde bis spät in die Nacht an den Autos geschraubt. ​"Unsere Autos waren alle zum Runderneuern über Nacht​", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

Auf die Frage, ob wirklich alle sechs RS5 DTM beschädigt waren, antwortet er: ​"Ich glaube, mir fällt keiner ein, der nichts hatte." Die Fahrer hätten sich hinterher ein bisschen beschwert über die harte Gangart auf der Strecke.

Doch der Sportchef der Ingolstädter sieht trotz der Kosten, die bei den Kollisionen entstanden sind, etwas Positives. ​"Ich versuche jetzt mal, nicht über mein Budget nachzudenken: Die Action auf der Strecke hat gestimmt. Das ist, was wir gerne sehen möchten und deshalb glaube ich nicht, dass man sich da zu sehr beschweren sollte."

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Autor Julia Spacek
Artikelsorte News