Dank Tourenwagen Classics: Drei "Wittmänner" am Norisring am Start!

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Dank Tourenwagen Classics: Drei "Wittmänner" am Norisring am Start!
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04.07.2019, 06:45

Wieso es für Lokalmatador Marco Wittmann auf dem Norisring zu einem ungewöhnlichen Familientreffen kommt und er alle BMW-Meetings auslassen will

Was für ein Heimspiel für BMW-Ass Marco Wittmann: Der zweimalige DTM-Champion, der aus dem benachbarten Fürth stammt, wird dieses Jahr in Nürnberg nicht nur versuchen, seinen Vorjahressieg zu verteidigen, er erhält auch noch Unterstützung aus der eigenen Familie: Erstmals werden an einem DTM-Wochenende auch sein Bruder Nico und sein Vater Herbert am Start sein.

Die beiden starten am Norisring in der populären Tourenwagen-Classics-Serie, die nach Zolder erneut im Rahmenprogramm gastiert, als Team "Wittmann Motorsport" in einem BMW M3 E30 aus dem Jahr 1989, in dem einst der Österreicher Dieter Quester Erfolge für BMW feierte.

"Die Vorfreude auf das Rennwochenende ist riesig", stellt Marco Wittmann klar. "Dass drei Wittmänner an den Start gehen werden, ist eine großartige Sache. Außerdem fahren sie wie ich mit der Startnummer 11."

Wittmanns Wunsch an Marquardt: Keine Meetings!

Eigentlich wäre der Start der beiden schon in Zolder geplant gewesen, "aber da gab es ein paar kleine Schwierigkeiten, und daher ist jetzt Norisring der erste Start", erklärt der derzeit Viertplatzierte in der DTM-Tabelle. " Mein Vater ist ja früher selber Rennen gefahren, und mein Bruder war auch schon immer im Motorsport voll involviert. Sie haben jetzt beide ihre Rennlizenz erhalten."

Herbert Wittmann, Angelika Wittmann, Marco Wittmann, Nico Wittmann

Familie Wittmann: Bis auf Mutter Angelika sitzen am Norisring alle im Rennboliden

Foto: BMW

Wittmanns Wunsch für das Wochenende? "Hoffentlich haben wir alle drei Grund zum Feiern - ich in der DTM, und sie bei den Tourenwagen Classics", sagt er. Für den Lokalmatador wird es ohnehin schon ein stressiges Wochenende - der Start seiner Familie, die in Fürth ein Karosseriebauunternehmen betreibt, macht es aber nicht einfacher.

"Ich habe schon mit Jens Marquardt (BMW-Motorsportdirektor; Anm. d. Red.) darüber gesprochen und ihm gesagt, dass ich am Wochenende bei keinem einzigen Meeting dabei sein werde, weil ich mir das angucken werde", verrät Wittmann. Marquardts Reaktion? "Er hat gelacht", erzählt der BMW-Werksfahrer. "Also mal gucken, ob ich das wirklich durchkriege."

Wann tritt Wittmann Motorsport als Trio auf?

Daher werde er auch keine Zeit finden, seine beiden Familienmitglieder als Schrauber zu unterstützen. "Dafür habe ich leider nicht die Zeit", zuckt er mit den Schultern. "Ich werde es aber auf jeden Fall so gut wie möglich verfolgen, auch wenn das bei mir am Norisring mit all den Meetings, Medienauftritten und Autogrammstunden echt schwierig sein wird."

Marco Wittmann

Marco Wittmann bei seinem Heimsieg im Vorjahr auf dem Norisring

Foto: LAT

Das liegt auch daran, dass er ein Fan der Tourenwagen Classics ist: "Die Serie hat sich in meinen Augen in den letzten beiden Jahren richtig gut gemacht - mit vielen Fahrzeugen und vielen guten Ex-Fahrern von früher, darunter Harald Grohs, Kris Nissen & Co. Ich bin tatsächlich gespannt, wie sie sich schlagen."

Am Norisring werden insgesamt 36 Autos am Start stehen - und Legenden wie Grohs (BMW M3 E30), Hubert Haupt (Audi V8 Quattro), Armin Hahne und Roland Asch (Ford Sierra RS500).

Ob sich der DTM-Pilot in Zukunft vorstellen könnte, als dritter Mann im Bunde mit Vater Herbert und Bruder Nico als "Wittmann Motorsport" zu starten? "Wer weiß?", will er es nicht ausschließen - und ergänzt: "Wenn ich mal in Rente gehe oder irgendwann ein gewisses Alter erreicht habe ..."

Mit Bildmaterial von BMW.

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Rennserie DTM
Event Norisring
Autor Sven Haidinger