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DTM 2022: Wie das Reglement geändert wird

Umfangreiche Regeländerungen für die DTM-Saison 2022: Was bei Pflichtstopps, Rennstarts, Erfolgsgewichten und Balance of Performance anders wird

Start der DTM 2021 in Assen: Liam Lawson, AF Corse Ferrari 488 GT3 Evo, führt

Foto: : Gruppe C GmbH

Nach dem ersten GT3-Jahr bringt die DTM für 2022 überraschenderweise zahlreiche Reglementänderungen.  Das Stallorder-Verbot ist bei weitem nicht die einzige: Was sich in Sachen Rennstarts, Erfolgsballast, Boxenstopps, Taktik und Balance of Performance vor der Saison 2022 ändert.
Pole-Setter darf Seite wählen: Ab 2022 steht der Pole-Setter nicht mehr auf der Seite der Startaufstellung, die den kürzeren Weg zur ersten Kurve aufweist, sondern darf sich bis eine Stunde vor dem Rennstart selbst entscheiden, ob er links oder rechts stehen will.
Neuer Startablauf: Während es im Vorjahr noch der Pole-Setter war, der innerhalb des Korridors bestimmen durfte, wann das Rennen losgeht, bestimmt das nun der Rennleiter mit dem Grünlicht der Ampel. Ab diesem Zeitpunkt dürften die Piloten aus der Formation ausscheren. Der Indianapolis-Start bleibt der DTM aber erhalten.
Weniger Erfolgsballast: Die Zusatzgewichte der Top 3 des vorangegangenen Rennens bleiben zwar, werden aber etwas verringert. Der Sieger muss beim nächsten Rennen weiterhin 25 Kilogramm einladen, beim Zweiten sind es 15 statt 18, beim Dritten nur nach fünf statt 15 Kilogramm Erfolgsballast.
Punkt für die schnellste Runde: Wie in der Formel E und der Formel 1 gibt es nun auch in der DTM einen Punkt als Belohnung für die schnellste Rundenzeit im Rennen. Dafür muss man aber anders als in der Formel 1 nicht unter die Top 10 kommen, sondern es reicht eine Zielankunft.
Neues Boxenstopp-Fenster: Anstatt ab Runde 6 darf man den Pflichtstopp nun von Minute elf bis zum Ende von Minute 40 absolvieren. So will man verhindern, dass jemand sein Rennen opfert und Rivalen des Teams blockiert. Und für Spannung sorgen, wenn die Leader kurz vor Minute elf bei Start-Ziel vorbeikommen und später stoppen müssen.
Pflicht-Boxenstopps auch während der Safety-Car-Phase: Notorische Spätstopper werden sich freuen, denn die 2013 eingeführte Regel, wonach ein Reifenwechsel während eines Safety-Cars nicht als Pflichtstopp gilt, wurde abgeschafft. Damit dann aber nicht das komplette Chaos ausbricht, darf pro Runde nur ein Auto einen Boxenstand nutzen.
Neue Full-Course-Yellow-Phase: Während der Rennleiter 2020 ein Rennen nur mittels Safety-Car neutralisieren konnte, kann er dies nun bei kleineren Zwischenfällen auch über das Element Full Course Yellow (FCY). Dabei gilt auf der ganzen Strecke Tempo 60 km/h und Überholverbot. Auch bei FCY darf in einer Runde ein Auto pro Team stoppen.
Reduzierte Boxencrew: Statt bisher sechs Mechanikern plus einem Lollipop-Mann dürfen nun überhaupt nur noch vier Mitglieder beim Reifenwechsel anpacken. Ein zusätzlicher Mann bedient ausschließlich die Luftlanze, ein zweiter den Lollipop. Dadurch hat man weniger Spielraum bei den Choreographien und reduziert die Kosten.
Hinterreifen müssen zuerst gewechselt werden: Durch diese Regel will man gefährliche Boxenunfälle wie 2021 in Hockenheim bei Abt verhindern. Damals hatte ein Mechaniker die Finger noch am Hinterrad, als Mike Rockenfeller bereits aufs Gas stieg. Auch die AF-Corse-Choreographie, den Ablauf zu splitten, soll damit verhindert werden.
Mehr Reifen für mehr Action: Am Samstag und am Sonntag haben die Teams pro Auto zwar weiterhin nur drei Satz Michelin-Reifen zur Verfügung, am Freitag erhält jeder Fahrer aber einen frischen Satz, den er danach wieder abgeben muss. So will man dafür sorgen, dass die Teams im Freien Training nicht nur gebrauchte Pneus haben.
Fahrpflicht im Freien Training: Jeder Fahrer muss am Freitag im Freien Training mindestens 50 Prozent der Zeit auf der Strecke verbringen. Die Regel gilt aber nicht, wenn die Session unterbrochen ist. Über mögliche Strafen entscheiden die Rennkommissare.
BoP darf ständig angepasst werden: Während 2021 ab dem vierten Event keine Änderungen während des Rennwochenendes an der Balance of Performance (BoP) mehr erlaubt waren, ist dies 2022 bei allen Rennen jederzeit möglich. Die BoP-Einstufung wird weiterhin von der AVL von Strecke zu Strecke verändert.
Stallorder-Verbot: Weil Mercedes-AMG Maximilian Götz am Norisring durch Herstellertaktik zum Titel lotste, führt die DTM das Teamorder-Verbot wieder ein. Das hatte man erst 2021 vorschnell aus dem Regelwerk gestrichen, weil man glaubte, dass derartige Spielchen nach dem Ende der DTM als Herstellerserie ohnehin Geschichte seien.
Mögliche Suspendierung: Während ein Fahrer wie bisher nach drei Strafen in einer Saison beim nächsten Rennen um fünf Startplätze und bei fünf Bestrafungen um zehn Positionen zurückversetzt wird, droht nun bei einem sechsten Strafpunkt für das folgende Rennen ein Startverbot.
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