Die perfekte DTM aus Fahrersicht: "Die Serie ist sehr gut!"

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Die perfekte DTM aus Fahrersicht:
Autor: Julia Spacek
10.06.2018, 11:07

"Die Show in der DTM ist die beste überhaupt!": Was die DTM-Fahrer an der DTM gut finden, welche Wünsche sie für die Serie haben und was sie ändern würden

Die DTM steht vor einem Umbruch: Mit Ende der Saison 2018 endet auch die 30-jährige Mercedes-Ära in der DTM. Gerhard Berger hat als Vorstandsvorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR die schwierige und undankbare Aufgabe, die Serie auch nach dem Ausstieg der Stuttgarter auf sichere Beine zu stellen. Wenn es nach den Fahrern geht, muss am Format der Serie an sich nicht viel geändert werden. "Ich denke nicht, dass es viel gibt, dass an dieser Serie geändert werden muss. Sie ist sehr gut!", meint Gary Paffett, der in seiner 15. DTM-Saison unterwegs ist.

"Natürlich brauchen wir mehr Hersteller, um die Serie zu stärken", so der Mercedes-Mann. Schon als kleiner Junge hatte er die deutsche Tourenwagenserie mit einer Vielzahl an deutschen Automobilherstellern verfolgt. "Aus Fan-Sicht würde ich das gerne wieder sehen", so der Brite. "In den vergangenen Jahren wurde sehr viel getan, um eine gute Struktur zu haben. Das Rennwochenende ist sehr gut."

Einen Änderungswunsch hat er aber dann doch: "Ich hätte allerdings gerne etwas mehr Zeit zwischen den Sessions. Denn zwischen dem zweiten Freien Training und dem ersten Rennen ist sehr viel zu tun." Mit einem Standard-Zeitplan um 9 Uhr Freies Training, 11:30 Uhr Qualifying und 13:30 Uhr Rennen bleibt den Rennfahrern neben den Meetings und PR-Terminen kaum Zeit zur Erholung - und das am Samstag und am Sonntag. Zwei Rennen an einem Wochenende ist in Paffetts Augen jedoch "unerlässlich" für die Spannung und die Show - alles zum Wohle der Fans.

"Die Verantwortlichen sollten genauso weiter machen."

Er ist der Meinung, dass die geplante Einführung der neuen Motorengeneration ein notwendiger Schritt ist. "Das hat nicht den Hintergrund, um jemanden zu bevorteilen, sondern einfach auf den aktuellen Stand im Motorsport zu kommen", sagt der Mercedes-Fahrer. "Abgesehen von mehr Leistung glaube ich nicht, dass sich dadurch viel an den Autos ändern wird."

DTM-Neuzugang Philipp Eng hat einen großen Wunsch für die Zukunft der DTM: "Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, dass der Sound so bleibt, wie er ist. Das ist auch gut für die Zuschauer, vor allem für diejenigen, die vor dem Fernseher sitzen. Bei der DTM kann man während dem Rennen nicht so leicht einschlafen, weil die Motoren lauter sind!"

Der Österreicher findet den Rennsport, den die DTM in dieser Saison bietet, "sehr gut" und hat einen Tipp an die ITR: "Die Verantwortlichen sollten genauso weiter machen."

Loic Duval ist der gleichen Meinung wie so viele im DTM-Fahrerlager: "Wir brauchen mehr Hersteller, das wäre toll." Abgesehen davon findet der Audi-Mann, dass "diese Art der Sprintrennen die beste Show im Motorsport" bietet und er im Prinzip "nicht viele Dinge ändern" würde.

"Wir können uns darüber unterhalten, auf welchen Strecken und in welchen Ländern wir fahren. Aber in meinen Augen kommt es auf das Racing an", so der Le-Mans-Sieger von 2013. "Und wenn du dir die ersten vier Rennen der Saison anschaust, egal in welcher Rennserie - die Show in der DTM ist die beste überhaupt!"

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Rennserie DTM
Fahrer Gary Paffett, Loic Duval, Philipp Eng
Autor Julia Spacek
Artikelsorte News