DTM: BMW-M1-Procar-Revival wertet Norisring-Rahmenprogramm auf

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DTM: BMW-M1-Procar-Revival wertet Norisring-Rahmenprogramm auf
10.04.2019, 13:21

Die DTM bietet den Fans auf dem Norisring 2019 einen besonderen Leckerbissen: Die legendäre BMW-M1-Procar-Serie kehrt nach 39 Jahren nach Nürnberg zurück

Die DTM hat für die Motorsport-Fans auf dem Norisring im Rahmenprogramm ein besonderes Schmankerl parat: Bei dem Traditionsevent auf dem fränkischen Stadtkurs werden legendäre BMW-M1-Procars an allen drei Tagen Highspeed-Demorunden drehen. Geplant ist der Auftritt von mindestens 14 Autos.

Mit den 470 PS starken BMW-Sportwagen wurden 1979 und 1980 Markenpokal-Rennen ausgetragen - unter anderem im Rahmenprogramm von europäischen Formel-1-Veranstaltungen und im Juni 1980 auch auf dem Norisring bei den "200 Meilen von Nürnberg". Damals siegte der Deutsche Hans-Joachim Stuck vor Jan Lammers und Marc Surer. Somit kommt es vom 5. bis 7. Juli am Nürnberger Dutzendteich zu einem echten Revival.

Heute undenkbar: Wenn die Procar-Serie damals bei der Formel 1 gastierte, traten jeweils die fünf schnellsten Fahrer des Formel-1-Qualifyings am selben Wochenende im Procar-Rennen an. Den Titel in der Premierensaison 1979 holte niemand geringerer als Niki Lauda, in der zweiten Saison setzte sich Nelson Piquet durch.

DTM-Boss Berger freut sich auf tollen Sound

Gerhard Berger

DTM-Boss Gerhard Berger saß 2016 bei der Formel 1 in Spielberg selbst im Procar

Legenden von damals werden auch in diesem Jahr auf dem Norisring am Steuer der bildschönen Klassiker sitzen, darunter die früheren Formel-1-Fahrer Surer, Lammers und Christian Danner. Ein Procar-Feld dieser Größenordnung im Rennstreckeneinsatz ist eine Rarität, nicht zuletzt angesichts des Werts. Sammler bezahlen für einen BMW M1 Procar mehr als eine Million Euro.

Gerhard Berger, Vorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR: "Ich bin einmal einen Renn-M1 bei einem Klassik-Event gefahren. Der Sound des Sechszylinder-Motors ist atemberaubend. Die M1-Meute im Renntempo auf dem Norisring - ein einzigartiges Erlebnis für unsere Fans."

Wie die legendäre Procar-Serie entstanden ist

Wie es überhaupt zur legendären Procar-Serie kam? Der sowohl für den Renneinsatz als auch für eine Straßenzulassung konzipierte Mittelmotor-Sportwagen wurde im Herbst 1978 vorgestellt. Da Verzögerungen im Produktionsprozess eine termingerechte Homologation verhinderten, rief der damalige BMW-Motorsport-Geschäftsführer Jochen Neerpasch gemeinsam mit den Formel-1-Managern Max Mosley und Bernie Ecclestone eine völlig neue Rennserie ins Leben.

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Action pur: Pironi, Laffite, Lauda, Bürger und Stuck 1979 im Hockenheim-Infight

Die insgesamt 19 in den Jahren 1979 und 1980 ausgetragenen Rennen der Procar-Serie entwickelten sich zu einer idealen Bühne für den später auch in anderen internationalen Wettbewerben erfolgreichen BMW M1, der die Herzen vieler Motorsportfans auch heute noch hochschlagen lässt. Das haben das Procar-Revival 2008 in Hockenheim und die Demo-Runden vor zwei Jahren im Rahmen des Formel-1-Rennens auf dem Red-Bull-Ring bewiesen.

Ebenfalls am Norisring am Start: die Tourenwagen Classics. In der beliebten Rennserie kommen DTM-Klassiker der 1980er- und 1990er-Jahre zum Einsatz. Außerdem tragen im Rahmenprogramm der Porsche Carrera Cup Deutschland sowie die W-Series, die neue Formel-Rennserie für Frauen, Rennen aus. Die Formel 3, die bislang ein Fixpunkt im Rahmenprogramm war, wird zum Leidwesen vieler Fans allerdings nicht stattfinden, da die Formula European Masters nicht zustanden kam.

Mit Bildmaterial von BMW.

 
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