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DTM DTM-Test in Hockenheim

DTM-Test Hockenheim 1: Rookie Zug fährt bei April-Wetter und Bluff Bestzeit

Erster Tag des offiziellen DTM-Tests: Wie es dazu kam, dass Marius Zug Bestzeit fuhr, wie es Sebastien Loeb im Ferrari ging und wieso die BoP-Runs abgesagt wurden

Klirrende Kälte und Nieselregeln erwartete die DTM am Dienstag beim Auftakt der offiziellen Testfahrten auf dem Hockenheimring: Als die DTM-Piloten vor dem Start der Vormittags-Session zum Gruppenfoto antraten, zeigte das Thermometer knapp über 0 Grad Celsius an. Und sorgte bei Rosberg-Audi-Pilot Nico Müller für Galgenhumor: "Herrlich!", sagt er bei 'ran.de'. "Ist besser als letztes Jahr. Da hat es geschneit."

Schnee fiel diesmal keiner, dafür gab es am Vormittag klassisches April-Wetter mit unterschiedlich heftigen Regenschauern. Auch am Nachmittag, als die Temperaturen immerhin die Zehn-Grad-Marke erreichten, war die Strecke zunächst feucht, ehe der Kurs abtrocknete - und Rookie Marius Zug, der für das neuen Audi-Team Attempto fährt, in 1:38.344 die Tages-Bestzeit fuhr.

Damit war er um 0,338 Sekunden schneller als Abt-Audi-Pilot Rene Rast, der Zweiter wurde. Dahinter klafft eine Lücke von 0,4 Sekunden auf Winward-Mercedes-Pilot Lucas Auer. Ein Indiz dafür, dass maximal die ersten zwei Piloten in der Nähe des Limits waren. Denn wegen des Pokers um eine gute Balance of Performance (BoP) will aktuell niemand die Karten aufdecken.

"Fürchte, dass wir nach Test nicht das große Ganze sehen"

Im Vorjahr kam Kelvin van der Linde im Qualifying in Hockenheim auf eine Bestzeit von 1:36.649, war also um 1,595 Sekunden schneller als Zug heute. Das war allerdings auch auf eine "schnellere" Einstufung zurückzuführen. Für heute waren Bestzeiten zwischen 1:37.5 und 1:38.0 erwartet worden.

Dass viele Teams nicht die wahre Performance zeigen, deutet auch Rosberg-Teamchef Kimmo Liimatainen an. Auf die Frage von 'Motorsport.com', ob sein Team dank der vielen Testfahrten den Rückstand auf Abt aufgeholt habe, meint er: "Ich hoffe es, aber es ist schwierig einzuschätzen, bis wir wirklich ein Rennen gefahren sind. Ich fürchte, dass wir nach diesem Test nicht das große Ganze sehen."

Interessant ist, dass die Abstände hinter dem drittplatzierten Auer minimal sind: Der Österreicher, Rosberg-Audi-Pilot Müller und Walkenhorst-BMW-Pilot Marco Wittmann liegen innerhalb von nur 0,037 Sekunden.

Loeb-Auto fehlten 1,787 Sekunden

Wie Sebastien Loebs Auftritt in Hockenheim lief? Der Franzose, der für den Saisonauftakt in Portimao als Ersatzmann für Nick Cassidy im AlphaTauri-gebrandeten AF-Corse-Ferrari bestätigt wurde, wechselte sich mit dem Neuseeländer am ersten Testtag ab und griff erst in der letzten Stunde des Vormittags ein, als die Bedingungen ein bisschen besser wurden.

"Am Morgen hat es stark geregnet, also war es sehr schwierig zu fahren und wir sind nicht so viel gefahren", so der Franzose nach dem Testtag. "Am Nachmittag hat es aber abgetrocknet, und ich hatte ein gutes Gefühl im Auto. Wir arbeiten am Set-up und an der richtigen Balance, was an Testtagen ganz normal ist. Es fühlt sich großartig an, im Auto zu sitzen - und ich freue mich auf morgen und einen trockenen Testtag."

Nick Cassidy

Sebastien Loeb rückte erst mit Verspätung aus und teilte sich das Auto mit Cassidy

Foto: Motorsport Images

Loebs Rundenzeiten bleiben aber ein Rätsel, da beim Livetiming nur die Zeit des Fahrzeugs, nicht aber der einzelnen Piloten registriert wurde. Der Ferrari 488 GT3 Evo kam auf eine Bestmarke von 1:40.131 - und hatte damit auf Platz 21 1,787 Sekunden Rückstand. Der zweite AF-Corse-Ferrari von Felipe Fraga war um 0,226 Sekunden schneller und landete auf Platz 17 bei insgesamt 28 Fahrzeugen.

Warum Hawkey fehlte und die BoP-Runs abgesagt wurden

Warum es nicht 29 Boliden waren? Das lag daran, dass T3-Lamborghini-Pilotin Esmee Hawkey nicht auf dem Hockenheimring auftauchte. Sie wird auch am zweiten Testtag ausfallen, weshalb das Team nur den Huracan GT3 Evo von Nicki Thiim einsetzte. Laut Informationen von 'Motorsport.com' gab Hawkey an, an COVID-19 erkrankt zu sein. Das ist nicht unwesentlich, denn die Teilnahme an den offiziellen DTM-Tests ist verpflichtend.

 

Und noch ein Ausfall war zu verzeichnen: Die DTM-Dachorganisation ITR entschloss sich, die ursprünglich von 14:10 bis 17:10 Uhr geplanten BoP-Runs, die wertvolle Daten für die Erstellung der Balance of Performance (BoP) liefern sollten, wegen der wenig repräsentativen Streckenbedingungen abzusagen. Nun muss man hoffen, dass der für Mittwoch-Vormittag geplante BoP-Run stattfinden kann, für den trockene Bedingungen vorausgesagt werden.

Bei den BoP-Einstufungsfahrten werden alle Piloten in Zehn-Minuten-Intervallen mit einem frischen ungeheizten Reifensatz und 30 Kilogramm Sprit auf die Strecke geschickt, um zumindest zwei Push-Runden zu fahren. Danach werden die Autos von der für Einstufung verantwortlichen AVL untersucht.

Feuertaufe für M4 GT3 des Walkenhorst-Teams

Dafür war der Test aus optischer Sicht interessant: Während das neue BMW-Team Schubert bereits einige Privattests absolviert hatte, zeigten sich die beiden neuen BMW M4 GT3 des Walkenhorst-Teams von Wittmann und Esteban Muth erstmals auf der Rennstrecke.

"Für mich waren es die ersten Runden überhaupt mit dem M4 auf feuchter Strecke", meinte der zweimalige DTM-Champion Wittmann, dessen Bolide bereits grün beklebt ist, in der Mittagspause. Und sah den Test trotz des Wetters positiv: "Das ist auch eine gute neue Erfahrung."

Dabei wurden die Piloten am Vormittag vom Wettergott ziemlich genarrt, wie Wittmann klarstellt: "Es hat geregnet, dann hat es wieder aufgehört. Es hat beinahe ganz aufgehört, dann hat es wieder geregnet. Das waren gemischte Bedingungen am Morgen, die etwas schwierig einzuschätzen waren. Aber es war für uns vor allem wichtig, Kilometer abzuspulen." Zudem habe man versucht, "am Set-up zu feilen und es in das richtige Fenster zu bringen", sagt der Fürther.

Thiims erster Lamborghini-Einsatz: "Keine Wissenschaft"

Doch nicht nur Wittmann betrat Neuland, sondern auch Aston-Martin-Werksfahrer Thiim, der dieses Jahr mit dem T3-Team in der DTM startet und dank der Freigabe durch seinen britischen Arbeitgeber erstmals überhaupt im Lamborghini Huracan GT3 Evo saß.

Wie schwierig die Umstellung sei? "GT3-Autos sind keine Wissenschaft", zeigt sich der schnelle Däne, dessen Bolide ebenfalls bereits in der finalen gelb-blauen Beklebung zu sehen war, auf Nachfrage von 'Motorsport.com' unbeeindruckt.

"Es ist auch nur ein Rennauto mit vier Rädern und einem Lenkrad, aber natürlich hilft mein Audi-Auftrag in der Vergangenheit ein bisschen", verweist er auf seine früheren Einsätze im Audi R8 LMS, der die gleiche Basis hat wie der Lamborghini.

Rolf Ineichen, Alessio Deledda

So sehen die heute enthüllten DTM-Designs des Grasser-Teams aus

Foto: Motorsport Images

Auch das Lamborghini-Team Grasser ließ endlich die Katze aus dem Sack und zeigte seine vier in den Farben Grün und Hellrot beklebten Huracan GT3 Evo, die bislang noch gar nicht zu sehen waren.

Einige Autos waren aber auch noch im Carbon-Look unterwegs, darunter Zugs Attempto-Audi, die beiden SSR-Porsche, der Winward-Mercedes von David Schumacher, dessen Vater Ralf Schumacher übrigens in der Box war, und der GruppeM-Mercedes von Mikael Grenier. Nun muss man hoffen, dass die erwarteten trockenen Bedingungen am Mittwoch tatsächlich eintreffen.

Dienstag-Ergebnis des DTM-Tests auf dem Hockenheimring:

1. Marius Zug (Attempto-Audi) 1:38.344
2. Rene Rast (Abt-Audi) 1:38.682
3. Lucas Auer (Winward-Mercedes) 1:39.082
4. Nico Müller (Rosberg-Audi) 1:39.088
5. Marco Wittmann (Walkenhorst-BMW) 1:39.117
6. Luca Stolz (HRT-Merecedes) 1:39.213
7. Ricardo Feller (Abt-Audi) 1:39.279
8. Maximilian Buhk (Mücke-Mercedes) 1:39.529
9. Philipp Eng (Schubert-BMW) 1:39.574
10. Maximilian Götz (Winward-Mercedes) 1:39.681
11. Rolf Ineichen (Grasser-Lamborghini) 1:39.746
12. Esteban Muth (Walkenhorst-BMW) 1:39.761
13. Mirko Bortolotti (Grasser-Lamborghini) 1:39.795
14. Laurens Vanthoor (SSR-Porsche) 1:39.973
15. Clemens Schmid (Grasser-Lamborghini) 1:39.985
16. Dennis Olsen (SSR-Porsche) 1:40.008
17. Sebastien Loeb/Nick Cassidy (AF-Corse-Ferrari) 1:40.131
18. Felipe Fraga (AF-Corse-Ferrari) 1:40.191
19. Arjun Maini (HRT-Mercedes) 1:40.232
20. Sheldon van der Linde (Schubert-BMW) 1:40.276
21. Dev Gore (Rosberg-Audi) 1:40.405
22. David Schumacher (Winward-Mercedes) 1:40.579
23. Nicki Thiim (T3-Lamborghini) 1:40.632
24. Thomas Preining (Bernhard-Porsche) 1:40.689
25. Kelvin van der Linde (Abt-Audi) 1:40.691
26. Mikael Grenier (GruppeM-Mercedes) 1:40.702
27. Maro Engel (GruppeM-Mercedes) 1:40.956
28. Alessio Deledda (Grasser-Lamborghini) 1:41.780

 

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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