DTM-Titelkandidaten 2018: Rene Rast

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DTM-Titelkandidaten 2018: Rene Rast
Autor: Julia Spacek
05.10.2018, 07:10

Drei Fahrer kämpfen beim Saisonfinale in Hockenheim um den DTM-Titel 2018: Rene Rast ist auf der Jagd nach dem Mercedes-Duo und könnte seinen Titel verteidigen

Drei Fahrer dürfen sich noch berechtigte Hoffnungen machen, beim Saisonfinale in Hockenheim den DTM-Titel 2018 zu gewinnen: Paul di Resta, Gary Paffett und Rene Rast. Die drei DTM-Fahrer haben nicht nur das Ziel Meisterschaftsgewinn gemeinsam. Alle drei haben sich in der Vergangenheit bereits einmal zum DTM-Champion gekürt. Wer holt 2018 den zweiten Titel seiner DTM-Karriere?

Rene Rast hat vor dem Finale in Hockenheim noch die Chance, seinen DTM-Titel zu verteidigen. Nach dem schwachen Saisonstart von Audi und dem heftigen Crash am Lausitzring hatte dies kaum jemand für möglich gehalten. Auch der amtierende DTM-Champion selbst hatte das Thema Titelverteidigung bereits abgehakt. 

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Aber nach dem blitzsauberen Rennwochenende am Nürburgring, wo Rast die maximale Punktzahl von 56 Zählern für zwei Pole-Positions und zwei Siege einheimste, und vier Siegen in Folge hat er den Rückstand in der Meisterschaft deutlich verkürzt. 30 beziehungsweise 26 Zähler fehlen dem Audi-Mann (3./199) auf die beiden in Führung liegenden Mercedes-Piloten Paul di Resta (1./229) und Gary Paffett (2./225).

Ziel Top 3 erreicht

Ein Saisonziel hat Rast bereits vor dem letzten Rennwochenende erreicht: Den dritten Platz in der Fahrerwertung zu holen und damit bester Nicht-Mercedes-Fahrer zu werden. Denn zwei Rennen vor Schluss kann ihn der Gesamtvierte BMW-Pilot Marco Wittmann (143) nicht mehr überholen. Dabei darf man nicht vergessen, dass Rast am zweiten Qualifying und Sonntagsennen am Lausitzring nach seinem Unfall nicht teilnehmen durfte und trotzdem in der Tabelle vorne dabei ist. Sollte Wittmann mit Rast punktemäßig gleichziehen, dann hat Rast mit fünf Saisonsiegen trotzdem die Nase vorn, weil Wittmann 2018 bisher nur zwei Mal gewann.

Den dritten Platz in der Fahrer-Meisterschaft kann Rast also niemand mehr nehmen. Aber der 31-Jährige will sich damit nicht zufriedengeben. Er will mehr und der erste DTM-Fahrer seit Timo Scheider im Jahr 2009 sein, der seinen DTM-Titel verteidigen kann.

Dass er kurz vor dem Finale dazu in der Lage ist, hat nach den ersten vier Rennwochenenden kaum jemand für möglich gehalten. Der Tiefpunkt des Jahres war Rasts heftiger Unfall im ersten Rennen am Lausitzring, bei dem er sich mehrfach überschlagen, aber wie durch ein Wunder keine größeren Verletzungen davongetragen hatte. Die Ärzte erteilten dem Audi-Mann für das Sonntagsrennen keine Starterlaubnis - reine Vorsichtsmaßnahme.

Zwei Wochen später saß Rast wieder am Steuer des Audi #33 und in Zandvoort platzte der Audi-Knoten: Der Rosberg-Pilot holte den ersten Saisonsieg der Ingolstädter. Von da an lief es plötzlich. An den vergangenen fünf Rennwochenende holte der Audi-Mann 176 Punkte, davon alleine am Nürburgring und in Spielberg insgesamt 106. Zum Vergleich: Di Resta und Gary Paffett sammelten seit Zandvoort nur 142 beziehungsweise 126 Meisterschaftspunkte.

Rast fühlt sich in der Rolle des Verfolgers wohl, wie er bereits betonte. Mut macht ihm die Tatsache, dass er vor dem Saisonfinale 2017 ebenfalls 30 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter hatte. Im vergangenen Jahr war es sein Audi-Kollege Mattias Ekström, dem Rast den Titel auf der Zielgeraden wegschnappte.

In diesem Jahr kommen die Gegner aus dem Hause Mercedes. Sowohl di Resta als auch Paffett werden sich gegen Rast zur Wehr setzen, um im letzten DTM-Jahr den Titel nach Stuttgart zu holen. Beim letzten DTM-Wochenende (12. bis 14. Oktober) der Saison 2018 gibt es die Auflösung, wer DTM-Champion 2018 wird! 

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Rennserie DTM
Fahrer René Rast
Autor Julia Spacek
Artikelsorte News