Fühlte sich aufgehalten: Marco Wittmann kritisiert Audi-Strategie

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Fühlte sich aufgehalten: Marco Wittmann kritisiert Audi-Strategie
Stefan Ehlen
Autor: Stefan Ehlen
11.09.2016, 15:18

Dank Adrien Tambay als Prellbock zwischen den Audi-Piloten und den Verfolgern gelang Edoardo Mortara der DTM-Sieg im Sonntagsrennen am Nürburgring. Das schmeckt BMW-Mann Marco Wittmann gar nicht.

Christian Vietoris, Mercedes-AMG Team Mücke, Mercedes-AMG C63 DTM
Christian Vietoris, Mercedes-AMG Team Mücke, Mercedes-AMG C63 DTM
Christian Vietoris, Mercedes-AMG Team Mücke, Mercedes-AMG C63 DTM
Edoardo Mortara, Audi Sport Team Abt Sportsline, Audi RS 5 DTM
Adrien Tambay, Audi Sport Team Rosberg, Audi RS 5 DTM

Der aktuelle DTM-Spitzenreiter, im Rennen Dritter hinter Mortara und Lucas Auer (Mercedes), fand nach der Zieldurchfahrt deutliche Worte: "Die Konkurrenz von Audi hat ein paar Fahrer schön draußen gelassen, um die Spitzengruppe aufzuhalten. Dadurch ist Edo nach vorn gekommen ich verlor vielleicht Platz zwei."

Wittmann und seine Mitstreiter, die bereits früh ihren Pflichtstopp absolviert hatten, fanden sich auf der Strecke auf einmal hinter Tambay wieder, der seinen Reifenwechsel wiederum lange hinauszögerte und damit seinen Audi-Markenkollegen vor ihm die Flucht nach vorn ermöglichte. Nur so hatte der von Platz sechs gestartete Mortara überhaupt die Chance, nach seinem ebenfalls späten Boxenstopp in den Kampf um den Sieg einzugreifen.

Auch Mercedes nutzte seine Hinterbänkler im Rennen auf ähnliche Weise: Christian Vietoris etwa spielte in der Schlussphase den Prellbock für Auer, ließ diesen rasch passieren, aber hielt dessen Verfolger über Runden hinweg geschickt hinter sich, sodass sich Auer freifahren konnte.

Und BMW griff übrigens ebenfalls in die Trickkiste: Augusto Farfus schirmte in der Anfangsphase seine vor ihm liegenden BMW-Markenkollegen, darunter Wittmann, nach hinten ab.

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