DTM Lausitz 2018: Zweiter Saisonsieg für Gary Paffett

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DTM Lausitz 2018: Zweiter Saisonsieg für Gary Paffett
Autor: Julia Spacek
20.05.2018, 12:36

Gary Paffett (Mercedes) gewinnt das zweite Rennen der DTM 2018 am Lausitzring - Wehrlein auf dem Podium, Green bester Audi-Fahrer auf Rang fünf

Gary Paffett macht das Rennen: Sieg für den Mercedes-Fahrer im Sonntagsrennen der DTM 2018 am Lausitzring. (DTM 2018 am Lausitzring im Live-Ticker!) Der Brite kam nach 33 Runden vor Marco Wittmann (BMW) ins Ziel und holte seinen zweiten Saisonsieg. Pascal Wehrlein (Mercdedes) sicherte sich mit Rang drei den letzten freien Platz auf dem Podium und holte damit seinen ersten Podestplatz seit seinem Meisterjahr 2015. (Hier das Rennergebnis!)

Vierter wurde Paul di Resta (Mercedes) vor Timo Glock (BMW) und Jamie Green (Audi), die die Plätze fünf und sechs belegten. Philipp Eng (7./BMW), Mike Rockenfeller (8./Audi), Joel Eriksson (9./BMW) und Robin Frijns (10./Audi) komplettierten die Top 10.

"Der Puls war nicht so hoch wie in Hockenheim, aber am Ende schon ziemlich hoch! Es war ziemlich schwierig, in Führung zu bleiben. Es war ein schwieriges, heißes Rennen, das Auto ist viel gerutscht. Es war nicht einfach", sagt Paffett.

Glock bleibt Tabellenführer

In der Fahrerwertung führt weiterhin Timo Glock (72). Der Vorsprung auf Gary Paffet (71) ist auf einen Zähler geschrumpft. Neuer Dritter in der Gesamtwertung ist Pascal Wehrlein (39).

"Nach Hockenheim lag ich schon einen Punkt hinter ihm. Jetzt wieder. Es ist ein guter Fight. Wir haben gestern schon gesagt, dass wir jeden Tag unser Bestes geben müssen. Gestern lief es nicht optimal, aber heute haben wir uns zurückgemeldet. Wir wussten, dass das Auto gut ist. Wieder ein Wochenende mit einem Sieg - einfach mega! Ein unglaublicher Saisonbeginn. So kann es weitergehen", jubelt der Sieger. Es ist bereits der zweite Saisonsieg für Paffett nach dem Auftaktsieg in Hockenheim. Davor musste der Brite fünf Jahre lang auf einen Rennerfolg warten.

 

"Fantastisches Rennen von Gary! Er hat den Sieg sehr kontrolliert nach Hause gefahren. Glückwunsch auch an Pascal zu seinem ersten Podium nach seiner Rückkehr", jubelt Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz. "Das war ein tolles Wochenende für unsere gesamte Mannschaft. Super Job, Jungs!"

"Es funktioniert immer besser. Ich bin wirklich happy, auch wenn ich im Rennen ein bisschen verloren habe", freut sich Wehrlein über sein erstes Podium seit seinem DTM-Comeback. "Die anderen zwei waren ein bisschen konstanter und haben die Reifen ein bisschen besser gemanagt als ich. Aber es geht in die richtige Richtung. Schon am zweiten Wochenende auf dem Podium zu stehen, ist sehr gut. Ich bin nie zufrieden, wenn ich nicht gewinne. Mein letzter Sieg ist drei Jahre her. Auf dem Podium zu stehen und die ganzen Sachen, die wir da machen müssen, das war alles ein bisschen ungewohnt."

"Ich habe wirklich gehofft, dass ich da noch rankomme, und ich habe dann auch gesehen, dass er irgendwann ein bisschen nervös wurde, hier und da einen Fehler hatte. Ich habe gepusht wie verrückt, um irgendwie in das DRS-Fenster reinzukommen, aber am Ende hat's nicht ganz gereicht", sagt Wittmann. "Er war genauso schnell. Aber ich bin super zufrieden mit Platz zwei, von vier kommend. Endlich ein Podium in dieser Saison - vor allem am Lausitzring, wo ich bisher noch nie ein Podium hatte."

Der Start verlief anders als am Vortag ohne Probleme und Unfälle. Pole-Setter Eng bog als Erster in die erste Kurve ein. Dahinter reihten sich Wehrlein, Paffett, Wittmann und Rockenfeller ein. In Runde zwei nutzte Wehrlein das DRS und setzte sich neben den Führenden Eng. Der Österreicher konnte sich gegen den Mercedes behaupten und blieb in Front. Wehrlein hingegen verlor bei der Aktion den zweiten Platz an seinen Teamkollegen Paffett.

Nach vier Runden wechselte die Führung zum ersten Mal und Paffett setzte sich an die Spitze vor Wehrlein und Eng. Der BMW-Mann wurde Runde um Runde zurückgereicht und kam als Siebter ins Ziel. Rund zehn Minuten vor Rennende hatte der Österreicher noch zehnmal die Möglichkeit, das DRS einzusetzen. Und das setzte er auch ein: Als die vor ihm liegenden Fahrer mit dem Klappflügel haushalten mussten, konnte der Salzburger noch aus den Vollen schöpfen und sich so wieder Positionen zurückzuholen.

Auch im Mittelfeld ging es zur Sache: Rockenfeller, Auer und Juncadella kämpften um die letzten Positionen in den Punkten. Und auch Samstagssieger Mortara, Eriksson und Glock lieferten sich einen heißen Kampf mit kleinen Berührungen. Mortara musste seinen gewonnenen Platz an den jungen Schweden zurückgeben, weil die Sportkommissare befanden, dass die Attacke des Mercedes-Manns zu hart gewesen sei.

In Runde zehn schaltete sich auch noch Lucas Auer ein und ging außen an den BMW von Glock und Eriksson vorbei und holte sich so Rang fünf. Mortara kam nach einem Ausrutscher in der letzten Kurve von der Strecke ab und bog direkt ab in Richtung Boxengasse, um sich frische Reifen zu holen. Dabei räumte er fast Juncadella, der ebenfalls die Box ansteuerte, fast von der Strecke. Über den Boxenfunk entschuldigte sich der Italiener für seine ungestüme Aktion.

Greens riskante Strategie zahlt sich aus

Jamie Green, der vom Ende des Feldes ins Rennen ging, kam schon in der ersten Runde zum Pflichtboxenstopp. Durch eine aggressive Strategie kam er so bis auf den sechsten Platz nach vorne und war damit bester Audi-Fahrer. Glock fiel nach seinem Reifenwechsel in Runde 15 einige Positionen zurück, kämpfte sich gegen Ende des Rennens aber wieder einige Positionen nach vorne. Am Ende überquerte er als Fünfter die Ziellinie.

"Es war geil, hat Spaß gemacht", sagt Green nach dem Rennen. "Von 17 auf sechs, das war ein ganz gutes Rennen. Wir haben es riskiert, schon in der ersten Runde an die Box zu kommen, denn ich musste 32 Runden auf einem Reifensatz absolvieren. Das Auto war gut und die Reifen haben auch nicht abgebaut, weil wir eine gute Balance hatten. Ich denke, wir haben uns den sechsten Platz heute redlich verdient."

Er ergänzt: "Für das Selbstvertrauen ist das wichtig. Ich bin ein guter Fahrer. Aber das neue Reglement für dieses Jahr passt für Audi nicht gut. Wir müssen hart arbeiten."

 

"Es war kein gutes Wochenende für uns. Abgesehen von den Unfällen am Samstag, die sehr teuer für uns waren, fehlt es uns immer noch an Performance. Wir konnten uns etwas verbessern. Jamie auf Platz sechs hat ein gutes Rennen gefahren. Es war eine riskante Strategie mit dem Reifenwechsel in der ersten Runde. Er hat gut mit den Reifen und dem DRS gehaushaltet. Am Ende des Rennens hatte er nur noch einen DRS-Schuss übrig und er hat es genau im richtigen Moment eingesetzt. Gutes Rennen auch von Mike und Robin, der seine ersten Punkte holen konnte. Dennoch sind wir nicht da, wo wir sein wollen", fasst Audi-Motorsportchef Dieter Gass den Rennsonntag zusammen.

In zwei Wochen gastiert die DTM am Hungaroring (1. Bis 3. Juni). Dann will auch der amtierende DTM-Champion Rene Rast wieder voll angreifen. Der Audi-Mann musste nach seinem Crash im Samstagsrennen am Sonntag pausieren.

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Artikel-Info

Rennserie DTM
Event Lausitzring
Ort EuroSpeedway Lausitz
Autor Julia Spacek
Artikelsorte Rennbericht