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DTM DTM-Test in Hockenheim

Loeb-Auftritt und BoP mit weniger Leistung: Alle Infos zum DTM-Test

Am Dienstag und Mittwoch findet der erste offizielle DTM-Test 2022 in Hockenheim statt: Worum dieser für Loeb so wichtig ist und wie man BoP-Bluff verhindern will

Die DTM-Vorbereitungen für die Saison 2022 mit satten 29 Fahrzeugen, Toppiloten und sechs Herstellern gehen mit dem ersten von zwei offiziellen Tests, der am Dienstag und am Mittwoch in Hockenheim stattfindet, in die heiße Phase. Und mit Sebastien Loeb dürfen sich die Fans, die übrigens freien Eintritt haben, auf einen zusätzlichen Leckerbissen freuen.

Doch wann wird gefahren? Wo kann man die Zeiten verfolgen? Wie sind die Autos eingestuft und wie versucht man, einen Bluff zu verhindern?

'Motorsport.com' beantwortet die wichtigsten Fragen zum Hockenheim-Test, bei dem alle Boliden und alle Fahrer, darunter auch Loeb im AF-Corse-Ferrari, antreten werden.

Wer fährt und welche Bedeutung hat der Test?

Obwohl die meisten Teams ihre Boliden sehr gut kennen und das Kräfteverhältnis über eine Balance of Performance geregelt wird - also Weiterentwicklung nicht möglich ist -, sorgt der Hockenheim-Test für Spannung: Das hat vor allem mit Sebastien Loeb zu tun.

Der 48-jährige Rallye-Rekordweltmeister, der beim Saisonauftakt Ende April in Portimao Nick Cassidy im AF-Corse-Ferrari im AlphaTauri-Design ersetzt, benötigt jeden Kilometer, um sich an den unbekannten Boliden zu gewöhnen.

Während die meisten Teams schon einige Privattests hinter sich haben, absolvierte der Franzose bislang bloß einen DTM-Test vergangene Woche in Spa-Francorchamps. Und weiß: "Mein letztes richtiges GT3-Rennen ist schon lange her. Mein Ziel wird es sein, meinen Rhythmus so gut wie möglich zu finden."

Nach Hockenheim stehen noch zwei Testtage am 26. und 27. April in Portimao aus, ehe in der gleichen Woche der Saisonauftakt steigt. Loebs Nachteil: Die Teams müssen bei den offiziellen Tests mit ihren eingeschriebenen Fahrzeugen vor Ort sein und dürfen keine zusätzlichen Autos bringen. Daher müssen sich die drei AF-Corse-Piloten Felipe Fraga, Cassidy und Loeb zwei Ferrari 488 GT3 Evo teilen.

Neben Loebs Einsatz gibt es in Hockenheim noch zahlreiche weitere Premieren: Denn neben Nicki Thiim, der erstmals im im T3-Lamborghini Gas geben wird, wird auch das Walkenhorst-Team mit Marco Wittmann und Neuling Esteban Muth erstmals mit dem neuen BMW M4 GT3 für die DTM testen.

Zudem werden einige Designs erstmals live zu sehen sein. Und einige Autos werden ihre ersten Kilometer überhaupt absolvieren, was vor allem für die AMG-Teams gilt, die mit neuen Boliden ausgestattet wurden.

Wie lautet der Zeitplan für den DTM-Test?

Dienstag, 5. April 2022

09:00 - 12:00 Uhr: Vormittags-Test

14:00 - 18:00 Uhr: Nachmittags-Test (14:10 - 17:10 Uhr: BoP-Runs)

Mittwoch, 6. April 2022

9:00 - 12:00 Uhr: Vormittags-Test (10:20 - 12:00 Uhr: BoP-Runs)

14:00 - 18:00 Nachmittags-Test (14:00 - 14:15: Startübungen)

Wie wurden die Autos eingestuft?

Auch dieses Jahr handelt es sich bei der Einstufung der Autos (Balance of Performance, kurz BoP) um eine Test-BoP (siehe genaue BoP am Ende des Artikels). Das bedeutet, dass es nicht das Ziel der AVL war, ein perfekt ausgeglichenes Feld zu gewährleisten, sondern möglichst viele Erkenntnisse zu erlangen.

Das Mindestgewicht der Autos wurde dieses Jahr bei allen Autos um zehn Kilogramm verringert. Auffällig ist aber, dass alle Saugmotor-Boliden mit Luftmengenbegrenzern versehen wurden, die um mehr als einen Millimeter kleiner sind als 2021. Und auch die Turbo-Autos haben dieses Jahr etwas weniger Ladedruck.

Das liegt daran, dass mit dem Porsche 911 GT3 R und dem neuen BMW M4 GT3 dieses Jahr zwei Boliden am Start sind, deren Leistungsniveau etwas unter den anderen liegt. Daher musste man die Motorleistung der anderen Autos nach unten ziehen.

Die Test-BoP sieht aber vor, dass der Porsche und der BMW etwas stärker sind als die anderen Autos, weil man die beiden Autos an der Leistungsgrenze einsetzen möchte. Denn sollte die BoP nicht passen, möchte man sich die Möglichkeit vorbehalten, diese zu korrigieren, ohne gleich alles über den Haufen werfen zu müssen. Auch der Audi dürfte mit seinem neuen Evo-Paket etwas besser eingestuft sein als die aus dem Vorjahr bekannten Boliden.

Änderungen an der BoP - zum Beispiel beim Ladedruck oder beim Restriktor - können auch während des Tests jederzeit gemacht werden. Und auch wenn ein Team zum Beispiel bewusst auf ein Set-up für wenig Abtrieb setzt, um die wahre Performance zu verschleiern, darf die AVL eingreifen und Vorgaben machen.

Wie laufen die BoP-Runs ab?

Wie im Vorjahr nutzt die AVL auch dieses Jahr wieder die Gelegenheit, um bei den Testfahrten BoP-Runs abzuhalten. Diese sind am Dienstag-Nachmittag von 14:10 Uhr bis kurz nach 17 Uhr und am Mittwoch von 10:20 Uhr bis zur Mittagspause um 12:00 Uhr.

Dabei müssen die Autos mit den vorgegebenen BoP-Einstellungen versehen sein und die Piloten mit einem frischen, ungeheizten Reifensatz auf die Strecke gehen. Auch die Spritmenge zu Beginn ist mit 30 Kilogramm vorgegeben. Die Piloten werden dann in Zehn-Minuten-Intervallen auf ihre rund 20 Minuten andauernden Stints geschickt.

So will man dafür sorgen, dass jeweils nur zwei Boliden auf der Strecke sind und sich niemand beschweren kann, dass er von einem anderen Fahrzeug aufgehalten wurde - und gegen eine möglichen Bluff vorbeugen. Aus dem selben Grund muss auch die Klimaanlage abgeschaltet sein, deren Einsatz sich negativ auf die Leistung auswirken könnte.

Die Piloten müssen zumindest zwei Push-Runden fahren, maximal sind inklusive Runde aus und an die Box acht Umläufe pro Fahrzeug erlaubt. Während am Dienstag alle Fahrzeuge teilnehmen müssen, ist es am Mittwoch nur noch ein Fahrzeug pro Team. Das bedeutet aber, dass zum Beispiel das Grasser-Team, das vier Lamborghinis einsetzt, zwei Autos am Start hat.

Denn da sich in der DTM immer zwei Fahrzeuge einen Boxenstand teilen, müssen die Rennställe Teams mit maximal zwei Fahrzeugen bilden.

Mit welchen Rundenzeiten ist zu rechnen?

Laut den Simulationen sollten bei trockener Strecke und Temperaturen um die zehn Grad Rundenzeiten zwischen 1:37.5 bis und 1:38.0 möglich sein. Allerdings nur, wenn die Teams ihre Fahrzeuge auch wirklich mit einem ordentlichen Set-up in den Test schicken und nicht bluffen. Zum Vergleich: Im Vorjahr fuhr Abt-Audi-Pilot Kelvin van der Linde am Samstag im Qualifying eine Bestzeit von 1:36.649.

Beim Test vor der Saison war Lucas Auer sogar noch schneller gewesen (1:36.153), damals wurden die Boliden aber näher an der Leistungsgrenze eingesetzt als während der Saison.

Wie wird das Wetter?

Der Wetterbericht ist durchwachsen: Für den Dienstag beträgt die Regenwahrscheinlichkeit 70 Prozent - vor allem am Vormittag muss man mit Niederschlägen rechnen, während es am frühen Nachmittag laut der Prognose etwas besser aussieht, ehe es am Abend voraussichtlich wieder regnen wird. Die Temperaturen gehen von sechs bis elf Grad.

Dafür sieht es aktuell so aus, als könnte die DTM mit einem blauen Auge davonkommen, denn obwohl diese Woche allgemein verregnet sein dürfte, geht man für den Mittwoch nur von einer Regenwahrscheinlichkeit von 20 Prozent aus. Es werden Temperaturen von neun bis 16 Grad erwartet.

Wie kann ich den Test verfolgen?

'Motorsport.com' berichtet an beiden Tagen ausführlich über die DTM-Testfahrten und liefert zudem neben Fotos von unserem Fotografen vor Ort einen ausführlichen Gesamtbericht, damit Ihnen nichts entgeht. Zudem gibt es die Möglichkeit, den Test über das Livetiming (hier geht's zum Link) zu verfolgen.

Zuschauer sind (übrigens auch noch am Donnerstag, an dem DTM-Classic und BMW-M2-Cup testen) jeweils ab 10:00 Uhr im Fahrerlager und auf der Innentribüne C, der bei den Fans stets beliebten Tribüne in der Sachskurve, zugelassen. Und das sogar kostenlos!

Für den Zutritt zum Areal gelten die aktuellen Bestimmungen des Landes Baden-Württemberg ( 3G-Regel - Geimpfte, Genesene oder Getestete). Am gesamten Areal herrscht Maskenpflicht, die Maske darf aber im Außenbereich bei Gewährleistung der Einhaltung des Mindestabstands von mindestens 1,5 Meter abgenommen werden.

DTM-BoP offizieller Test Hockenheim 2022:

Mercedes-AMG GT3: 1.325 kg/2 x 36 mm (Restriktor)

Audi R8 LMS GT3 Evo II: 1.325 kg/2 x 39,5 mm (Restriktor)

BMW M4 GT3: 1.315 kg/2,882 bar (Ladedruck)

Ferrari 488 GT3 Evo: 1.280 kg/1,604 bar (Ladedruck)

Lamborghini Huracan GT3 Evo: 1.295 kg/2 x 41 mm (Restriktor)

Porsche 911 GT3 R: 1.275 kg/2 x 48 mm (Restriktor)

DTM-BoP Rennen Hockenheim 2021:

Mercedes-AMG GT3: 1.335 kg/2 x 37,5 mm (Restriktor)

Audi R8 LMS GT3: 1.335 kg/2 x 43 mm (Restriktor)

BMW M6 GT3: 1.335 kg/2,069 bar (Ladedruck)

Ferrari 488 GT3 Evo: 1.335 kg/1,631 bar (Ladedruck)

Lamborghini Huracan GT3 Evo: 1.305 kg/2 x 42,5 mm (Restriktor)

Porsche 911 GT3 R (Nürburgring-Gaststart 2021): 1.270 kg/2 x 48 mm

Mit Bildmaterial von Red Bull.

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