Marco Wittmann: Mit Sieg im Gepäck zum Heimrennen am Norisring

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Marco Wittmann: Mit Sieg im Gepäck zum Heimrennen am Norisring
Julia Spacek
Autor: Julia Spacek
08.06.2018, 08:06

Budapest-Sieg kam für Marco Wittmann unerwartet: "Wir hatten uns das ganze Wochenende extrem schwer getan" - Auf Erfolgswelle zum Heimspiel am Norisring

Jubel bei Marco Wittmann: Im Sonntagsrennen in Budapest feierte der BMW-Fahrer seinen zehnten Sieg in der DTM. Nach dem zweiten Qualifying und Startplatz 14 sah es für Wittmann und seine Markenkollegen nicht nach einem Dreifachsieg aus. Doch wolkenbruchartiger Regen und die chaotischen Bedingungen spielten den Münchnern in die Karten. "Wir waren überrascht, dass der Regen so früh und so stark kam", sagt Wittmann. "Wir waren mit die ersten, die sich Regenreifen abgeholt haben. Einige andere wie Timo (Glock) sind noch draußen geblieben und hatten mehr zu kämpfen."

Der Franke meint, dass der frühe Wechsel auf Regenreifen die richtige Entscheidung gewesen sei. "Einige Kurven waren nass, wie die Kurven 3, 5, 6 und 7. Dann hatte man Kurven wie 8, 9, 10, die immer noch etwas trocken waren. Es war daher schwierig, eine Entscheidung zu treffen. Kommt der Regen über die Strecke oder bleibt er in 3, 4, 5? Am Ende ist es schlimmer geworden und damit war es die richtige Entscheidung", erklärt er. "Das war der Schlüssel zum Erfolg."

Der BMW-Mann weiß, dass der Regengott den Münchnern in Budapest geholfen hat, auf die vorderen Plätze zu kommen. Denn am Sonntagmorgen im Qualifying fanden sich - mit Ausnahme von Timo Glock auf Rang acht - die BMWs gesammelt am Ende des Feldes wieder. "Nach dem Qualifying hätte ich nicht mit dem ersten Platz als Ausgang gerechnet, aber umso schöner, die 25 Punkte heute so mitzunehmen", freut er sich. In der DTM-Fahrerwertung klettert Wittmann auf den fünften Rang und hat mit 51 Punkten schon 39 Rückstand auf Tabellenführer Timo Glock (90).

Bei BMW sei man sich nicht sicher gewesen, "ob wir es überhaupt in die Punkte schaffen", weil es im Samstagsrennen kein BMW-Fahrer in die Punkteplätze schaffte. Bruno Spengler war auf Position zwölf der bestplatzierte der Münchner. "Wir hatten uns das ganze Wochenende extrem schwer getan", sagt Wittmann. "Daher war es für uns Glück im Unglück und hat uns in die Karten gespielt. Solche Rennen musst du auch haben: Wenn es ganz schlecht läuft, maximale Punkte holen."

Mit dem Sieg im Gepäck und auf einer Erfolgswelle kommt der 28-Jährige zu seinem Heimspiel am Norisring. "Es ist ein schönes Gefühl, mit einem Sieg zum Heimrennen zu kommen. Am Lausitzring habe ich mein erstes Podium dort geholt, vielleicht ist das ein gutes Omen, denn ich habe in der DTM dort noch kein Podium geholt. Bis jetzt lagen wir immer etwas im Hintertreffen", so der Mann aus Fürth. Im Vorjahr landete der Lokalmatador im Rennen auf den Plätzen vier und fünf. Auf ein Podium vor heimischer Kulisse wartet Wittmann bislang vergebens.

"Wir sind immer noch hinten, aber der Sieg hilft und wir kommen definitiv mit einem besseren Gefühl zum Norisring. Im Vorjahr war es mit dem Podium supereng - eines der besten Fotofinishs in der DTM, und es wäre schön, endlich am Norisring auf dem Podium zu stehen", schließt er ab.

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Rennserie DTM
Fahrer Marco Wittmann
Autor Julia Spacek
Artikelsorte News