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Mercedes-Gaststart: Ein Rallyestar soll es den DTM-Helden zeigen!

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Mercedes-Gaststart: Ein Rallyestar soll es den DTM-Helden zeigen!
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13.07.2018, 17:05

Noch nicht ganz fix, aber schon bestens vorbereitet: Rallye-Superstar Sebastien Ogier soll in Spielberg einen Gaststart im DTM-Mercedes absolvieren

Mattias Ekström beim Saisonauftakt in Hockenheim im Audi, Alex Zanardi beim DTM-Wochenende in Misano am Steuer eines BMW - und wer gibt bei Mercedes 2018 ein Gastspiel? Viele Namen wurden bereits in den vergangenen Wochen spekuliert. Der Hersteller aus Stuttgart hatte verkündet, dass man einen "großen Namen" erwarten dürfe. Formel-1-Superstar Lewis Hamilton in Brands Hatch? Ex-Champion Nico Rosberg am Nürburgring? Nein - beide Grand-Prix-Stars wollen von einem Gaststart wenig wissen. Interesse hätte allerdings ein gewisser Sebastien Ogier …

Der Franzose, der in der Rallye-Weltmeisterschaft für Ford unterwegs ist, hat am Freitagmittag nach Einweisung durch Timo Scheider bereits einige Kilometer am Steuer eines Mercedes-DTM-Renntaxis (Baujahr 2016) abspulen dürfen. Bei der Fahrt des fünfmaligen WRC-Champions saß Andrea Kaiser auf dem Beifahrersitz. Ogiers Ehefrau ist in der DTM für den übertragenden Sender 'SAT1' aktiv. Bereits 2013 hatte Ogier einige Runden am Steuer des DTM-Audis von Mattias Ekström auf dem Nürburgring gedreht.

"Es gibt tolle Ideen, aber es ist noch nichts spruchreif", kommentiert Mercedes-DTM-Rennleiter Ulrich Fritz die Ambitionen des Franzosen. Ogier würde sich einen solchen Einsatz zutrauen - während viele andere Kandidaten eher zurückhaltend reagieren. "Es gibt schon Leute, die Lust darauf hätten. Aber das sind Leute, bei denen wir der Meinung sind, dass es kontraproduktiv wäre für sie oder ihn. Wir haben ein paar gute Ideen. Diese werden wir in den kommenden Tagen konkretisieren", sagt Fritz. Ogier soll nach Informationen von 'Motorsport.com' in Spielberg starten - auf der Strecke seines langjährigen Partners Red Bull.

"Ich habe mit Nico (Rosberg; Anm. d. Red.) am Norisring darüber gesprochen. Die wissen genau, wie hier in der DTM der Hase läuft. Es ist allen klar, dass so etwas keinesfalls ein Kinderspaziergang ist", so der Mercedes-Verantwortliche. Robert Kubica kommt ebenso wenig in Betracht wie Klaus Ludwig, David Coulthard, Bernd Schneider, Ellen Lohr, Susie Wolff oder auch der unumstrittene Superstar aus Mercedes-Reihen: Lewis Hamilton.

"Lewis hat in diesem Jahr 21 Formel-1-Rennen. Und er hat die Chance auf den WM-Titel, ohne dass es in diesem Jahr ein Selbstläufer ist. Er muss kämpfen, er muss sich auf das fokussieren, was er dort vorhat", sagt Fritz. "Auch ein Lewis hätte was zu verlieren. Sich als mehrfacher Formel-1-Weltmeister in ein DTM-Auto zu setzen und am Ende wirklich Letzter zu werden, das dürfte auch ihm nicht gefallen. Einem Wettbewerbstier wie Lewis würde so etwas wehtun. Das braucht er nicht - überhaupt nicht."

Vielen Superstars des Motorsports ist ein Gaststart in der DTM zu gefährlich. Die Spezialisten der Szene lassen Gaststartern keine Chance. Sogar Ex-Champion Ekström stand in Hockenheim auf verlorenem Posten. "Ich hätte den Mattias wenigstens vor den Rookies erwartet, aber es ist halt unfassbar schwierig", sagt Ulrich Fritz. "Vor allem, da die Autos sich mit nun 30 Prozent weniger Abtrieb schon nochmal verändert haben. Ohne Testtag hat man da keine Chance." Für einen Ogier-Einsatz in Spielberg müsste sich Mercedes die Genehmigung von DMSB und die Zustimmung von BMW und Audi verschaffen. Eine Formsache.

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Rennserie DTM
Autor Roman Wittemeier