Mike Rockenfeller verrät Schlüssel für Lausitzring-Podium am Samstag

DTM-Pilot Mike Rockenfeller war auf dem Lausitzring zurück in der Erfolgsspur - Schlüssel dafür: Eine scheinbar kleine Änderung am Audi mit großer Wirkung

Mike Rockenfeller verrät Schlüssel für Lausitzring-Podium am Samstag

Das DTM-Wochenende auf dem Lausitzring war für Mike Rockenfeller ein Schritt nach vorne. Am Samstag holte der Abt-Audi-Pilot erst Startposition drei im Qualifying und anschließend mit Platz drei im Rennen sein erstes Podium in der GT3-Ära, wenn auch am Grünen Tisch nach der Zeitstrafe gegen BMW-Fahrer Sheldon van der Linde. Doch dieser Erfolg kam nicht von ungefähr, denn Rockenfeller hat vor dem Wochenende etwas Entscheidendes umgestellt.

"Ich habe am Anfang mit rechts gebremst, warum auch immer. Es hat sich richtig angefühlt. Nach Monza habe ich dann umgestellt auf links und ich glaube, das war ein guter Schritt", verriet der DTM-Champion von 2013 im Anschluss an das Qualifying im Gespräch mit 'ran'.

Rockenfeller bremst mit links: Nach Monza alles hinterfragt

Rockenfeller gibt gegenüber ausgewählten Medienvertretern auch zu, dass für ihn die Ergebnisse beim Auftakt P10 und P16 in den Qualifyings und P9 und P8 in den Rennen) zu wenig waren: "Nach Monza habe ich alles hinterfragt, weil das war so ernüchternd und enttäuschend. Das war dann eines der Dinge, die ich mit meinen Ingenieuren besprochen habe, dass es jetzt so gemacht wird, egal wie es sich anfühlt, also auf links umzustellen."

Der Schritt habe sich bereits bei Testfahrten als positiv erwiesen, erklärt der Abt-Audi-Pilot: "Wir waren noch zweimal testen und das hat für mich sicher Fortschritte gebracht. An der Technik des Fahrens habe ich, was die groben Sachen angeht, nichts verändert - außer von rechts auf links zu wechseln." So wurde diese Änderung am GT3-Audi mit der #9 dann auch beibehalten.

Rockenfeller betont allerdings, dass das neue Reglement für ihn noch ziemlich neu ist. Bisher war er die Class-1-Boliden in der DTM gewohnt, wo er übrigens auch schon traditionell mit dem linken Fuß die Bremsen betätigte und wo er ohne ABS auskommen musste. GT3-Fahrzeuge hingegen kennt er hauptsächlich von den 24h Nürburgring und aus der NLS-Serie (früher VLN).

GT3-Auto immer noch Neuland für Ex-DTM-Champion

"Für mich ist das Auto Neuland. Die Jungs hier, die fahren das ihr Leben lang fast. Ich glaube, da ist es ganz normal, dass man bei so einer großen Umstellung ein bisschen Zeit braucht", erklärt Rockenfeller. Vor allem sein Teamkollege Kelvin van der Linde gilt als ausgewiesener GT3-Spezialist. "Man hat gemerkt, dass das Haupt-Handicap gegen ihn einfach auf der Bremse ist", so der Deutsche.

Auf die neue Ära in der DTM hat er trotz der zahlreichen Neuerungen Bock: "Ich glaube, es macht für mich persönlich einen besonderen Reiz aus, nach so vielen Jahren so eine große Umstellung zu haben und mich darauf einzustellen. Das ist meine Herausforderung. Hoffentlich sind wir in der Lage, über eine gute Saison am Ende relativ weit vorne oder ganz vorne zu sein."

In der Lausitz hat sich die Änderung bei Rockenfeller jedenfalls schon mal bezahlt gemacht. Er nahm bei der zweiten Station in der DTM-Saison 2021 die fünftmeisten Punkte aller Fahrer mit und liegt nach vier Rennen auf Position neun in der Gesamtwertung. Teamkollege Kelvin van der Linde führt das Klassement an, hat aber mehr als doppelt so viele Punkte gesammelt, wie Rockenfeller.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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