Nach starkem DTM-Start: T3-Lamborghini plant drittes Auto am Lausitzring

Nach dem überraschenden Einsatz von Esmee Hawkey will T3-Motorsport in der Lausitz ein drittes Auto bringen: Wer am Steuer sitzen soll und wie es dazu kam

Nach starkem DTM-Start: T3-Lamborghini plant drittes Auto am Lausitzring

Nach der überraschend starken Premiere des T3-Lamborghini-Teams beim DTM-Auftakt in Monza zieht man nun in Erwägung, am kommenden DTM-Wochenende auf dem Lausitzring, das in genau einem Monat steigt, noch einen weiteren Huracan GT3 Evo an den Start zu bringen. "Dort würden wir gerne mit drei Autos antreten", bestätigt Teamchef Jens Feucht gegenüber der 'Sächsischen Zeitung'.

Damit würde der DTM-Einsatz des Dresdner Teams in kurzer Zeit von einem auf drei Autos anwachsen, nachdem erst eine Woche vor dem DTM-Auftakt die Britin Esmee Hawkey für das zweite Auto bestätigt worden war. Wer nun das dritte Auto steuern soll? Dabei handelt es sich um den 21-jährigen Desdner Maximilian Paul, der bereits den einzigen T3-Lamborghini im ADAC GT Masters mit Partner Hugo Sasse steuert.

Dass Paul von nun an bei allen DTM-Rennen an den Start geht, ist aber nicht vorgesehen, denn es soll sich um einen Gasteinsatz beim Heimspiel des Teams handeln. Das hat auch damit zu tun, dass Paul eigentlich für die Saison im ADAC GT Masters vorgesehen ist.

Team nutzt Boliden aus dem ADAC GT Masters

Das Team, das in Monza durch den 19-jährigen belgischen Youngster Esteban Muth mit zwei fünften Startplätzen und Platz neun beim Sonntagsrennen überzeugte, verfügt aktuell über drei Lamborghini Huracan GT3 Evo. Der dritte wurde von Lamborghini erst wenige Tage vor dem DTM-Auftakt in Monza geliefert.

Für Pauls DTM-Einsatz will man den Boliden aus dem ADAC GT Masters nutzen, was keinen großen Aufwand bedeutet, da sich die Boliden abgesehen von der unterschiedlichen Balance-of-Performance-Einstufung kaum unterscheiden.

DTM bei Maximilian Paul schon vor einigen Monaten Thema

Die Idee, dass Paul DTM fährt, ist nicht komplett neu. Denn als man vor einigen Monaten einen Einsatz in der Traditionsserie prüfte, liebäugelte das Team sogar kurz damit, mit dem GT3-erfahrenen Paul in die Saison zu gehen.

"Wir hätten gerne Max als Fahrer gehabt, weil wir denken, dass er für das vordere Drittel des Feldes gut gewesen wäre, aber leider haben wir das Budget dafür nicht hinbekommen", meinte Feucht damals im Gespräch mit 'Motorsport.com'. Daher zog man in Erwägung, Paul 2022 in der DTM zum Einsatz zu bringen.

Der junge Dresdner zählt zum Nachwuchskader des T3-Motorsport-Teams und steuerte in den vergangenen zwei Jahren im ADAC GT Masters einen vom T3-Rennstall eingesetzten Audi R8 LMS. Sein bestes Ergebnis war ein achter Platz 2019 in Hockenheim.

Paul seit diesem Jahr Lamborghini-Junior

Sein Team, das im Vorjahr auch einen Bentley Continental einsetzte, wechselte dieses Jahr aber auf Lamborghini-Boliden, um sich langfristig im Lager der Italiener zu etablieren und in Zukunft eine Perspektive auf Werkseinsätze zu bekommen.

Und auch Pauls Verbindungen zur im Besitz von Audi stehenden Luxus-Sportwagen-Marke spielten eine Rolle, schließlich fungiert er seit 2016 als Werksfahrer für das von Lamborghini geförderten Kartteam DR Racing des Italieners Danilo Rossi.

2021 wurde Paul dann neben den Grasser-Piloten Steijn Schothorst und Tim Zimmermann aus dem ADAC GT Masters in das GT3-Juniorenprogramm von Lamborghini aufgenommen. Wenn er also überzeugt, könnte er Teil des Lamborghini-Werkskaders werden. "Da gibt es viele Synergien, die sich einfach gut verbinden lassen", so Feucht.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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