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Scheider schießt nach Rasts Attacke zurück: "Thema verfehlt, setzen!"

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Scheider schießt nach Rasts Attacke zurück: "Thema verfehlt, setzen!"
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22.08.2019, 12:48

Das Wortgefecht zwischen Timo Scheider und Rene Rast geht weiter: Wie der Ex-Meister Rasts Vorwurf kontert, er habe die Leute gegen Audi und die DTM aufgehetzt

Ex-DTM-Champion Timo Scheider lässt den Vorwurf von DTM-Leader Rene Rast, er würde mit seiner Teamorder-Kritik die Leute gegen Audi und die DTM aufhetzen, nicht auf sich sitzen. Nun schießt der Ex-Audi-Pilot gegen Rast zurück.

"Wer sagt, dass ich Zuschauer gegen Audi oder sogar die DTM aufgehetzt habe, hat wohl nicht richtig aufgepasst", richtet Scheider Rast gegenüber 'Motorsport-Total.com' aus. "Wie würde es in der Schule heißen!? 'Thema verfehlt, setzen, 6!'"

Sein Interesse liege "nur darin, echten Sport auf der Strecke zu sehen und für die Fans eine geile DTM zu zeigen. That's it!"

Scheider: Schieb-ihn-Raus-Affäre größter Einschnitt

Rast hatte Scheider vorgeworfen, in seiner Kritik an Audi auf "falsche Fakten" zu setzen und dem Sport damit keinen Gefallen zu tun, während Scheider im Interview mit 'Motorsport-Total.com' von seinem früheren Arbeitgeber forderte, die Fans nicht zu "verarschen" und so zu tun, als gäbe es einen offenen Kampf zwischen Audis Titelrivalen Rast und Nico Müller.

Kein Wunder, denn der frühere DTM-Pilot, der bei Sat.1 als Co-Kommentator und Experte fungiert, ist in Sachen Teamorder ein gebranntes Kind, wie er ein seiner Kolumne auf 'ran.de' klarstellt, auch wenn er seine Kritik nicht als Revanche verstanden wissen will.

"An 'Schieb ihn raus' in Spielberg 2015 werden jetzt viele Fans sofort denken - der große Skandal, der den größten emotionalen Einschnitt in meinem Profileben und den größten Effekt nach draußen hatte, auch was mein Image betrifft", verweist er auf das Skandalrennen in Österreich, als er vom damaligen Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich den Funkbefehl erhielt, den Mercedes-Piloten Pascal Wehrlein abzuschießen.

Scheider wünscht sich "klare Kommunikation"

Umso bitterer war die Entlassung im Jahr 2016, als er unmittelbar vor dem Saisonfinale in Hockenheim von Audi in "drei Minuten am Telefon" erfuhr, dass er im Jahr darauf nicht mehr gebraucht werde. "Das war ein Moment, als ich kurzzeitig den Glauben an die Ehrlichkeit und den Sport verloren habe. Da habe ich in aller Härte festgestellt: All die Erfolge sind am Ende dann doch nichts wert."

Vor dem 500. Rennen der DTM, das dieses Wochenende auf dem Lausitzring über die Bühne geht, wünscht sich Scheider drei Dinge: "Mehr Offenheit, eine klare Kommunikation, packendes Racing ohne Einschränkungen - damit wir irgendwann auch das 1000. Rennen feiern."

Mit Bildmaterial von Audi AG.

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Rennserie DTM
Autor Sven Haidinger