Sieger Götz kritisiert van der Linde: "Hat Team Kelvins Spiegel verstellt?"

Warum sich Maximilian Götz in der ersten Runde von Kelvin van der Linde unfair behandelt fühlt und nichts von einem Glückssieg wissen will - und wie dieser reagiert

Sieger Götz kritisiert van der Linde: "Hat Team Kelvins Spiegel verstellt?"

HRT-Mercedes-Pilot Maximilian Götz profitierte bei seinem DTM-Premierentriumph beim Sonntagsrennen auf dem Lausitzring vom Technikpech von Kelvin van der Linde und von der Stopppanne von Liam Lawson. Dennoch wehrt sich der 35-Jährige gegen den möglichen Eindruck, der Triumph sei ihm geschenkt worden.

"Das war heute kein geschenkter Sieg, ganz im Gegenteil", sagt er bei 'ran.de'. "Ich habe von Kelvin am Start eine mitbekommen und war im Gras. Durch ein super Teamwork haben wir uns auf P2 zurückgekämpft und haben am Ende ein bisschen profitiert von Kelvins Problem. Sieg ist Sieg - und der erste ist umso schöner."

Dennoch zeigt er sich über das Verhalten seines Langzeit-Rivalen - die beiden kennen einander gut aus dem ADAC GT Masters - auf Nachfrage von 'Motorsport.com' verwundert: "Ich habe ihn schon gefragt, ob seine Mechaniker möglicherweise den rechten Spiegel über Nacht verstellt haben. Er hat meine Frage aber nicht beantwortet."

Was Götz van der Linde vorwirft

Doch was war geschehen? Nachdem van der Linde und Götz von den Startplätzen drei und vier ins Rennen gingen, fuhren sie zunächst Rad an Rad durch die Steilkurve Turn 1, ehe sich der Abt-Audi-Pilot beim Anbremsen der zweiten Kurve durchsetzte. Götz gab aber nicht auf, setzte sich kurz bei der Anfahrt auf Kurve 5 in Front, hatte aber auf der Außenbahn die schlechteren Karten.

Nach Kurve 5 probierte es erneut auf der rechten Seite, doch van der Linde blieb auf seiner Linie. "Er hat mich ein bisschen nach rechts gedrückt, ich musste aufs Gras und vom Gas gehen", ärgert sich Götz.

Kelvin van der Linde, Maximilian Götz

Götz wollte nach dem Rennen ein ernstes Wörtchen mit van der Linde sprechen

Foto: DTM

"Dadurch ist Dani Juncadella links an mir vorbeigegangen. Ich habe in der ersten Runde also Plätze verloren. So hatte ich das nicht geplant. Wir müssen uns das anschauen. Kelvin ist eigentlich ein fairer Sportsmann. Er weiß, wie man fährt. Aber in dieser Situation hat er mir rechts nicht genügend Platz gelassen. Ich hoffe, das war keine Absicht."

"Dort probiert man es wirklich nicht außen"

Daraufhin fordert Götz seinen Kontrahenten auf, selbst etwas zu seinem Manöver zu sagen. Doch der Südafrikaner hakt die Situation als klassischen Zwischenfall ab, wie er nun mal in der Startphase vorkommt. "Da geht es wild zu, jeder versucht, dranzubleiben und Plätze gutzumachen, denn nur da kann man wirklich überholen", sagt der 26-Jährige Abt-Audi-Pilot, der auch unter dem Leistungsmanko des R8 LMS leidet.

Van der Linde ist der Ansicht, dass Götz nach auf der Geraden zwischen Kurven fünf und sechs, bei der es sich um eine Linkskurve handelt, auf der rechten Seite nichts verloren hatte. "Das ist eine Kurve, in der man es wirklich nicht außen probiert. Wenn ich dort außen gefahren wäre, dann wäre ich vielleicht auch im Gras gelandet. Ich weiß nicht ... viel gibt es dazu nicht zu sagen."

Trotz der Meinungsverschiedenheit habe er aber viel Respekt vor seinem AMG-Kontrahenten. "Ich hatte in der Vergangenheit viele gute Kämpfe mit Maxi, bei denen wir uns nicht berührt haben. Es war also eins von diesen Dingen."

Mit Bildmaterial von Andreas Beil.

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